Mobiles Bezahlen

Vorreiter: Sparkassen verknüpfen Apple Pay mit Girocard

Bei der Einfüh­rung von Apple Pay standen die Spar­kassen in Deutsch­land nicht in der ersten Reihe. Noch in diesem Sommer starten sie aber eine echte Premiere: Apple Pay kann dann erst­mals mit der in Deutsch­land sehr popu­lären Giro­card verknüpft werden.

Die Sparkassen-Girocard soll sich bald mit Apple Pay nutzen lassen Die Sparkassen-Girocard soll sich bald mit Apple Pay nutzen lassen
Bild: Sparkasse/Facebook
Die Spar­kassen werden als erstes Finanz­in­stitut in Deutsch­land ihren Kunden anbieten, für Zahlungen mit Apple Pay ihre Giro­card einsetzen zu können. Bislang konnte das popu­lärste Smart­phone-Bezahl­ver­fahren nur in Verbin­dung mit einer Kredit- oder Debit­karte verwendet werden.

Die Giro­card soll "ab Spät­sommer" mit Apple Pay zum Einsatz kommen, wie die Spar­kassen-Finanz­gruppe heute in Berlin ankün­digte.

Visa/Master­card bereits seit 2019

Die Sparkassen-Girocard soll sich bald mit Apple Pay nutzen lassen Die Sparkassen-Girocard soll sich bald mit Apple Pay nutzen lassen
Bild: Sparkasse/Facebook
In Deutsch­land sind Giro­cards, die von vielen noch umgangs­sprach­lich mit dem im Jahr 2007 abge­schafften Marken­namen EC-Karte bezeichnet werden, deut­lich popu­lärer als klas­si­sche Kredit- und Debit­karten von Master­card, Visa und ähnli­chen Anbie­tern.

Spar­kassen-Kredit­karten von Visa und Master­card können bereits seit Mitte Dezember 2019 zum Bezahlen mit Apple Pay genutzt werden.

Mit Apple Pay können die Kunden mit dem iPhone und der Apple Watch an der Laden­kasse wie mit einer kontakt­losen Karte bezahlen. Außerdem kann das Bezahl­ver­fahren im Web genutzt werden. Die Nutzer geben die Trans­ak­tionen über die iPhone-Gesichts­er­ken­nung Face ID oder den Finger­ab­druck-Scanner frei. Dadurch liegt die Betrugs­rate nach über­ein­stim­menden Angaben von Apple und teil­neh­menden Banken prak­tisch bei Null.

Beim kontakt­losen Bezahlen an der Kasse kommt der NFC-Chip im iPhone oder der Apple Watch zum Einsatz. Zugang zu ihm haben die Banken nur über Apple Pay und einen spezi­ellen Hoch­si­cher­heits-Chip im Gerät, dem Secure Element. Beim Einsatz von Apple Pay werden die tatsäch­li­chen Nummern weder auf dem Gerät noch auf den Apple Servern gespei­chert, betonten die Kredit­kar­ten­ge­sell­schaften Master­card und Visa. "Statt­dessen wird eine eindeu­tige Gerä­te­nummer zuge­wiesen, verschlüs­selt und sicher auf dem verwen­deten Gerät gespei­chert. Jede Trans­ak­tion wird mit einem einma­ligen dyna­mi­schen Sicher­heits­code auto­ri­siert."

Über 95 Prozent der Spar­kassen-Giro­cards sind kontakt­los­fähig

Die massen­hafte Verbrei­tung von kontakt­losen Giro­cards der Spar­kassen-Kunden hatte in den vergan­genen Jahren maßgeb­lich dazu beigetragen, dass kontakt­lose Bezahl­ter­mi­nals im deut­schen Handel einge­führt wurden. Von dieser tech­ni­schen Infra­struktur profi­tieren nun auch Anwender von Smart­phone-Bezahl­ver­fahren wie Apple Pay und Google Pay.

Derzeit sind 43,7 Millionen der 45,8 Millionen Spar­kassen-Giro­cards kontakt­los­fähig (95,6 Prozent). Ende 2020 sollen nahezu alle Spar­kassen-Cards mit der Kontaktlos-Funk­tion ausge­stattet sein. Im Mai waren 56,6 Prozent der Giro­card-Zahlungen von Spar­kassen-Kunden kontaktlos.

Die Spar­kassen hatten Ende 2018 noch zurück­hal­tend auf Apple Pay reagiert. Doch schnell machten Jubel-Meldungen der ersten Apple-Pay-Partner die Runde. Bei der Deut­schen Bank konnte man hören, die Erwar­tungen seien deut­lich über­troffen worden. Geld­in­sti­tute, die nicht beim Start dabei waren, mussten sich dagegen Beschwerden ihrer Kunden anhören.

Manchem Nutzer ist wohler, wenn die Webcam am Note­book verdeckt ist, wenn sie gerade nicht gebraucht wird. Doch nun warnt Apple vor der Nutzung solcher Privat­sphäre-Abde­ckungen an seinen Macbooks. Mehr dazu lesen Sie in einer weiteren News.

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