Musik-Streaming

Offiziell: Spotify schränkt Musik für Free-Account ein

Spotify will mehr Kunden für seine Premium-Abonnements und bietet manche Alben für Free-Accounts künftig später an. Singles sind von den Einschränkungen nicht betroffen.
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Spotify ist Marktführer im Bereich der MusikstreamingdiensteSpotify ist Marktführer im Bereich der Musikstreamingdienste Vor einigen Wochen gab es Hinweise darauf, dass Spotify mehr Kunden dazu bewegen möchte, das kostenpflichtige Premium-Abonnement des Musikstreaming-Dienstes zu buchen. Nun hat der schwedische Anbieter gegenüber The Verge offiziell bestätigt, dass einige Inhalte in Zukunft für Nutzer eines kostenlosen und werbefinanzierten Zugangs nicht mehr bzw. erst zu einem späteren Zeitpunkt verfügbar sein werden. Das sehen die neuen Verträge mit den Musikverlagen vor.

Die Exklusivität für Premium-Kunden gilt allerdings nicht auf Dauer. Die von den Einschränkungen betroffenen Alben sollen lediglich in den ersten zwei Wochen nach ihrer Veröffentlichung bei Spotify den Nutzern des Abo-Modells vorbehalten sein. Nach Ablauf der ersten 14 Tage werden die Musikstücke den Angaben zufolge dann doch wieder für alle Interessenten freigeschaltet.

Spotify zählt zu den wenigen Musikstreaming-Plattformen, die auch kostenlos und werbefinanziert genutzt werden können. Dabei müssen die Kunden allerdings mit einigen Einschränkungen leben. Unter anderem ist es nicht möglich, Songs zur Offline-Nutzung beispielsweise auf dem Smartphone zu speichern. Am Handy ist nur Shuffle-Betrieb, aber nicht die gezielte Auswahl bestimmter Musiktitel möglich. Zudem wird Werbung oft deutlich lauter als Musik eingeblendet.

Singles für Free-Kunden weiter sofort

Wie es im Bericht zur Neuregelung bei Spotify weiter heißt, sind von den Einschränkungen nur ganze Alben, nicht aber ausgekoppelte neue Singles betroffen. Diese werden auch in Zukunft sofort für alle Kunden freigegeben. Spotify ist Marktführer unter den Musikstreaming-Diensten, schreibt aber dennoch rote Zahlen.

Beobachter fürchten, dass Musikstreaming zwar im Trend liegt, dennoch aber nur für wenige Anbieter auf Dauer wirtschaftlich tragfähig sein wird. Große Konzerne wie Apple, Google oder Amazon könnten ihre Streaming-Angebote durch andere Dienste quersubventionieren. Inwieweit sich unabhängige Anbieter wie Spotify, Deezer oder Napster auf Dauer behaupten können, bleibt abzuwarten.

Nicht zuletzt versuchen die Streaming-Dienste auch durch Kooperationen mit Mobilfunk-Netzbetreibern an neue Kunden zu kommen. So arbeitet Spotify wie Apple Music mit der Deutschen Telekom zusammen, ist derzeit aber bei der neuen StreamOn-Option noch nicht mit an Bord. Details zu StreamOn und den hier verfügbaren Diensten haben wir in einer eigenen Meldung zusammengefasst.

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