Highend-Smartphone

Sony Xperia Z3+ im Test: Heißes Teil, aber wasserfest

Das Sony Xperia Z3+ bietet gegenüber dem Vorgänger Xperia Z3 einige Neuerungen und Vorteile, aber der Interessent muss auch Abstriche in Kauf nehmen. Dies betrifft insbesondere die Wärmenetwicklung, den Prozessor und den Akku, wie unser Test zeigt.
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Das Sony Xperia Z3+ soll als Ablösung für das Sony Xperia Z3 gelten. Die Japaner stellen im sechsmonatigen Takt neue Highend-Geräte vor, allerdings wurde das Xperia Z3+ bereits etwa drei Monate früher präsentiert. Wir werfen in unserem Test einen intensiven Blick auf das neue Vorzeigemodell und werden herausfinden, was die beiden Modelle voneinander unterscheidet und wie das Xperia Z3+ in puncto Performance, Akku-Laufzeit und Co. abschneidet.

Sony Xperia Z3+ im Handy-Test Die unverbindliche Preisempfehlung für das Sony Xperia Z3+ liegt bei 699 Euro, aber im Online-Handel geht das Flaggschiff bereits für etwa 682 Euro (inklusive Versandkosten) über den Tisch. Wir zeigen außerdem, ob das neue Highend-Gerät sein Geld wert ist. Immerhin hat das Sony Xperia Z3 zum Verkaufsstart "nur" 649 Euro gekostet. Das Xperia Z3+ ist in den Farbversionen Kupfer, Schwarz, Weiß und Meeresgrün verfügbar.

Design und Verarbeitung

Sony Xperia Z3+
Das Design des Sony Xperia Z3+ ähnelt stark dem des Sony Xperia Z3, die Ränder sind aber etwas abgerundeter und der Rahmen hat auch mehr Glanz. Die Rückseite besteht aus gehärtetem Glas, während das Display von kratzfestem Corning Gorilla Glass 3 geschützt wird. Der Rahmen ist fast durchgängig aus Metall gefertigt, nur die Kanten bestehen aus Kunststoff, vermutlich um das Gerät noch robuster zu machen. Beim näheren Hinschauen fallen aber dann doch weitere Unterschiede auf. So ist die Verarbeitung unseres Testgerätes nicht so gut, wie wir es von den bisherigen Sony-Flaggschiffen gewohnt sind: Zwischen dem Displayrand und dem Metall-Rahmen sind zumindest bei unserem Testgerät zum Teil leichte Schlitze vorhanden. Inwieweit sich das auf die wasser- und staubabweisenden Fähigkeiten des Sony Xperia Z3+ im Test auswirkt, erfahren Sie im Abschnitt zu der Wasserfestigkeit bzw. im separaten Test.

Der Micro-USB-Anschluss beim Sony Xperia Z3+ ohne Schutzklappe
Auch gefallen uns die leicht überstehenden Lang-Seiten des Rahmens auf der Rückseite nicht: Sony verspricht zwar, dass dies dem Xperia Z3+ mehr Griffigkeit verleiht - was auch sein mag - , dennoch empfinden wir das Gerät nach einiger Zeit als etwas unangenehm in der Hand und es zeigen sich leichte Abdrücke in der Handfläche. Trotz der überstehenden Lang-Seiten konnte Sony damit aber beim folgenden kleinen Problem keine Abhilfe schaffen: Schon das Sony Xperia Z3 ist wie ein Stück Seife über den Tisch gerutscht, wenn man es hinlegen wollte. Bei der Plus-Version wurde dieser Umstand noch nicht behoben, wie unser Test gezeigt hat. Immerhin ist das Sony Xperia Z3+ mit den Maßen 146,3 mal 71,9 mal 6,9 Millimeter und einem Gewicht von 144 Gramm leicht und dünn.

Anschlüsse, Tasten und der fehlende Docking-Anschluss

Sony bleibt auch beim Xperia Z3+ dem Omnibalance-Design treu: So befinden sich auf der rechten Smartphone-Seite (mit Blick aufs Display und von unten nach oben) die physische Kamera-Taste, die Lautstärkewippe sowie die Ein- und Austaste. Der microSD-Slot und der Nano-SIM-Kartenschacht sind nun auf die linke Lang-Seite gewandert. Vorher waren beide Schnittstellen nebeneinander angeordnet, jetzt befinden sich beide Schnittstellen hintereinander. Das Positive daran ist, dass so mehr Platz gespart wird, allerdings bringt die Neuanordnung auch einen Nachteil mit sich: So müssen nun beide Karten auf dem gemeinsamen Karten-Schlitten platziert werden. Das Problem dabei ist, dass die Platzierung eine sehr fummelige Angelegenheit ist. Im Test benötigten wir gleiche mehrere Anläufe, bis wir den Schlitten einschieben konnten, da uns immer wieder eine der Karten weggerutscht ist.


Die Seiten vom Sony Xperia Z3+ und Xperia Z3 im Vergleich
Wirklich praktisch und gut ist, dass der Micro-USB-3.0-Port auf die untere Geräte-Seite gewandert ist und nun keine zusätzliche Schutzklappe mehr benötigt. Das Aufladen oder das Übertragen von Daten über ein Micro-USB-Kabel war bisher etwas nervig, da beim Sony Xperia Z3 der USB-3.0-Port auf der oberen linken Lang-Seite integriert ist und über eine Schutzklappe verfügt. Der Port des Sony Xperia Z3+ ist laut Hersteller nun im Inneren derart ausgekleidet, dass kein Wasser oder keine Staubpartikel ins Smartphone eindringen können. Leider musste der Anschluss für eine Dockingstation der neuen Konstruktion weichen, was wir sehr schade finden. Wer bisher eines der Sony-Flaggschiffe besessen und eine Ladestation erworben hat, dürfte sich darüber etwas ärgern - sofern man natürlich ein Auge auf das Sony Xperia Z3+ geworfen hat. Insgesamt besitzen aber alle Tasten einen guten Druckpunkt und auch die Schutzklappe (für microSD- und Nano-SIM-Slot) macht im Test einen soliden und sicheren Eindruck.

Wasserfestigkeit des Sony Xperia Z3+


Der Schlitten für die Nano-SIM und microSD-Karte beim Sony Xperia Z3+
Das Sony Xperia Z3+ ist nach der Schutzklasse IP65/IP68 vor Wasser und Staub geschützt. Damit darf mit dem Smartphone für bis zu 30 Minuten in einer Wassertiefe von bis zu 1,5 Meter getaucht werden. Beim Wasser muss es sich allerdings um Süßwasser handeln. Wer sich nicht an die Vorgaben von Sony hält, läuft Gefahr, die Garantie aufs Spiel zu setzen. Das Xperia Z3+ darf nicht in Salzwasser oder Wasser mit irgendwelchen Zusätzen verbleiben. Einzige Ausnahme, die Sony neu hinzugefügt hat: "Die gelegentliche Verwendung in gechlorten Swimmingpools ist zulässig, sofern das Gerät im Anschluss mit Leitungswasser abgespült wird." Vor dem Tauchgang muss man sich allerdings genau vergewissern, dass die Schutzklappe fest verschlossen ist. Nachdem man das Smartphone unter Wasser gehalten hat, darf der USB-Anschluss erst wieder benutzt werden, sofern dieser getrocknet ist. In einem separaten Test werden wir die Wasserfestigkeit des Sony Xperia Z3+ überprüfen.

Auf der nächsten Seite zeigen wir, wie der Prozessor und das Display im Test abschneiden. Das Sony Xperia Z3+ sticht negativ durch sein Hitze-Problem hervor.

Inhalt:
Design, Verarbeitung und Wasserfestigkeit
Seite 2: Display und Prozessor im Test
Seite 3: Telefonie, Akku, Kamera und Fazit

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