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Amazon will kostenloses Video-on-Demand-Portal starten

Amazon will einem Medienbericht zufolge nach dem kostenpflichtigen Streaming von Inhalten auch ins Gratis-Streaming-Geschäft einsteigen. Damit reagiert man auf kommende kostenlose Video-on-Demand-Angebote von Konkurrenten.
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Gibt es bald ein kostenloses VoD-Portal von Amazon?Gibt es bald ein kostenloses VoD-Portal von Amazon? Der US-Gigant Amazon will einem Medienbericht zufolge nach dem kostenpflichtigen Streaming von Inhalten auch ins Gratis-Streaming-Geschäft einsteigen und ein kostenloses neues Video-on-Demand-Portal an den Start bringen. Der Service soll werbefinanziert sein und vor allem ältere Fernsehserien anbieten. Vorerst soll er nur auf Amazon-Geräten wie dem Fire TV verfügbar sein. Das berichtet die österreichische Tageszeitung "Der Standard" und beruft sich dabei auf Firmeninsider gegenüber dem meist gut informierten Branchendienst "The Information".

Werbefinanzierte Gratis-Inhalte als lukratives Geschäfstmodell

Für Amazon ergäbe ein derartiger Dienst Sinn, argumentierten Analysten. Das Unternehmen Fast Company weise etwa darauf hin, dass Werbeeinnahmen bereits ein milliardenschweres Geschäft für den Onlinehändler sind, hieß es.

Durch eine gezielte Datensammlung über die Nutzer könnte Amazon Werbevideos schalten, die auf die Zielgruppe zugeschnitten seien und auch Werbung für seine kostenpflichtigen Premium-Angebote machen. Weitere Details zum Vorhaben fehlen jedoch noch.

Ein kostenloses Streaming-Portal von Amazon wäre in jedem Fall eine logische Konsequenz. Im Audio-Bereich haben Kunden längst die Möglichkeit zwischen kostenlosen, werbefinanzierten und kostenpflichtigen Diensten zu wählen. Ein Beispiel ist der Musikstreamer Spotify. Auch im Video-on-Demand-Geschäft könnten Gratis-Angebote künftig den kostenpflichtigen das Leben schwer machen. So planen private und öffentlich-rechtliche Fernsehsender in Deutschland aktuell ein senderübergreifendes Streaming-Portal.

Außerdem sind kostenlose Köder für kostenpflichtige Premium-Angebote kein Novum. Beispiel: Der unverschlüsselt verbreitete Sportnachrichtensender "Sky Sport News HD", der in seinem Programm viel Werbung für die Pay-Angebote von Sky ausstrahlt.

Mit einer Hinwendung zu Werbung würde sich die Branche dem klassischen Fernsehen annähern, heißt es im "Standard" weiter.

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