Massenspeicher

Solid State Drive: Vor- und Nachteile von Flash-Festplatten

Mit Gratis-Tools die Schreib- und Leserate einer SSD ermitteln
Von mit Material von dpa

Das zeigt sich dann zum Beispiel im Speichersystem: Löschen Anwender unter Windows Daten, bleiben diese üblicherweise zunächst auf der Festplatte erhalten - das Betriebssystem lässt nur den Verweis darauf verschwinden. Die Dateien sind aber noch auf der Festplatte gespeichert. Erst wenn der Platz tatsächlich benötigt wird, werden sie überschrieben. Bei SSDs funktioniert das nicht: Hier müssen Speicherblöcke zunächst komplett gelöscht werden, bevor sie sich neu beschreiben lassen. Windows 7 beherrscht diese Technik aber und teilt der SSD mit, welche Speicherblöcke die Platte löschen darf.

Viele SSDs enthalten aber auch eigene Techniken, mit der sie Speicherblöcke selbstständig freiräumen und löschen können. Diese Technik trägt die Bezeichnung "Garbage Collection". Ob die eigene Platte dieses Feature unterstützt, lässt sich mit der Software CrystalDiskInfo herausfinden. In der Zeile "Supported Features" zeigt das Programm, was das eingebaute SSD-Modell alles kann. Idealerweise taucht hier auch das Kürzel TRIM auf. TRIM ist ein Befehl, mit dem ungenutzte Datenblöcke auf Speichermedien markiert werden, um sie für einen erneuten Beschreibungsvorgang zu kennzeichnen. Unterstützt eine SSD kein TRIM, sinkt ihre Leistung, je mehr Daten auf dem System gespeichert sind. TRIM ist allerdings eine Funktion, die auch das Betriebssystem beherrschen muss. Neben Windows 7 tun das auch Linux ab Kernel 2.6.33 und Mac OS X 10.6.8.

Ob der SSD die Zukunft gehört, ist noch nicht sicher. Eine aktuelle Studie der University of California in San Diego zum Thema Flashspeicher zeigt zwar, dass die Datendichte auf SSDs in Zukunft wachsen könnte - das bedeutet steigende Kapazitäten und niedrigere Preise, schreiben die Autoren. Gleichzeitig könnten die schnellen und leisen Festplatten dadurch an Geschwindigkeit und Lebensdauer verlieren.

SSD-Transferraten überprüfen mit Gratis-Tools

Nach der Installation des Betriebssystems auf einer SSD sollten Benutzer die Geschwindigkeit des Speichers messen. Hilfreich ist dabei die Freeware AS SSD Benchmark. Eine Installation ist nicht notwendig, das Programm kann direkt von einer Festplatte oder einem USB-Stick aus starten. Neben der gemessenen Geschwindigkeit zeigt AS SSD Benchmark auch an, ob das Betriebssystem optimal für SSDs angepasst ist.

Gute Dienste zur Messung der Transferraten bei allen Flash-Speichern leistet auch das Gratis-Tool CrystalDiskMark, das die sequentielle Schreib- und Leserate des Speichers ermittelt. Das Programm kann auch die Schreib- und Lesegeschwindigkeit von USB-Sticks ermitteln.

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