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Apple-Manager: Düstere Zukunftsaussichten für Spotify

Apple-Manager Jimmy Iovine sieht Probleme für den Musikstreaming-Marktführer Spotify, da dieser keine zusätzlichen Einnahmen habe. Hier seien Apple, Amazon oder Google in einer besseren Position.
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Apple-Manager sieht düstere Zukunft für SpotifyApple-Manager sieht düstere Zukunft für Spotify Der Musikstreaming-Markt ist noch recht neu. Dennoch mussten erste Anbieter - etwa das aus Deutschland stammende Simfy oder auch das amerikanische Rdio - ihren Betrieb schon wieder einstellen. Beiden Unternehmen war es nicht gelungen, kostendeckend zu arbeiten oder gar Gewinne einzufahren. Auch die Zukunft des Musikstreamings ist nach Ansicht des Apple-Music-Managers Jimmy Iovine nicht unbedingt rosig.

Iovine erklärte gegenüber dem Fachmagazin Billboard, dass beispielsweise das Geschäftsmodell von Spotify langfristig nicht funktionieren könne. In der Tat schreibt der schwedische Musik-Flatrate-Anbieter nach wie vor rote Zahlen - und das, obwohl die Schweden mit 60 Millionen zahlenden Kunden nach wie vor unangefochtener Marktführer unter den Musikstreaming-Providern ist.

Einige Spotify-Mitbewerber sind im Vorteil

Der Apple-Manager erklärte weiter, dass Mitbewerber deutlich bessere Chancen auf dem Markt hätten, da diese eben nicht ausschließlich auf den Verkauf der Musikstreaming-Abonnements setzen würden. Stattdessen hätten Dienstleister wie Apple, Amazon oder Google noch weitere Geschäftsfelder. Das Musikstreaming spiele für die "Großen" nur eine untergeordnete Rolle.

Apple Music ist mit mehr als 30 Millionen zahlenden Kunden die Nummer zwei auf dem Markt. Anders als bei Spotify gibt es allerdings kein kostenloses, werbefinanziertes Musikstreaming-Angebot. Einzige Ausnahme ist das lineare Radioprogramm Beats 1, das Apple nahezu weltweit anbietet und in seine Musik-Flatrate integriert.

Beim Musikstreaming fehlt es an exklusivem Content

Wie Iovine weiter ausführte, verdiene Apple neben dem Musikgeschäft Geld etwa durch den Verkauf von iPhone und iPad, Amazon sei mit seinen Prime-Abonnements sehr erfolgreich. Es gebe aber durchaus auch Streaming-Anbieter, die langfristig erfolgreich sein können. Ein Beispiel sei Netflix, das sich durch zahlreiche Eigenproduktionen von den Mitbewerbern abhebe. Solche Unterschiede gebe es beim Musikstreaming aber nicht. Hier hätten alle Anbieter recht ähnlichen Content.

Noch schlechter könne es für Spotify aussehen, wenn beispielsweise Amazon seine Musik-Flatrate plötzlich für 7,99 Dollar anstelle der bisher bei nahezu allen Anbietern üblichen 9,99 Dollar anbiete. In diesem Moment hätte Spotify laut Iovine ein großes Problem. Die Argumentation ist durchaus schlüssig, zumal die Schweden schon unter den aktuellen Marktbedingungen defizitär sind, sich aber Preissenkungen - anders als die großen Player - wohl nicht leisten können.

Aktuell versuchen nahezu alle Musikstreaming-Anbieter, mit kurzzeitigen Preisaktionen weitere zahlende Kunden zu gewinnen. Details dazu haben wir bereits einer weiteren Meldung zusammengetragen.

Übrigens: Einige Tipps und Tricks zu teilweise weniger bekannten Features von Spotify haben wir in einem Ratgeber zusammengestellt.

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