Umfrage

Mobile Only - 13 Prozent der Handy-Nutzer ohne Festnetz

Konvergenz für viele Verbraucher kein Thema
Von Susanne Kirchhoff

Ein Handy zu besitzen, ist heute selbstverständlich - vor allem in den Altergruppen von 14 bis 44 Jahren. Das zeigt eine Befragung des Markt- und Sozialforschungsinstitutes infas im Rahmen des sogenannten Telekommunikationsmonitors. So besitzen unter den Befragten im Alter zwischen 18 und 34 Jahren über 97 Prozent ein Handy. Ein Statussymbol ist das Handy daher auch nicht mehr, sondern es kann im Gegenteil gerade ein Indikator für einen niedrigen sozialen Status sein.

Handy als Festnetz-Alternative

Etwa 13 Prozent aller Befragten besitzen zwar ein Handy, aber keinen Festnetz-Anschlusss zum Telefonieren. Im Vergleich zu allen Befragten finden Eckwerte zu Festnetz- und Handyverfügbarkeit Eckwerte zu Festnetz- und Handyverfügbarkeit
Grafik: infas.de
sich unter den von infas "Mobile Onlies" getauften Nur-Handy-Telefonierern überdurchschnittliche viele junge, männnliche und einkommensschwache Personen. So ganz überaschend erscheint dieses Ergebnis nicht. Denn im Gegensatz zum Festnetz-Anschluss gibt es per Mobilfunk die Möglichkeit, ohne monatliche Fixkosten erreichbar zu sein.

Konvergenz? - Nein, danke!

Auch wenn es technikaffinen Viel-Surfern Konvergenz praktisch und selbstverständlich erscheinen mag und die Hersteller von Consumer Electronics voll auf den Trend Konvergenz setzen, wie etwa die in der kommenden Woche stattfindende Messe IFA zeigt: In der weiten Mehrheit werden die Grenzen zwischen Festnetz und Mobilfunk sowie TV und Internet immer noch breit gezogen. So stimmte etwa 60 Prozent der Befragten zu, dass Fernsehen und Internet für sie unterschiedliche Dinge seien, die sie nur vollkommen getrennt nutzen möchten. Auch beim Telefonieren unterscheidet die Mehrheit der Befragten sehr genau, ob sie per Festnetz oder Mobilfunk telefoniert - auch wenn die Homezone schon ihren zehnten Geburtstag hinter sich gebracht hat.

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