Probleme

teltarif hilft: Integration des Streaming-Kontos gescheitert

Zuerst Strea­ming-Abo gebucht und dann von Sonder­kon­ditionen beim eigenen Internet-Provider gehört? Die Anbieter behaupten, das bestehende Strea­ming-Konto könne ganz einfach mitge­bracht werden. Das ist aber nicht immer der Fall.

Sky Q und Netflix: Warten auf händische Integration durch Kundenservice Sky Q und Netflix: Warten auf händische Integration durch Kundenservice
Bild: Sky, Bearbeitung: teltarif.de
Die DSL- und Kabel­netz­betreiber sowie Pay-TV-Stationen sind stets bemüht, ihr Angebot durch attrak­tive Zusatz­ser­vices zu erwei­tern. Insbe­son­dere die Breit­band-Provider wollen nicht mehr länger nur "Leitungs­anbieter" sein, sondern auch daran mitver­dienen, wenn der Kunde Musik, Filme oder Serien streamt. Dazu gibt es zahl­reiche Koope­rationen mit Medi­enun­ter­nehmen, bei denen der Kunde meist einen Rabatt erhält.

Entdeckt der Breit­band-Kunde, dass es billiger ist, das Strea­ming-Abo über seinen Internet-Provider zu buchen, will er meist so schnell wie möglich wech­seln, um Geld zu sparen. Dabei will er in der Regel den Strea­ming-Account behalten, um gebuchte Optionen und vor allem mühsam ange­legt Play­lists nicht zu verlieren. Das Zauber­wort heißt also "Inte­gra­tion des bestehenden Strea­ming-Kontos", und dabei müssen der Internet-Provider und der Strea­ming-Anbieter fehler­frei zusam­men­arbeiten.

Dass dies bei der Inte­gra­tion bestehender Strea­ming-Konten leider nicht immer reibungslos funk­tio­niert, mussten zwei teltarif.de-Leser kürz­lich erleben.

Fall 1: Telekom und Disney+

Als Disney+ star­tete, gab es nicht nur bei Disney+ selbst ein Rabatt-Angebot, sondern auch bei der Deut­schen Telekom. Das veran­lasste viele Inter­essenten, die bereits das Sonder­angebot bei Disney+ gebucht hatten, dieses "auf Eis" zu legen und noch den Rabatt über die Telekom mitzu­nehmen. Im September schrieb uns ein Betrof­fener:

Ich habe noch etwas zum Thema Disney. Als die Telekom am Anfang die sechs Monate kostenlos raus­brachte, hatten ja viele, sowie ich auch, das erste Jahr schon für 59 Euro gekauft. Dann wurde aus Kulanz gesagt, wir pausieren das Jahr und nach den sechs Monaten geht es weiter. Sie brau­chen sich um nichts kümmern. Mitt­ler­weile bucht die Telekom das Geld ab. Hab ich gekün­digt. Das Jahr für 59 Euro ist auch weiter­gelaufen, sodass die sechs Monate auch verloren sind. Zu Beginn stand alles richtig in der App. Disney sagte gestern, dass viele Telekom-Kunden ange­rufen haben, und die im Moment keine Lösungen haben. [...] Dann kann das ja so gut mit der Abrech­nung bei Disney nicht laufen.
Wir ließen uns die Kunden­daten des Lesers schi­cken und nahmen sowohl mit der Deut­schen Telekom als auch mit Disney in der Sache Kontakt auf. Die Telekom reagierte recht schnell, und der Leser berich­tete: "Die Telekom hat mich eben kontak­tiert. Wir haben uns darüber unter­halten. Sie sehen den Fehler auch bei Disney. Sie schreiben mir auf Kulanz 60 Euro auf mein Konto gut." Disney meldete sich auch bei unserer Redak­tion und versprach, sich um die Sache zu kümmern. Die Telekom bestä­tigte Ihre Auffas­sung uns gegen­über, dass Disney für die Probleme verant­wort­lich sei. Mitte November konnte der Leser schließ­lich melden: "Nach der ganzen Zeit hat sich Disney heute bei mir gemeldet. Sie haben meinen Vertrag jetzt um sechs Monate verlän­gert."

Wer als gleich­zei­tiger Kunde von Telekom und Disney+ also ähnliche Probleme hatte, sollte nicht zögern und den Kunden­ser­vice beider Unter­nehmen kontak­tieren. Sky Q und Netflix: Warten auf händische Integration durch Kundenservice Sky Q und Netflix: Warten auf händische Integration durch Kundenservice
Bild: Sky, Bearbeitung: teltarif.de

Fall 2: Sky Q und Netflix

Netflix wurde bereits im November 2018 in Sky Q inte­griert. Doch offenbar hat das Mitbringen eines bereits bestehenden Netflix-Accounts seit zwei Jahren für zahl­reiche Kunden nicht ordnungs­gemäß funk­tio­niert. Anfang November schrieb uns ein betrof­fener Sky-Kunde:

Ich verfolge schon seit Jahren eure Berichte. Aktuell habe ich ein Problem mit der Akti­vie­rung von Netflix über Sky. Mehrere Akti­vie­rungs­ver­suche über die Home­page und Kunden­hot­line blieben erfolglos. Schluss­end­lich habe ich mich in der Sky-Commu­nity mit dem Problem gemeldet und hoffe nun auf eine Lösung. Dabei musste ich fest­stellen, dass ich mit meinen Problemen nicht alleine bin und anschei­nend den Sky-Kunden nur über dieses Forum geholfen werden kann. Könnt ihr euch das mal anschauen und ggf. mit Sky in Kontakt treten? Das kann doch norma­ler­weise so nicht laufen.
Ein Blick auf den vom Leser zuge­sandten Foren­ein­trag offen­bart inzwi­schen weit über 1000 Einträge, anschei­nend muss dort jeder Problem­fall vom Kunden­ser­vice einzeln geprüft und gelöst werden. Als wir an Sky schrieben und fragten, wie lange das noch so gehen soll, antwor­tete uns ein Sky-Spre­cher:
Wir bedauern die Unan­nehm­lich­keiten und arbeiten bereits an einer Lösung, um den betrof­fenen Kunden so bald wie möglich eine fehler­freie Akti­vie­rung ihres Netflix-Accounts auf Sky Q zu ermög­lichen. Bis dahin haben die betrof­fenen Kunden die Möglich­keit, mithilfe des Sky Kunden­ser­vice ihre Account zu akti­vieren. Der Kunden­ser­vice ist über Telefon, das Online-Kontakt­for­mular, per Chat und Messenger erreichbar.
Auch hier besteht momentan also die einzige Lösung des Problems darin, den Kunden­ser­vice zu kontak­tieren und das Problem "per Hand" lösen zu lassen.

In einem sepa­raten Ratgeber verraten wir, was Amazon, Netflix, Sky, Spotify und Co. für die gemein­same Nutzung eines Abos zulassen und wann dem Nutzer eine Sperre droht.

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