Satelliten-Internet

500 Euro: Scheuer fördert deutsche Starlink-Kunden

Internet per Satellit ist eine Alter­native in Gegenden ohne anderen Breit­band-Zugang. Seit wenigen Monaten füllt Star­link dies­bezüg­lich eine wich­tige Lücke. Die Bundes­regie­rung will nun Kunden in länd­lichen Gebieten fördern.

Die Förderung vom Staat bezieht sich nur auf die einmalige Anschaffung des Starlink-Terminals Die Förderung vom Staat bezieht sich nur auf die einmalige Anschaffung des Starlink-Terminals
Bild: Starlink
Nachdem im Februar für das Satel­liten-Internet von Star­link die Bestell-Home­page frei­geschaltet worden war, trafen im März die ersten Termi­nals bei deut­schen Kunden ein. Inzwi­schen wurden der Empfang verbes­sert sowie der Down­stream erhöht; es hat sich aber auch heraus­gestellt, dass das Terminal ein echter Strom-Sauger ist.

Nun wurde ein Bericht darüber bekannt, dass auch die Bundes­regie­rung das Satel­liten-Internet von Star­link als will­kom­mene Breit­band-Alter­native sieht für deut­sche Bürger, die nach wie vor in der Breit­band­wüste sitzen. Bundes­minister Andreas Scheuer arbeitet offenbar an einem Förder­pro­gramm für poten­zielle Star­link-Kunden. Die Förderung vom Staat bezieht sich nur auf die einmalige Anschaffung des Starlink-Terminals Die Förderung vom Staat bezieht sich nur auf die einmalige Anschaffung des Starlink-Terminals
Bild: Starlink

Monat­liche Kosten muss Kunde selbst über­nehmen

Über die Pläne des Bundes­minis­teriums für Verkehr und digi­tale Infra­struktur berichtet heute das Handels­blatt. Laut dem Bericht will die Regie­rung Haus­halten in länd­lichen Gebieten Gutscheine für Star­link zur Verfü­gung stellen. Das Programm soll in wenigen Wochen anlaufen. Bezu­schusst werden offenbar die Ausgaben für die Anschaf­fung der tech­nischen Ausrüs­tung und Instal­lation.

Die Höhe des Zuschusses soll einmalig 500 Euro betragen. Das würde genau die Anschaf­fungs­kosten für eine Satel­liten­schüssel von Star­link abde­cken - aber nicht mehr. Für die monat­liche Grund­gebühr von 99 Euro sowie die zusätz­lichen Strom­kosten von bis zu 290 Euro jähr­lich müssten die Kunden selbst aufkommen. Das Minis­terium stellt klar, dass der Staat außer der einma­ligen Anschaf­fung des Termi­nals keine weiteren Kosten über­nimmt.

Bundes­minister Andreas Scheuer hat gegen­über dem Handels­blatt offenbar von 200.000 Haus­halten gespro­chen, die geför­dert werden können. Star­link könnte damit rein rech­nerisch eine indi­rekte "Förde­rung" durch den deut­schen Staat von bis zu 100 Millionen Euro einkal­kulieren. Bundes­ver­kehrs­minister Andreas Scheuer und Star­link-Gründer Elon Musk haben sich dem Bericht zufolge vor wenigen Tagen auf der Baustelle des Tesla-Werks in Bran­den­burg getroffen und über das Projekt gespro­chen. Über die Förde­rung weiterer Anbieter von Satel­liten-Internet-Lösungen, beispiels­weise aus Deutsch­land, wurde bislang nichts bekannt. Ein weiterer Anbieter ist beispiels­weise Eutelsat Konnect.

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