Musik-Streaming

Spotify Free: So lässt sich die "Roa­ming-Sperre" umgehen

Spotify Free kann maximal zwei Wochen am Stück im Ausland genutzt werden. Mit einem Trick lässt sich der Zeit­raum verlän­gern.

Spotify Free im Ausland Spotify Free im Ausland
Logo: Spotify, Screenshot/Montage: teltarif.de
Spotify bietet neben seinem Premium-Abon­nement auch kosten­loses, werbe­finan­ziertes Musik-Strea­ming an. Wer sich für das Gratis-Angebot entscheidet, kann beispiels­weise keine Down­loads für die Offline-Nutzung durch­führen. Dazu gibt es auf dem Smart­phone Einschrän­kungen bei der direkten Auswahl einzelner Titel und Spotify streamt in einer etwas schlech­teren Qualität als beim Premium-Abon­nement.

Zu den Einschrän­kungen für den Free-Account gehört aber auch, dass der Zugang zur Musik-Flat­rate im Ausland nur für maximal zwei Wochen hinter­ein­ander zur Verfü­gung steht. Wer nach diesem Zeit­raum die App aufruft, erhält nur noch einen Hinweis, demzu­folge die Anmel­dung fehl­geschlagen ist.

Spotify-Hinweis miss­ver­ständ­lich

Spotify Free im Ausland Spotify Free im Ausland
Logo: Spotify, Screenshot/Montage: teltarif.de
Spotify erläu­tert im Popup-Fenster etwas miss­ver­ständ­lich, der Dienst sei im Ausland maximal 14 Tage nutzbar. An dieser Stelle vermisst man den Hinweis, dass das nur für den kosten­losen Zugang gilt. Mit Spotify Premium ist die Auslands­nut­zung natür­lich unbe­grenzt möglich. Statt­dessen werden die Nutzer auf die Anbieter-Webseite verwiesen, um ihr Land zu aktua­lisieren.

Nun macht es wenig Sinn, für einen mehr als zwei­wöchigen, aber eben doch zeit­lich befris­teten Auslands­auf­ent­halt die Länder­ein­stel­lungen zu verän­dern. Zu den Risiken und Neben­wir­kungen gehört nämlich - je nach Reise­land - auch ein gegen­über dem deut­schen Markt verän­derter Musik­katalog.

Zweiter Account als Notlö­sung

Die "Roaming-Sperre" für Spotify, die nach zwei Wochen greift, lässt sich aber umgehen. Zum einen wäre es möglich, einen zweiten kosten­losen Account einzu­richten. Nach­teil: Dort fehlen alle persön­lichen Play­lists und auch die KI kennt die eigenen musi­kali­schen Vorlieben nicht.

Die Alter­native ist, sich temporär zurück nach Deutsch­land zu versetzen - über eine VPN-App. Dann nämlich wähnen die Spotify-Server den Nutzer wieder in heimi­schen Gefilden und im Anschluss stehen weitere 14 Tage Auslands­nut­zung zur Verfü­gung. Dieser Vorgang lässt sich prin­zipiell alle zwei Wochen wieder­holen.

Mit VPN-App "virtuell" zurück nach Deutsch­land

Im ersten Schritt wird die Spotify-App nicht nur geschlossen, sondern auch aus dem Multi­tas­king-Menü des Smart­phones gelöscht, sodass sie auch im Hinter­grund nicht mehr aktiv ist. Dann wird die Internet-Verbin­dung über einen WLAN-Hotspot herge­stellt, während die Mobil­funk-Schnitt­stelle des Smart­phones über den Flug­zeug­modus ausge­schaltet wird (ansonsten erkennt Spotify über das genutzte Mobil­funk­netz den Aufent­haltsort).

Nun wird die VPN-App akti­viert (viele Anbieter wie VyprVPN, Cyberg­host, NordVPN etc. bieten einen kosten­losen Test an, bevor man den Service kosten­pflichtig bucht) und der Server­standort Deutsch­land gewählt. Im nächsten Schritt kann Spotify geöffnet und die Anmel­dung mit den eigenen Benut­zer­daten durch­geführt werden. Anschlie­ßend sollte der werbe­finan­zierte Musik-Dienst wieder nutzbar sein - auch nach Abschalten der VPN-Verbin­dung.

In einem Ratgeber haben wir einige Details zu den wich­tigsten Musik­strea­ming-Diensten zusam­men­gefasst.

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