Gemeinschaft

Soziale Netzwerke und Communities äußerst beliebt

Marktforscher: Twitter ist "in", wird aber wenig aktiv genutzt
Von Steffen Herget

Xing, Facebook, MySpace, StudiVZ, Twitter - die Sozialen Netzwerke und Communities sind in aller Munde. Im Rahmen einer Online-Befragung hat das Nürnberger Marktforschungsinstitut ForschungsWerk untersucht, wer sich dort tatsächlich aufhält. Für die Studie wurden im April 545 Teilnehmer ab 18 Jahren befragt. Die Ergebnisse sind hinsichtlich Alter, Geschlecht und Region repräsentativ für die Internetbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.

Soziale Netzwerke vor allem bei jüngeren Nutzern sehr beliebt

Fast zwei Drittel der Internetnutzer ab 18 Jahren sind Mitglied in einem oder mehreren Online-Netzwerken (63 Prozent). An erster Stelle steht Stayfriends: 27 Prozent der Internetnutzer ab 18 sind dort eingetragen. Es folgen Wer-kennt-wen? (20 Prozent), Xing (15 Prozent), StudiVZ (13 Prozent), Facebook (10 Prozent), MeinVZ (9 Prozent), MySpace (8 Prozent) und Lokalisten.de (6 Prozent). Andere werden nur in geringem Umfang genutzt.

Von den 18- bis 29-jährigen Internetnutzern sind bereits 90 Prozent in einem Netzwerk vertreten, von den über 50-jährigen Silver Surfern dagegen erst 43 Prozent. Ältere Internetnutzer sind fast ausschließlich bei Stayfriends, Wer-kennt-wen? oder Xing aktiv. 11 Prozent aller Internetnutzer haben sich schon einmal bei einer der Communities wieder abgemeldet.

Twitter ist beliebt, wird aber kaum aktiv genutzt

Twitter ist mehr als einem Drittel der Internetnutzer bekannt (37 Prozent) - bei leitenden Angestellten, Selbständigen und Studenten ist der Bekanntheitsgrad noch etwas höher (48 Prozent, 54 Prozent beziehungsweise 61 Prozent). Auf der IN/OUT-Skala rangiert Twitter aktuell sogar auf Platz 1. Als besonders "in" werden von den Befragten auch StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ bewertet. Entgegen des "Hypes" ist allerdings nur 1 Prozent der befragten Internetnutzer bei Twitter aktiv.

Trotz der zum Teil intensiven Nutzung ist das Vertrauen in die Datensicherheit relativ gering: Weniger als ein Drittel der Mitglieder ist jeweils davon überzeugt, dass die persönlichen Daten bei den von ihnen genutzten Plattformen sicher sind.