Umfrage

Meistgewünschte Technik: DAB+-Radios und Streaming-Lösungen

Laut einer Umfrage wollen sich zahlreiche Deutsche in naher Zukunft neue Technik­produkte anschaffen. Ganz oben auf der Wunsch­liste stehen Musik­streaming-Lösungen und Digital­radios mit DAB+. Smart­watches sind dagegen noch nicht so stark gefragt.
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Streaminglösungen und Digitalradios mit DAB+ gehören zu den aktuell am meisten gefragten Technikartikeln in deutschen Haushalten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie, die im Auftrag der gfu Consumer & Home Electronics GmbH von Value_A Marketing Intelligence durchgeführt wurde. 1 000 Haushalte in Deutschland wurden über Einstellung, Nutzungs­verhalten und Kaufabsichten in Zusammenhang mit Technik-Produkten befragt.

Streaming-Hardware Spitzenreiter, doch auch Radios erleben Renaissance

DAB+-Radios gehören zu den Technik-Wünschen der DeutschenMusik­streaming-Lösungen und Digital­radios mit DAB+ sind die am meisten gewünschten Technik­artikel. Die DUAL Radio Station IR6 kann beides. Spitzenreiter sind Lösungen für das Musik-Streaming im Haus. Rund ein Viertel der Deutschen (24 Prozent) wünscht sich ein solches Gerät. Zu dieser Produkt­kategorie gehören etwa Netzwerk- und Mediaplayer, aber auch Bluetooth-Lautsprecher. Streaming­dienste wie Spotify, Napster oder das neu gestartete Apple Music liegen voll im Trend. Viele Bundesbürger wollen die Dienste nicht nur auf dem Smartphone oder am PC, sondern auch auf der HiFi-Anlage im Wohnzimmer bzw. in Küche, Bad oder Schlafzimmer nutzen.

Auf dem zweiten Platz der meistgewünschten Technikartikel landen - gleichauf mit Smartphones und Saugrobotern - Digitalradios mit DAB+. 22 Prozent der Bundes­bürger gaben laut der Umfrage den Wunsch an, in naher Zukunft eines oder mehrere Geräte aus dieser Kategorie kaufen zu wollen. Für Markt­beobachter ist das Ergebnis überraschend, sahen viele doch durch netzwerk­taugliche Geräte wie Smartphones oder Tablets das Ende der klassischen Radiogeräte-Ära gekommen. Viele Deutsche denken aber offenbar darüber nach, ihren alten Bestand an UKW-Radios sukzessive durch modernere Digitalradios zu ersetzen, obwohl die alten Geräte noch funktionieren. Rauschfreiheit und das in vielen Regionen bereits größere Programm­angebot dürften hierfür ausschlag­gebende Indikatoren sein.

Dass Smartphones in der Statistik nur gleichauf mit Digital­radios oder Saug­robotern liegen, dürfte der Tatsache geschuldet sein, dass die meisten Befragten bereits ein oder mehrere Gadgets besitzen. Häufig werden subventionierte oder gar kosten­freie Smartphones automatisch nach Ablauf eines alten und Beginn eines neuen Vertrages ausgetauscht, ohne dass der Kunde ein neues Gerät kaufen muss.

Nur 16 Prozent wollen sich eine Smartwatch anschaffen

Relativ schwach ist das Interesse der Umfrage zufolge noch bei Smartwatches. Nur 16 Prozent gaben an, sich eine solche internetfähige Armbanduhr kaufen zu wollen. Allerdings fand die Umfrage nur kurz nach dem Verkaufs­start der Apple Watch statt. Inzwischen könnte das Kaufinteresse höher sein.

Weitgehend gesättigt ist auch der Fernsehgerätemarkt. Nur 15 Prozent der Deutschen wollen sich in naher Zukunft ein neues TV-Gerät anschaffen - nach elektrischen Küchen­geräten, E-Book-Readern (21 Prozent) sowie 3D-Druckern oder intelligenten Gesundheits­geräten (je 17 Prozent). Möglicher­weise steigt hier das Interesse wieder, sobald mehr 4K/Ultra-HD-Kanäle auf Sendung gegangen sind. Auch durch die beiden sportlichen Großevents im kommenden Jahr - die Fußball-Europa­meister­schaft (UEFA Euro 2016) in Frankreich sowie die Olympischen Sommerspiele in Rio - dürfte die Nachfrage nach neuen Fernseh­geräten wieder nach oben steigen.

Kauf nur, wenn Mehrwert sichtbar

Insgesamt stünden Technikprodukte laut gfu bei Konsumenten weiterhin hoch im Kurs, doch die umworbenen Käufer machen nicht unbedingt jeden Trend mit. Gekauft wird erst, wenn der persönliche Mehrwert einer Neuerung erkannt wird und der Nutzen größer erscheint als die Bedenken. Besonders eng beieinander liegen Skepsis und Begeisterung bei digitalen Vernetzungs­produkten. Das Dauerthema Daten­miss­brauch bei Smart-Home- oder SmartTV-Geräten beeinflusse auch diesen Markt.

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