Online-Betrug

Sparkassen-Phishing: Verbraucherzentrale warnt vor neuen E-Mails

Ebenfalls im Umlauf: Angebliche Groupon-Mails mit Schadsoftware
Von Marc Kessler
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Die Verbraucher­zentrale Sachsen warnt vor einer neuen Phishing-Welle, bei der sich die Betrüger verstärkt an Online-Banking-Kunden der Sparkassen wenden. Die Masche ist dabei immer dieselbe: Die Nutzer sollen dazu gebracht werden, den in der Mail enthaltenen Link zu klicken und auf der im Anschluss aufgerufenen Website - die natürlich keine offizielle Sparkassen-Seite ist - persönliche Daten einzugeben, mit denen die Täter Zugriff aufs Konto erhalten.

Sparkassen-Kunden sollen angebliches Sicherheits-Formular ausfüllen

Sparkassen-PhishingWarnung vor Sparkassen-Phishing-Mails "Sehr geehrter Kunde, im vergangenen Jahr wurden die Sparkasse, zusammen mit vielen anderen deutschen Banken, das Ziel einer weit verbreiteten Internet-Betrug. Deshalb haben wir ein Projekt zum Schutz unserer Kunden ausgerichtet. Bei allen Online-Girokonten gibt es jetzt ein neu entwickeltes Sicherheitssystem, das bei der Installation werden alle verdächtigen Bewegungen und Transaktionen schnell überwachen und beheben. Wir haben festgestellt, dass Ihr Girokonto nicht mit diesem Sicherheitssystem ausgestattet und bitten Sie, 5-10 Minuten zu investieren, um dieses Sicherheitsupdate / Aktionen, indem Sie auf den untenstehenden Link und füllen Sie das Sicherheits-Formular ausfüllen" [sic!], heißt es in dem Text der Phishing-Mail.

Die Verbraucherschützer warnen: "Wer darauf eingeht, wird vermutlich Opfer von Daten­missbrauch werden und muss mit finanziellen Verlusten rechnen." Aufmerksame Leser könnten hier schon anhand der fehlerhaften Recht­schreibung und Grammatik bemerken, dass etwas faul an der Sache sei.

Angebliche Groupon-Mails beinhalten Schadsoftware

Ebenfalls verstärkt im Umlauf sind nach Angaben der sächsischen Verbraucher­zentrale angebliche E-Mails des Schnäppchen­portals Groupon. "Wir danken Ihnen für die Mitgliedschaft und wünschen Ihnen weiterhin viele spektakuläre Schnäppchen", heißt es etwa in einer dieser E-Mail-Varianten. Im Anhang der Mail befindet sich dann eine .zip-Datei, in der sich angeblich eine Rechnung und weitere Informationen befinden sollen. Doch stattdessen verbirgt sich darin vielmehr Schadsoftware, mit der zum Beispiel sensible Informationen ausgelesen oder die befallenen Rechner zum Versenden von Spam genutzt werden können.

Verbraucherzentralen bieten "Phishing-Radar"

Weiterhin stark im Umlauf seien auch Spam-/Phishing-Mails, die angeblich vom Online-Kaufhaus Amazon, vom eBay-Bezahl­dienstleister PayPal oder von Kreditkarten-Unternehmen wie MasterCard oder Visa stammen sollen. Die Verbraucher­zentralen haben seit einer Weile ein Phishing-Radar [Link entfernt] eingerichtet - hier können sich Internet-Nutzer informieren, welche betrügerischen E-Mails aktuell im Umlauf sind sowie selbst erhaltene Phishing-Mails melden.

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