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Google TV: Neue Fernbedienung vorgestellt

In Koope­ration mit Ohsung Elec­tro­nics hat Google ein neues Refe­renz­design für seine Google TV-Fern­bedie­nung vorge­stellt. Sie soll die Navi­gation inner­halb des Betriebs­sys­tems intui­tiver gestalten und wird in zwei verschie­denen Versionen ange­boten.
Von Björn König

Mit dem Amazon Fire TV oder Google Chro­mecast gibt es am Markt sehr leis­tungs­fähige Strea­ming-Player, welche in Deutsch­land auch häufig genutzt werden. Vor allem Google TV gilt seit dem Neustart als sehr intuitiv. Eine große Rolle spielt dabei natür­lich die Fern­bedie­nung. Bei Google macht man sich nun schon seit einiger Zeit Gedanken darüber, wie man diese Fern­bedie­nung noch weiter verbes­sern kann. Ein entspre­chendes Refe­renz­design wurde nun in Koope­ration mit dem südko­rea­nischen Hersteller Ohsung Elec­tro­nics vorge­stellt, berichtet Digital TV Europe.

Verfügbar in zwei Vari­anten

Bild: Ohsung Electronics Das Referenzdesign der Google TV-Fernbedienung von Ohsung Electronics
Bild: Ohsung Electronics
Die Fern­bedie­nung ist in zwei verschie­denen Konfi­gura­tionen verfügbar, beide Modelle setzen auf eine Tasten­steue­rung mit Fokus auf den Google Assistant. In der klei­neren G10-Vari­ante arbeitet ein Telink 8271 Chip­satz mit zerti­fizierter Google-Firm­ware und 22 Tasten. Das größere Modell G20 kommt eben­falls mit einem Telink 8271-Chip­satz, unter­stützt aber dafür mit 38 Funk­tions­tasten auch die direkte nume­rische Sender­anwahl sowie weitere Smart TV-Funk­tionen. Beide Fern­bedie­nungen sind in den Farben "Rock Candy" und "Dark Anthra­cite" verfügbar.

Die Firm­ware wiederum wurde in Koope­ration mit Telink Semi­con­ductor Ltd. entwi­ckelt. Mit der Part­ner­schaft setzt Google vor allem auf kürzere Entwick­lungs­zyklen und eine schnel­lere Markt­ein­füh­rung. Dies dürfte für Google gerade auch mit Blick auf die zuneh­mende Verbrei­tung von Google TV auf Smart TVs immer wich­tiger werden, auch auf neuen Strea­ming-Boxen von Nokia spielt Android TV eine Rolle.

Watch­list im Mittel­punkt

Gerade mit Blick auf die immer größer werdende Zahl von Strea­ming-Diensten spielen Watch­lists eine zuneh­mend wich­tigere Rolle. Deshalb verfügen beide Modelle über einen Shortcut-Button für die Google TV Watch­list-Funk­tion. Neben den zuvor genannten Direkt­wahl­tasten für Live TV gibt es mit dem Google Assistant, YouTube und Netflix vorbe­legte Tasten, die auch schon aus den aktu­ellen Fern­bedie­nungen für Android bzw. Google TV bekannt sind.

Aktuell befinden sich beide Fern­bedie­nungen noch in einem Test­zyklus, durch die Zusam­men­arbeit mit Ohsung soll es aber zu einer schnellen Markt­ein­füh­rung kommen. Spätes­tens mit der Vorstel­lung des nächsten Chro­mecasts bzw. der kommenden Gene­ration von Smart TVs mit Google TV sollte die Fern­bedie­nung und ihren erwei­terten Funk­tionen dann auch bei anderen Herstel­lern verfügbar sein. Da sich der aktu­elle Test jedoch offen­sicht­lich ebenso auf ältere und bereits verfüg­bare Android-TV-Devices bezieht, könnte man davon ausgehen, dass künftig auch bereits vorhan­dene Smart TVs kompa­tibel sind.

Google erobert das Wohn­zimmer

Google setzt in den kommenden Jahren auf Wachstum im Bereich Google TV. Vor allem mit den Smart TV-Part­ner­schaften und dem über­arbei­teten Chro­mecast will man Amazon angreifen. Der US-Shop­ping­kon­zern domi­niert auch in Deutsch­land mit seinem Fire-TV-Betriebs­system den Strea­ming-Markt. Dabei setzt Amazon grund­sätz­lich eben­falls auf ein Android-Betriebs­system, welches jedoch mit einer modi­fizierten Nutzer­ober­fläche ausge­stattet ist. Erst kürz­lich wurde diese sogar einem umfang­rei­chen Relaunch unter­zogen und ist nun auch optisch mit Google TV zu verglei­chen.

Für Nutzer von Amazon Prime Video kann jedoch die Fire-TV-Platt­form nach wie vor punkten, insbe­son­dere gilt dies für die "frei­hän­dige" Sprach­steue­rung auf dem Fire TV Cube. In diesem Bereich hat Google trotz seines Assistant noch Opti­mie­rungs­bedarf.

In einem weiteren Artikel haben wir getestet, ob sich der Kauf eines güns­tigen Fern­sehers mit Android lohnt.

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