Second-Screen

Superscreen macht aus dem Smartphone ein 10-Zoll-Tablet

Die Bildschirmgröße eines Tablets zu nutzen, ohne ein eben solches haben zu müssen, verspricht der Superscreen von Transcendent Designs. Einige Kritikpunkte trüben jedoch die gute Idee des Produkts.
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"Die Funktionen eines 600 US-Dollar iPads in einem 99 US-Dollar Gerät", das verspricht Transcendent Designs mit dem Superscreen. Bei dem Projekt handelt es sich um ein fast vollwertiges Android-Tablet, das jedoch als 10 Zoll großer Bildschirm für Smartphones verwendet wird. Dabei werden sowohl Mobilgeräte auf Android-Basis als auch iOS-Modelle unterstützt. Das Display des Superscreens soll mit einer Auflösung von 2560 mal 1600 Pixel angenehm scharf sein und bei der drahtlosen Verbindung zum Handy soll es keine spürbaren Verzögerungen geben. Dennoch hat dieses Produkt ein paar Schwachpunkte.

Superscreen: Großer Second-Screen für das Smartphone

Nicht jeder hat ein Tablet zur Verfügung oder möchte sich ein eben solches anschaffen. Eben diese Zielgruppe peilt Transcendent Designs an. Wenn die Anzeige des Smartphones in manchen Szenarien nicht mehr ausreicht, können Nutzer des Superscreens nahtlos auf ein 10-Zoll-Display umsteigen. Diese Idee scheint durchaus Anklang zu finden, denn obwohl die Kickstarter-Kampagne noch rund einen Monat läuft, wurden bei einem Finanzierungs­ziel von 50 000 US-Dollar bereits über 330 000 US-Dollar eingenommen. Schon in der ersten Stunde habe man laut dem Unternehmen die benötigte Summe zur Umsetzung des Projekts erreicht. Ein spezielles Verfahren, welches den Superscreen über WLAN und Bluetooth mit dem Handy verbindet, soll eine Reichweite von bis zu 30 Metern und eine nahezu verzögerungs­freie Bedienung gewährleisten. Lediglich eine kostenlose Smartphone-App wird zur ersten Koppelung der Mobilgeräte benötigt.

Der Superscreen im Einsatz
Der Superscreen im Einsatz

Die Spezifikationen des Superscreens

Wenn man sich die technischen Daten durchliest, fallen einem kaum Unterschiede zu einem gängigen Android-Tablet auf. Das Display, welches der Hersteller seltsamerweise als "Full-HD-2K-Display" bewirbt, stemmt 2560 mal 1600 Bildpunkte, die auf 10 Zoll verteilt sind. Ein 2 GHz starker Quad-Core-SoC von MediaTek samt 4 GB RAM sind ebenfalls verbaut. Als internen Datenspeicher bietet der Superscreen 16 GB ROM. Die Kameras wurden mit 2 Megapixel (Front) und 5 Megapixel (Rückseite) ausgestattet. Für den Betrieb abseits der Steckdose ist ein 6000 mAh umfassender Akku enthalten. Das mit Android 6.0 Marshmallow angetriebene Tablet verfügt als Schnittstellen über Dual-Band-WLAN, Bluetooth 4.1 LE und einen Finger­abdrucksensor. Einen microSD-Karten­schacht, einen Kopfhörer­anschluss und HDMI hat Transcendent Designs allerdings nicht verbaut.

Die Kritikpunkte an dem Superscreen

Die anfangs genannten 99 US-Dollar kostet das Gerät lediglich, wenn man sich eines der ersten 2500 Einheiten über eine Spende sichert. Der reguläre Verkaufs­preis wird bei happigen 299 US-Dollar liegen. Zu diesem Preis erhält man bereits ein vollwertiges LTE-Tablet, wie beispielsweise das Samsung Galaxy Tab A 10.1. Des Weiteren erschließt es sich uns nicht, weshalb der Superscreen eigentlich selbst ein beinahe vollwertig aus­gestattetes Tablet ist, sich aber nur eingeschränkt ohne Smartphone-Anbindung bedienen lässt. Apps lassen sich ohne ein vernetztes Handy gar nicht erst starten. Wir sind gespannt, ob die Euphorie der Kampagnen-Unterstützer auch beim Alltags­einsatz vorhanden bleibt.

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