Fusion?

Telekom: Neues Angebot für den Verkauf von T-Mobile US

Der US-amerikanische Satelliten-TV-Betreiber Dish zeigt offenbar Interesse an der US-Mobil­funk­tochter der Deutschen Telekom. Laut Medien­berichten wird derzeit über eine mögliche Fusion der beiden Unternehmen verhandelt. Es gibt allerdings noch Uneinig­keiten.
Von Rita Deutschbein mit Material von dpa
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Telekom: Neues Angebot für den Verkauf von T-Mobile USNeues Angebot für den Verkauf von T-Mobile US Nach Monaten der Ruhe gibt es wieder neue Spekulationen über die Zukunft von T-Mobile US: Der US-amerikanische Fernseh­satelliten­betreiber Dish spricht laut einem Presse­bericht mit der US-Mobil­funk­tochter der Deutschen Telekom über eine Fusion. Wie das Wall Street Journal (WSJ) heute unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete, sei man sich über den Preis aber noch nicht einig. T-Mobile-Chef John Legere solle das gemeinsame Unternehmen führen, während Dish-Chef Charlie Ergen Verwaltungsratschef werden solle. Dish wurde 1996 gegründet und bietet Fernsehen und Internet via Satellit. Auch betreibt das in Colorado ansässige Unternehmen ein Video-on-Demand-Portal.

Gemessen am Schlusskurs der Aktien von Mittwoch sind beide Unternehmen zusammen 64 Milliarden US-Dollar wert. T-Mobile-Chef Legere meinte zu dem Bericht, dieses Gerücht verdiene keinen Kommentar. Dish kann nach Einschätzung von Analysten für T-Mobile interessant sein, da der Konzern wichtige Funkfrequenzen habe, die derzeit ungenutzt seien.

T-Mobile US kämpft mit Schulden

Die Telekom hatte auf dem Höhepunkt der Dotcom-Blase Anfang des Jahrtausends den US-Mobilfunker Voicestream übernommen. Unter anderem wegen der daraus entstandenen hohen Schulden wollte der Konzern das US-Geschäft 2011 an AT&T verkaufen, scheiterte jedoch am Widerstand der US-Wettbewerbshüter. Im vergangenen Jahr gab es immer wieder Spekulationen zu T-Mobile, zu den damaligen Interessenten soll auch schon Dish gehört haben.

Noch in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres zögerte die Telekom mit dem Verkauf von T-Mobile US. Nachdem der Verkauf an Interessenten wie Sprint und Iliad im Gespräch war, zog der Bonner Konzern seine Verkauf-Offerte jedoch zurück. Die Deutsche Telekom wolle T-Mobile US für mindestens ein weiteres Jahr behalten, hieß es damals. Nun gab es allerdings einen Wandel: Die Telekom selber zeigt sich nun offen für einen Verkauf - wenn der Preis stimmt. Vorbörslich stieg die T-Aktie um über 2,5 Prozent.

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