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Surf-Sticks und Daten-Tarife aus dem Supermarkt

Angebote für den mobilen Internetzugang per GPRS oder UMTS
Von Björn Brodersen
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Zwei Liter Milch, ein halbes Pfund Butter, fünf Tomaten ... und einen Surf-Stick. In den Regalen manchen Supermarkts finden sich neben Lebensmitteln und Hygiene-Bedarf auch USB-Sticks für den Internetzugang über das Mobilfunknetz. Aldi und Lidl sind die beiden bekanntesten Beispiele für Lebensmittel-Discounter, die unter dem Namen ihrer Mobilfunkmarken Surf-Sticks und Prepaid-SIM-Karten fürs mobile Internet verkaufen. Auch der Kaffeeröster Tchibo verkauft in seinen Filialen Surf-Sticks mit SIM-Karte. Andere Lebensmittel-Händler bieten zwar eigene Mobilfunkprodukte nicht in ihren Märkten an, vertreiben diese aber über ihre Webseiten. Wir zeigen im Überblick, welche Surf-Sticks und Internet-Zugangstarife bei den Supermarktketten zu finden sind.

Prepaid-Surf-Stick für mobiles Internet unterwegs

Mobiles Internet: Surf-Sticks und Daten-Tarife aus dem Supermarkt Vorteile eines Surf-Sticks- und SIM-Karten-Kaufs direkt im Supermarkt: Der Kunde muss anders als bei der Bestellung eines Starterpakets in einem Online-Shop keine Versandkosten zahlen und kann gleich zu Hause seine neu erworbene SIM-Karte registrieren und lossurfen. Und da es sich bei den von Lebensmittel-Discountern vermarkteten Internet-Zugangsangeboten in der Regel um Prepaid-Tarife handelt, eignen sich diese Surf-Stick-Pakete auch als Backup-Lösung, fürs gelegentliche Surfen unterwegs oder als Geschenk für andere.

Aldi und Lidl sowie Tchibo sind die einzigen Vertreter, die ihren Kunden eigene Komplettpakete aus Surf-Stick und Zugangstarif für die mobile Internetnutzung per GPRS oder UMTS anbieten. Andere Discounter offerieren höchstens mal die Surf-Sticks anderer Provider, so beispielsweise zurzeit die Drogeriekette Schlecker den Prepaid-Surfstick Huawei E1750 von o2 [Link entfernt] .

Zugangstarif mit oder ohne Hardware buchen

Vor dem Kauf eines Surf-Stick-Starterpakets im Supermarkt sollten sich Interessenten so gut wie möglich über die Hardware-Spezifikationen und die Tarifkonditionen informieren, denn die Verkäufer in den Läden können bei Fragen zu den Mobilfunkprodukten meist nicht weiterhelfen. Bei der Wahl eines Surf-Stick-Angebots aus dem Supermarkt gelten die gleichen Kriterien wie sonst auch: Die ersten Entscheidungen, die beim Kauf eines Surf-Sticks fürs mobile Internet anstehen, fallen zwischen den verschiedenen Mobilfunknetzen und zwischen den Optionen, die Hardware mit oder ohne einen Mobilfunkvertrag für den Internetzugang per GPRS oder UMTS zu erwerben.

Bei Aldi kostet beispielsweise der Surf-Stick alleine 39,99 Euro, für die Prepaid-SIM-Karte für Telefonate und mobilen Internetzugang übers Netz von E-Plus kommen weitere 12,99 Euro hinzu. Bei Lidl gibt es dagegen für 39,99 Euro den Surf-Stick und die SIM-Karte fürs Netz von o2 im Paket. Auch Tchibo legt dem zurzeit 19,90 Euro teuren Surf-Stick eine SIM-Karte für den Tchibo-Mobil-Zugang übers o2-Netz bei. Die Zugangs-Tarife anderer Mobilfunk-Discounter, die keinen eigenen Surf-Stick vermarkten, lassen sich mit jedem anderen SIM-Lock-freien USB-Modem nutzen. Hier müssen die Nutzer dann die Internetzugangsdaten manuell eingeben.

Paketbestandteile nicht immer optimal aufeinander abgestimmt

Wichtig neben dem Kaufpreis ist vor allem die mögliche Datenübertragungsrate. Während die Mobilfunkanbieter ihre Mobil-Internet-Angebote mit den maximal möglichen Bandbreiten bewerben, liegen die in der Praxis erreichten Datenübertragungsraten in der Regel darunter. Gründe dafür können der Ausbau des UMTS-Netzes am jeweiligen Standort des Internet-Nutzers, die Leistungsfähigkeit des vom Mobilfunkanbieter verkauften Surf-Sticks oder eine technische Bandbreiten-Begrenzung durch den Provider sein - nicht immer sind die einzelnen Paketbestandteile optimal aufeinander abgestimmt.

Mobiles Internet: Surf-Sticks und Daten-Tarife aus dem Supermarkt Beispielsweise verkaufen Aldi und Lidl das ältere Surf-Stick-Modell Huawei E1550, das den Datenempfang mit einer Übertragungsrate von nur bis zu 3,6 MBit/s unterstützt - sowohl über das E-Plus- als auch über das o2-Netz können aber Daten mit Übertragungsraten von bis zu 7,2 MBit/s empfangen werden. Und in allen Flatrate-Tarifen fürs mobile Surfen steht nur ein begrenztes Datenvolumen pro Abrechnungszeitraum für schnellere Übertragungen via EDGE, UMTS oder HSPA zur Verfügung. Penny Mobil und ja!mobil beschränken sogar generell die für den Nutzer verfügbare Zugangs-Bandbreite auf 1,8 MBit/s im Downstream, obwohl das Mobilfunknetz der Telekom deutlich höhere Datenübertragungsraten erlaubt.

Bei Kauf eines Surf-Sticks sollte zudem auf ein etwaiges SIM- oder Net-Lock des Internet-Sticks sowie auf spezielle Nutzungsbeschränkungen - beispielsweise ist häufig in den Tarif-AGB die Nutzung bestimmter Dienste wie VoIP, Instant Messaging oder Peer-to-Peer untersagt - geachtet werden. Eine längere Mindestvertragslaufzeit müssen die Kunden einer Mobilfunkmarke eines Lebensmittel-Händlers selten eingehen, schließlich handelt es sich bei diesen Tarifen meist um Prepaid-Produkte.

Auf der zweiten Seite unseres Surf-Stick-Überblicks sehen Sie die Preise für alle angeführten Angebote im tabellarischen Überblick.

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