Finanziert

St. Helena bekommt Glasfaseranschluss

Die durch die Verbannung Napoleons bekannt gewordene Atlantik-Insel St. Helena bekommt schnelle Glasfaser. Die EU Kommission stiftet 21,5 Millionen Euro.
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Wir haben bereits über die "Napoleons"-Insel St. Helena im Südatlantik berichtet, die sich seit langem mit Hilfe des deutschen Telekommunikations-Experten Christian von der Ropp um einen Glasfaseranschluss für schnelles Internet bemüht. Zahlreiche Gespräche und Besuche in Großbritannien und Kontaktaufnahme zu möglichen Satelliten-Bodenstationsbetreibern, die alle superschnelles Internet brauchen, im Verlauf der letzten 6 Jahre haben schließlich gewirkt.

Am 20. Juni um 16 Uhr (MESZ) unterzeichneten in Brüssel Mrs. Kedell Worboys, die Vertreterin der Regierung von St. Helena (SHG) in Großbritannien gemeinsam mit der EU-Direktorin für Lateinamerika und die Karibik, sowie Generaldirektorin für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, Jolita Butkeviciene, die Finanzierungsvereinbarung aus dem 11. europäischen Entwicklungsfonds (EDF). Das war der letzte noch notwendige Schritt, um Finanzierung durch die Europäische Gemeinschaft zu sichern.

Das Glasfaserkabel nach St. Helena kann gelegt werden. Die EU fördert den Bau mit 21,5 Millionen Euro.Das Glasfaserkabel nach St. Helena kann gelegt werden. Die EU fördert den Bau mit 21,5 Millionen Euro.

Hilfe durch die Europäische Union

Der Bau eines Glasfaserkabels nach St. Helena wird von der EU mit 21,5 Millionen Euro gefördert. Dazu wird, wie bereits berichtet, in ein noch zu verlegendes Glasfaser-Seekabel von Afrika nach Südamerika eine Abzweigung eingebaut, die schnelles Internet nach St. Helena bringen wird. Bei dieser Gelegenheit sollen auch weitere Leitungen nach Ascension Island und auf die Insel Tristan da Cunha gelegt werden, die ebenfalls von der EU unterstützt werden. Der Baubeginn des Seekabels soll schon im nächsten Jahr sein, mit der Fertigstellung wird in der zweiten Jahreshälfte 2020 gerechnet.

Der Finanzminister der Insel St. Helena, Dax Richards freut sich, dass damit ein Schlussstrich unter ein dickes Stück Arbeit gezogen werden konnte. Das sei ein riesiger Schritt für St. Helena und bringe wesentliche Fortschritte bei der Schaffung von schnellem Netzzugang auf die Insel. Richards und die Regierung von St. Helena dankten der Europäischen Kommission, die mit St. Helena immer "im Geiste der Partnerschaft zusammengearbeitet" habe. Insgesamt erwartet die Inselregierung vom schnellen Internet eine bessere Gesundheitsversorgung und eine bessere wirtschaftliche Entwicklung, was auch das bisherige Gefühl der "Isolation" beseitigen könne.

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