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T-Mobile: Einstweilige Verfügung gegen iPhone bei Vodafone

Aktion offenbar nicht ausschließlich gegen den direkten Konkurrenten
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Wie berichtet wird inzwischen eine fünfstellige Anzahl des Apple iPhone im deutschen Vodafone-Netz betrieben. Zwar vermarktet der zweitgrößte deutsche Mobilfunk-Netzbetreiber das Kulthandy nicht direkt, zumal T-Mobile hierfür die deutschen Exklusivrechte hält. Das Unternehmen vermittelte Kunden, die sich für das iPhone interessieren, jedoch an Partneragenturen und Händler, die das gewünschte Handy ohne SIM-Lock und in Verbindung mit einem Vodafone-Vertrag anboten.

Nicht zuletzt legte Vodafone erst vor wenigen Tagen seine SuperFlat-Internet-Tarife auch in einer SIM-only-Variante auf, die der Netzbetreiber ausdrücklich auch für die Nutzung in Verbindung mit dem iPhone empfohlen hat. Zuvor gab es bereits eine Tarif-Option, die iPhone-Kunden im Vodafone-Netz angeboten wurde.

Nun sieht T-Mobile offenbar seine Exklusivrechte für den iPhone-Vertrieb in Deutschland gefährdet oder verletzt.

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Die Pressestelle der Telekom-Mobilfunktochter bestätigte auf Anfrage von teltarif.de eine Einstweilige Verfügung. Diese richtet sich offenbar nicht ausschließlich gegen Vodafone. Man prüfe generell juristische Schritte, wenn man seine Exklusivrechte in Gefahr sehe. Weitere Details sind bislang nicht bekannt. Denkbar wäre, dass T-Mobile gegen Angebote vorgeht, bei denen das iPhone zusammen mit einem Laufzeitvertrag oder einer Vertragsverlängerung offeriert wird.

Einem Bericht des Onlineportals iFun zufolge hat Vodafone seine Vertriebspartner schon gestern über die Einstweilige Verfügung in Kenntnis gesetzt. Wie es in dem Schreiben heißt, sei "eine Beratung zum iPhone oder entsprechende Angebote gegenüber dem Kunden zu unterlassen."

Freies iPhone aus dem Ausland als Alternative zum Kauf über Vodafone-Händler

Interessenten, die ein iPhone erwerben und es im Vodafone-Netz betreiben wollen, haben weiterhin die Möglichkeit, ein Apple-Handy ohne Vertrag und ohne SIM-Lock zu erwerben. Entsprechende Angebote gibt es unter anderem in Belgien und Italien, aber auch bei deutschen Online-Händlern. Dazu kann dann ein beliebiger SIM-only-Vertrag abgeschlossen werden. Auf diesem Weg ist das Handy zwar deutlich teurer, dafür sind die monatlichen Kosten für den Vertrag ohne Handy günstiger.

Das iPhone 3G S ist im Online-Handel in der Version mit 32 GB Speicherplatz zu Preisen zwischen 850 und 1100 Euro zu bekommen. Das 16-GB-Modell ist rund 100 Euro günstiger. In Belgien verkauft Mobistar das größere Modell ohne Vertrag für 675 Euro, während die 16-GB-Variante 575 Euro kostet. In Italien gibt es das Kulthandy ohne Vertrag und ohne SIM-Lock bei TIM, Vodafone, 3 und direkt bei Apple zu Preisen zwischen 599 und 719 Euro. Allerdings ist die Verfügbarkeit - wie auch bei T-Mobile in Deutschland - stark eingeschränkt. Apple selbst räumte in der vergangenen Woche ein, die große Nachfrage nach dem aktuellen iPhone-Modell derzeit nicht erfüllen zu können.

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