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Studie enthüllt: Das Smartphone wird mit ins Bett genommen

Mobile Mediennutzung steigt, mobile Werbung wird akzeptiert
Von Hans-Georg Kluge
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Der Betreiber eines globalen Werbenetzwerkes, InMobi, hat eine Studie über die Mediennutzung und Akzeptanz von mobiler Werbung in Deutschland vorgestellt. Zusammen mit dem Marktforschungs-Dienstleister Decision Fuel wurden im zweiten Quartal 2012 insgesamt 411 Nutzer des Werbenetzwerkes von InMobile befragt. InMobbile bezeichnet diese als "Grundgesamtheit". Es ergibt sich aber aus der Studie, dass damit wahrscheinlich die tatsächlich befragten Nutzer gemeint sind. Die Befragten wurden über das Werbenetzwerk von InMobi angesprochen.

Mediennutzung: Smartphone und Tablets auf dem Vormarsch

Mobile Endgeräte werden durchschnittlich 107 Minuten am Tag genutzt. Mobile Endgeräte werden durchschnittlich 107 Minuten am Tag genutzt. Den Ergebnissen der Studie zufolge nutzen deutsche Konsumenten rund 6,5 Stunden täglich Medieninhalte. Mit mobilen Endgeräten werden dabei 107 Minuten verbracht. Die Befragten nutzen den Fernseher im Schnitt nur 85 Minuten. Zu Bedenken bleibt, dass die Studienteilnehmer über das mobile Netzwerk von InMobi angesprochen wurden.

Mehr als die Hälfte (64 Prozent) der Befragten habe angegeben, ihr mobiles Gerät - sei es Tablet oder Smartphone - während des Fernsehens zu nutzen. Dabei sollen 42 Prozent der Nutzer angegeben haben, das Smartphone (bzw. das Tablet) als bevorzugte Art ins Internet zu gehen. Repräsentative Studien kommen dabei allerdings zu anderen Ergebnissen.

Wo werden mobile Geräte genutzt?

Der Umfrage zufolge nutzen 87 Prozent der Befragten mobile Geräte dann, wenn sie auf etwas warten müssen. Immerhin 40 Prozent während dem Einkaufen. Erstaunliche 38 Prozent nutzen ihre Geräte im Badezimmer. Selbst im Bett ist das Smartphone für viele nicht mehr wegzudenken: InMobi schlüsselt diese Daten nach Geschlecht auf. Demnach sollen 76 Prozent der Frauen und 65 Prozent der Männer das Smartphone auch im Bett nutzen.

Für Werbetreibende interessant: Kunden bemerken mobile Werbung

Wenig überraschend zeigen die Zahlen des Werbedienstleisters, dass Kunden mobile Werbung annehmen. Immerhin 87 Prozent sollen die Werbung zumindest wahrgenommen haben. In-App-Werbung und Anzeigen auf den Seiten von Suchmaschinen seien dabei besonders auffällig. 57 Prozent sagen, mobile Werbung habe ihnen neue Produkte nahe gebracht. Immerhin 37 Prozent der Nutzer gaben an, durch mobile Werbung ein besseres Angebot entdeckt zu haben. Wie wichtig ortsbezogene Dienste sind, macht diese Zahl klar: 56 Prozent gaben an, in der Nähe etwas gefunden zu haben.

Allerdings beeinflusst vor allem Werbung im Fernsehen Kaufentscheidungen: Nur 23 Prozent der Befragten in dieser Kategorie ein mobiles Gerät an, mehr als die Hälfte dagegen nannte das Fernsehen.

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