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EU-Roaming: Das plant Sparhandy wirklich

Sparhandy hat sich gegenüber teltarif.de zur Fußnote geäußert, nachdem die Tarife nur für die innerdeutsche Nutzung gedacht seien. Ein reiner "Deutschland-Tarif" ist demnach nicht geplant.
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Sparhandy äußert sich zu Roaming-PlänenSparhandy äußert sich zu Roaming-Plänen In der vergangenen Woche haben wir über eine Fußnote zu den Tarifen von Sparhandy berichtet, die besagt, dass die im "Tarif enthaltenen Leistungen ausschließlich für den Gebrauch im Inland vorgesehen sind". Gehört demnach auch Sparhandy zu den Mobilfunk-Discountern, die International Roaming erst gar nicht ermöglichen, um so den Kosten zu entgehen, die dem Anbieter durch die EU-Regulierung entstehen könnten?

Nein, das werde nicht passieren, so Sparhandy-Pressesprecher Eike Eschmann gegenüber teltarif.de. "Roaming war, ist und bleibt bei den Sparhandy Allnet-Flat möglich", so die Aussage von Sparhandy. Der Passus im "Kleingedruckten" beziehe sich lediglich darauf, dass Sprach- und SMS-Flat sowie das Datenvolumen aktuell nur im Inland kostenfrei genutzt werden können.

Glücklich gewählt ist die Formulierung indes nicht, zumal die Kunden Laufzeitverträge über 24 Monate abschließen, die somit auch nach dem 15. Juni noch gelten - also zu einem Zeitpunkt, ab dem die Kunden gemäß Regulierung innerhalb der Europäischen Union keine Roaming-Zuschläge für Mobilfunk-Leistungen mehr zahlen müssen. So räumte auch die Sparhandy-Pressestelle ein: "Zugegeben: Das kann man in den Fußnoten deutlicher formulieren." Daran werde aktuell gearbeitet.

Sparhandy: "Kein reiner 'Deutschland-Tarif' ab 15. Juni

Auch ab dem 15. Juni sei bei Sparhandy keineswegs ein reiner "Deutschland-Tarif" beabsichtigt, wie ihn einige Mitbewerber aus dem Drillisch-Konzern und auch callmobile vor einigen Wochen eingeführt hatten. Schließlich würde eine solche Einschränkung allen Bestandskunden ein Sonderkündigungsrecht einräumen, so der Sparhandy-Pressesprecher. "Stattdessen werden wir uns natürlich an die EU-Roaming-Verordnung halten."

Das Beispiel des österreichischen Mobilfunk-Netzbetreibers Drei.at zeigt, dass es durchaus Provider gibt, die auch angesichts des drohenden außerordentlichen Kündigungsrechts für Bestandskunden nicht davor zurückschrecken, die Roamingmöglichkeiten zumindest in einigen Tarifen einzuschränken. So bleibt abzuwarten, wie die Lösung weiterer Discounter für den Umgang mit der EU-Roaming-Regulierung aussehen wird.

Wie in einer weiteren Meldung berichtet, haben smartmobil und yourfone vor wenigen Tagen neue Tarife vorgestellt, die es nicht erlauben, das komplette für die innerdeutsche Nutzung vorgesehene Datenvolumen ins Ausland mitzunehmen. Dafür gibt es jenseits des Heimatnetzes keine Datenautomatik, die zusätzliche Kosten verursachen könnte.

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