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One Smart Star: Das steckt hinter Hotline mit dem Stern in der Nummer

Hinter der möglichen Einführung von Hotline-Nummern, die mit einem Stern beginnen, steckt offenbar die Firma "One Smart Star". Nach eigenen Angaben besitzt das Unternehmen ein Patent auf das Verfahren und will *-Nummern in vielen Ländern weltweit etablieren.
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Webseite von OSSN in ÖsterreichWebseite von OSSN in Österreich Der Wunsch nach der Einführung von *-Nummern in Deutschland geht wohl auf den Wunsch einer Firma zurück, die nach eigenen Angaben dafür ein Patent hält. "One Smart Star" ("Ein kluger Stern") nennt sich das Unternehmen, das nach eigenen Angaben bereits 2005 gegründet wurde und in 15 Ländern weltweit bereits tätig ist.

Bei One Smart Star handele es sich um ein "patentgeschütztes, innovatives Produkt", so das Unternehmen. In den nächsten Jahren will man es in 40 Ländern anbieten. Einige internationale Unternehmen hätten nach der Einführung einer solchen *-Nummer einen Traffic-Zuwachs von 20 Prozent binnen drei Monaten verzeichnet, heißt es seitens des Unternehmens.

Nutzung auch per SMS möglich

Registrierungen sind zumindest in Österreich, das auch von der deutschen Bundesnetzagentur als Vorbild genommen wird, über OSSN (so der Kurzname der Firma) möglich. OSSN kümmere sich um die Registrierung der Kurzwahlnummer beim Regulierer und die sonstigen Formalitäten. Sollte noch keine 0800-Nummer vorhanden sein, die zwingend als Ziel genutzt werden muss, so kann diese auch über OSSN eingerichtet werden.

In Österreich lassen sich die *-Nummern auch für SMS nutzen. Wer also ein Taxi rufen will, ruft entweder *TAXI (also*8294) an oder schickt eine SMS mit dem Standort an *TAXI. Sogar per E-Mail ließe sich der Service nutzen, verspricht OSSN. Das hat allerdings wenig mit der Firma zu tun, denn eine E-Mail-Adresse wie im österreichischen Beispiel *taxi@taxi.at könnte sich der Inhaber der Domain taxi.at auch ohne die *-Kurzwahl einrichten einrichten - er würde es nur nicht tun, weil die E-Mail-Adresse mit dem Stern nicht gerade üblich ist.

Kein Dienst für Privatkunden

Auch in Deutschland will OSSN sich wohl um einen Marktstart kümmern, eine deutsche Webseite wurde schon eingerichtet. Das Unternehmen finanziert sich anscheinend durch monatliche Kosten, die das beauftragende Unternehmen zahlen muss. Privatkunden gehören nicht zur Zielgruppe des Unternehmens für den Dienst - bei ihnen wäre auch das Anrufaufkommen und wohl auch die Zahlungsbereitschaft zu gering. Zudem sind die Nummern aufgrund ihrer Kürze endlich womit gar nicht genügend Rufnummern für alle Privatkunden vorhanden wären. Doch angerufen werden soll sie natürlich von Privatkunden. Wie die Meinung der Branche zu dem Thema ist, lesen Sie in einer Meldung mit einer Stellungnahme des VATM.

Image-Video von OSSN aus Österreich

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