Läuft wieder

Swisscom: Großstörung für Mobile-Kunden im Ausland (behoben)

Der Alptraum jedes renom­mierten Mobil­funk­an­bieters: Ein zentrales Element des inter­nationalen Part­ners der Schweizer Swisscom war gestört. Seit ca. 18 Uhr läuft es wieder.

Swisscom Chef Urs Schaeppi hat aktuell ein Netzproblem. Das Gateway in ausländische Netze ist gestört. Es wird bereits an der Lösung gearbeitet. Swisscom Chef Urs Schaeppi hat aktuell ein Netzproblem. Das Gateway in ausländische Netze ist gestört. Es wird bereits an der Lösung gearbeitet.
Foto: Picture Alliance / dpa
Ab und zu berichten wir über die "NATEL Prepaid"-Karten des Schweizer Mobil­funk­anbie­ters Swisscom. Diese Karten sind beispiels­weise beim Einsatz in Deutsch­land ganz hilf­reich, da man sich bei Bedarf in alle deut­sche Netze einbu­chen kann. Diese Option hatte früher der Mobil­funk­anbieter VIAG Interkom (heute Telefónica o2) seinen Kunden seri­enmäßig ange­boten, aber später aus Kosten- und tech­nischen Gründen aufge­geben.

Störung seit heute 14:21 Uhr

Swisscom Chef Urs Schaeppi hat aktuell ein Netzproblem. Das Gateway in ausländische Netze ist gestört. Es wird bereits an der Lösung gearbeitet. Swisscom Chef Urs Schaeppi hat aktuell ein Netzproblem. Das Gateway in ausländische Netze ist gestört. Es wird bereits an der Lösung gearbeitet.
Foto: Picture Alliance / dpa
Doch seit heute Mittag etwa 14:21 Uhr waren alle Mobil­funk­anschlüsse der Schweizer Swisscom, die sich zu dieser Zeit im Roaming-Modus im Ausland befinden, nicht erreichbar. Sie konnten sich auch in kein auslän­disches Netz des besuchten Landes einbu­chen.

Wer aus dem deut­schen Mobil­funk- oder Fest­netz eine Schweizer Swisscom Nummer anrufen wollte (Stan­dard-Vorwahl 0041 79, sofern es keine portierte Rufnummer ist), bekam entweder ein "Gassen­besetzt" (schnelles Besetzt­zeichen) zu hören oder sogar die (falsche) Ansage, dass die Nummer nicht exis­tiere.

Auch Schweizer Kunden in der Schweiz teil­weise betroffen

Auch Gespräche vom "Natel" (Schweizer Begriff für Mobil­telefon) bei Aufent­halt im Schweizer Netz mit Ziel nach Frank­reich und Belgien, sowie der SMS-Versand in auslän­dische Netze waren nicht möglich. Das Internet-Portal allestörungen.de meldete einen deut­lichen Anstieg von Störungen.

Wie uns die Pres­sestelle von Swisscom auf Anfrage mitteilte, lag das Problem beim inter­natio­nalen Carrier-Partner der Swisscom, die darum bat, die Beein­träch­tigung zu entschul­digen.

Swisscom bietet seinen Kunden einen Service, um zu erfahren, ob es eine Störung gibt oder wann diese behoben ist. Dazu kann ein Kunde auf der Seite swisscom.ch/status ganz nach unten scrollen und sich sogar per SMS an eine Schweizer Mobil­funk-Rufnummer infor­mieren lassen, wenn die Störung wieder behoben ist. Für Kunden der Swisscom im Ausland steht die Hotline unter der Rufnummer +41 86 286 1212 (zum Preis für einen Anruf in die Schweiz, je nach Tarif des verwen­deten Anbie­ters) zur Verfü­gung, die wahl­weise in deut­scher, fran­zösi­scher oder italie­nischer Sprache erreichbar ist.

Update von 20.33 Uhr

Um 19.33 Uhr traf eine SMS der Swisscom bei Kunden, die sich dafür ange­meldet hatten, ein: "Am Montag, den 2. März waren die Mobile Roaming Dienste ab 14.20 Uhr aufgrund einer Störung im Ausland nicht verfügbar. Seit 17.53 Uhr sind tele­fonieren, SMS versenden und Daten­verbin­dungen im Ausland größ­tenteils wieder möglich. Swisscom"

Damit nicht genug: Gegen 20.27 erreichte uns eine weitere SMS, dass die Störung nun "voll­umfäng­lich" behoben sei.

In der Tat. Schon gegen 18 Uhr war es uns gelungen, nach einem Handy-Neustart wieder in ein deut­sches Netz unserer Wahl einzu­buchen (Default wählte die Karte meist Vodafone.de, was vom genutzten Endgerät und dem Aufent­haltsort abhängen kann) Auch nicht im Netz befind­liche Swisscom-SIM-Karten waren wieder verfügbar ("Bitte rufen Sie später an. Der gewünschte Teil­nehmer kann im Moment nicht erreicht werden.")

Die Swisscom hatte in den letzten Tagen einige Störungen auch im Fest­netz zu verkraften. Sie seien bei "Wartungs­arbeiten" aufge­treten. Um welche Wartungen es sich dabei handelte, wurde nicht bekannt. Swisscom verwendet in seinem Mobil­funk-Netz seit dem Netz­start über­wiegend Technik von Ericsson. Welche Technik der inter­natio­nale Partner Belgacom Inter­national Carrier Services (BICS) in Belgien verwendet, ist nicht bekannt. Die Swisscom ist (gemeinsam mit der südafri­kani­schen MTN-Gruppe) an BICS betei­ligt.

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