Sendeschluss

Sportradio Deutschland: Sendeschluss zum Jahresende

Anstelle eines Neustarts im Januar wird Sport­radio Deutsch­land zum Jahres­ende einge­stellt. Ein Sende­platz im zweiten DAB+-"Bundesmux" wird frei.

Sportradio Deutschland stellt Sendungen ein Sportradio Deutschland stellt Sendungen ein
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Sport­radio Deutsch­land wird zum Jahres­ende einge­stellt. Das hat der Veran­stalter Teuto­cast bekannt­gegeben. Bereits Mitte November wurde das Programm stark zusam­men­gestri­chen. Auf Nach­frage erklärte die Pres­sestelle des Unter­neh­mens damals, der Sender teste bis zum Jahres­ende neue Programm­for­mate, zumal Sport­radio Deutsch­land keine Über­tra­gungs­rechte für die Fußball-Welt­meis­ter­schaft habe.

Für Mitte Dezember kündigte Teuto­cast seiner­zeit Infor­mationen über die Gestal­tung und Schwer­punkte des Programms ab Januar 2023 an. Statt­dessen infor­mierte das Unter­nehmen zu Wochen­beginn darüber, dass Sport­radio Deutsch­land am 31. Dezember seinen letzten Sendetag hat. Bereits am kommenden Freitag, den 23. Dezember, soll die letzte Früh­sen­dung live von 6 bis 10 Uhr gesendet werden.

Auch 90elf und Sport1.fm geschei­tert

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Nach 90elf und Sport1.fm ist Sport­radio Deutsch­land somit schon der dritte auf ein bundes­weites Publikum ausge­rich­tete Sport­sender im deut­schen Radio­markt, der sein Programm wieder einstellt. Hinter­grund ist eine Neuaus­rich­tung der Teuto­cast GmbH, die sich ab 2023 auf ihre Holding­funk­tion konzen­trieren will und gene­rell nicht mehr als natio­naler DAB+-Programm­ver­anstalter auftritt.

In regio­nalen DAB+-Märkten will sich Teuto­cast weiterhin enga­gieren. Den Grund­stein dafür legte die Firma bereits im Früh­jahr, als Femo­tion Radio aus dem zweiten bundes­weiten DAB+-Multi­plex in regio­nale Sender­netze in Nord­rhein-West­falen und Bremen gewech­selt ist. Künftig soll das vor allem auf ein weib­liches Publikum ausge­rich­tete Programm auch in weiteren Verbrei­tungs­gebieten auf Sendung gehen.

Erwin Linnen­bach, geschäfts­füh­render Gesell­schafter der Teuto­cast GmbH: "Der Audio­markt ist mehr denn je in Bewe­gung und die Chancen, die sich in diesem Rahmen für uns als Inves­toren und Inno­vatoren ergeben, waren nie größer. Um diese Rahmen­bedin­gungen optimal zu nutzen und uns zukunfts­sicher aufzu­stellen, richten wir das Tätig­keits­feld und die Inves­titionen der Teuto­cast entlang von drei stra­tegi­schen Säulen neu aus: Fokus­sie­rung auf unsere Holding­funk­tion, Been­digung unserer Rolle als natio­naler DAB+-Programm­ver­anstalter und Erschlie­ßung der enormen Poten­ziale in regio­nalen Wachs­tums­märkten wie NRW."

Sport­radio Deutsch­land war nur knapp zwei Jahre auf Sendung

Das "zwangs­läu­fige Auslaufen des Projekts Sport­radio Deutsch­land" sei der Teuto­cast nicht einfach gefallen. Das Programm ist erst im Früh­jahr 2021 gestartet. Anfang 2022 wurde der Anteil der Live-Sende­zeit deut­lich ausge­baut. Parallel wurde der regio­nale Ableger Sport­radio NRW ins Leben gerufen, der aber nach wenigen Monaten wieder einge­stampft wurde. Erst vor wenigen Monaten veröf­fent­lichte Sport­radio Deutsch­land eine eigene App für Smart­phone-Nutzer.

Mit dem Sende­schluss zum Jahres­ende wird ein Programm­platz im zweiten bundes­weiten DAB+-Multi­plex frei. Bislang gibt es noch keine Infor­mationen dazu, welcher Veran­stalter die Kapa­zitäten über­nehmen könnte. Das Sender­netz des Platt­form­betrei­bers Antenne Deutsch­land ist erst vor wenigen Tagen um den Standort Münster erwei­tert worden. Pläne für diesen Sender­standort wurden bereits im Sommer bekannt.

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