2G

Sunrise schaltet GSM ab: Abschalt­pläne auch für UMTS

Anfang 2023 - und somit deut­lich später als zunächst geplant - will Sunrise in der Schweiz sein GSM-Netz abschalten. Auch für die UMTS-Abschal­tung gibt es schon einen Zeit­hori­zont.

Nach Swisscom verzichtet mit Sunrise ein weiterer schwei­zeri­scher Mobil­funk-Netz­betreiber auf das GSM-Netz. Die Abschal­tung kommt aller­dings wesent­lich später als ursprüng­lich geplant. Sunrise hatte schon 2018 das Aus für die 2G-Tech­nologie verkündet. Jetzt hat das Unter­nehmen ange­kün­digt, ab Anfang kommenden Jahres tatsäch­lich auf den GSM-Stan­dard zu verzichten.

"Wir haben zugunsten unserer Kundinnen und Kunden den Wechsel auf eine moderne Mobil­funk­genera­tion bewusst flexi­bler gestaltet. Da 2G-Verbin­dungen aber prak­tisch nicht mehr benö­tigt werden, schalten wir ab Anfang des nächsten Jahres 2G ab", sagt André Kause, CEO von Sunrise. Betrof­fene Nutzer sollen vom Netz­betreiber Unter­stüt­zung beim Umstieg auf neue Endge­räte bekommen. Sunrise schaltet GSM-Netz ab Sunrise schaltet GSM-Netz ab
Foto: Image licensed by Ingram Image, Logo: Sunrise, Grafik/Montage: teltarif.de
Der Konzern rechnet damit, dass nur noch wenige Kunden vom Aus für das GSM-Netz betroffen sind. Die meisten Anwender hätten mitt­ler­weile Smart­phones, mit denen sich auch neuere Netz­tech­nolo­gien wie LTE und 5G nutzen lassen. Busi­ness-Lösungen für die Kommu­nika­tion zwischen Maschinen (M2M) und IoT-Dienste laufen zum Teil noch über 2G-Verbin­dungen. Die Kunden seien auf dem Postweg über die GSM-Abschal­tung aufge­klärt worden und könnten sich tele­fonisch und in den Sunrise-Shops über alter­native Lösungen für ihr Nutzungs­sze­nario beraten lassen.

Auch das UMTS-Netz ist ange­zählt

Neben LTE und 5G will Sunrise vorerst auch am UMTS-Stan­dard fest­halten. Doch auch die Tage von 3G sind gezählt. Schon jetzt teilte das Unter­nehmen mit, den aus heutiger Sicht veral­teten Netz­stan­dard "in den kommenden drei bis vier Jahren" aufzu­geben. Die deut­schen Mobil­funk-Netz­betreiber gingen den umge­kehrten Weg und haben neben LTE und 5G zunächst an GSM fest­gehalten, während das UMTS-Netz hier­zulande bereits Geschichte ist.

Wie Sunrise weiter mitteilte, versorgt das Unter­nehmen mitt­ler­weile mehr als 1048 Orte in der Schweiz mit 5G. Die Bevöl­kerungs­abde­ckung liegt den Angaben zufolge bei mehr als 96,7 Prozent. Dabei spricht Sunrise von "Basis 5G" mit Band­breiten von bis zu 1 GBit/s im Down­stream. "5G High­speed" ermög­licht bei Sunrise bis zu 2 GBit/s im Down­stream und ist nach Angaben des Netz­betrei­bers für mehr als 80 Prozent der Bevöl­kerung verfügbar.

In einer weiteren Meldung lesen Sie, wie Sunrise beim connect Netz­test 2022 abge­schnitten hat.

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