Highend-Klasse

Sony Xperia Z1 im Test: Eierlegendes Wollmilch-Smartphone?

Outdoor-Qualitäten im Check: Ab ins Wasser mit dem Highend-Handy
Von Marleen Frontzeck-Hornke
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Sony hat sein neues Highend-Smartphone auf der IFA in Berlin erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert. Im Rahmen dessen konnten wird uns vom Sony Xperia Z1 bereits in einem Hands-on einen ersten Eindruck verschaffen. Nun geht es ans Eingemachte, denn wir haben ein Test-Exemplar des Sony-Gerätes erhalten. Dieses muss in unserem Testbericht einiges aushalten und geht sogar baden.

Eines der ganz besonderen Highlights des Sony Xperia Z1 ist die 20-Megapixel-Kamera mit einer Reihe an speziellen Funktionen. Diese werden wir in einem noch folgenden Test ausführlich unter die Lupe nehmen. Heute soll es um die Alltagstauglichkeit, Outdoor-Fähigkeiten und das Telefonieren sowie Surfen im Internet mit dem mobilen Endgerät gehen. Das Smartphone ist ab 649 Euro (UVP) zu haben, im Online-Handel kann das Gerät für etwa 589 Euro bestellt werden.

Anschlüsse, Verarbeitung und Design

Das Sony Xperia Z1 im ausführlichen TestDas Sony Xperia Z1 im ausführlichen Test
(Mehr Fotos via Klick)
Schick, modern, symmetrisch und klassisch - so kann das Design des Sony Xperia Z1 genau umschrieben werden. Das Smartphones gibt es in den Farbvariationen Violett, Schwarz und Weiß. Es kommt mit den Maßen 144 mal 74 mal 8,5 Millimeter und bringt ein Gewicht von 170 Gramm auf die Waage. Die Verarbeitung des Gerätes ist lückenlos und hochwertig, es sind auch keine scharfen Kanten vorhanden. Das Xperia Z1 liegt zudem wirklich bequem in der Hand. Auch wenn die Glas-Rückseite etwas rutschig ist, bietet doch der durchgehende Aluminium-Rahmen genügend Griffigkeit und Halt. Zudem handeltet sich um gehärtetes Glas, welches auch im Test einen widerstandsfähigen Eindruck hinterlässt. Für Putzteufel dürfte das Smartphone aber nichts sein, da beidseitig Fingerabdrücke schnell zu sehen sind.

Die Ein- und Aus-Taste ist ebenfalls aus Aluminium gefertigt und auf der rechten Seite neben der Lautstärkewippe untergebracht. Positiv: Auf der gleichen Seite hat Sony auch eine zusätzliche Auslösetaste für die Haupt-Kamera integriert. Auf der linken Seite (mit Blick aufs Display) ist ein Anschluss für eine Dockingstation eingebaut. Das besondere dabei sind die kleinen sichtbaren Magnetstifte, die dafür sorgen, dass das Smartphone in die passende Dockingstation DK31 gleitet (diese ist separat erhältlich). Am unteren Rand des Gerätes hat Sony den Lautsprecher eingebaut, der sich für ein Smartphones durchaus hören lassen kann und vergleichsweise groß bzw. lang ausfällt.

Anschlüsse und Rückseite des SmartphonesAnschlüsse und Rückseite des Smartphones Zur Realisierung der Outdoor-Fähigkeiten und damit auch kein Wasser Sony Xperia Z1 dringen kann, ist der Akku fest verbaut und das Gerät wirkt insgesamt wie aus einem Guss. Die eingebauten Anschlüsse bzw. Einschübe für Micro-USB, microSD-Speicherkarten und Micro-SIM-Karte werden zusätzlich durch Klappen geschützt, die auf der Innenseite eine Gummirahmung haben. Das Einlegen der SIM-Karte hat sich im Test als eine fummelige Angelegenheit herausgestellt. Hier muss man viel Fingerspitzengefühl haben, da die SIM auf eine kleine Kunststoffplatte gelegt, mit dieser festgehalten und dann in die richtige Richtung (siehe Pfeilrichtung auf Kunststoffplättchen) eingeschoben werden muss. Schnell können beide Elemente wieder auseinanderfallen und es muss von vorn begonnen werden. Schnell mal eben die SIM-Karte zu wechseln ist daher nicht möglich. Die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse verfügt über keine Schutzvorrichtung, hält einem Tauchgang aber durchaus Stand.

Outdoor-Qualitäten mit Abstrichen

Das Sony Xperia Z1 ist zwar nach den Schutzarten IP55 und IP58 vor Wasser (konkret Süßwasser) und Staub geschützt, dennoch muss der Nutzer auf ein paar Dinge achten. Während das Smartphone beispielsweise mit in den Swimming-Pool genommen und damit etwa eine halbe Stunden bis zu 1,5 Meter unter der Wasseroberfläche Fotos gemacht werden können, darf das Sony-Gerät nicht mit ins Salzwasser genommen werden. Außerdem ist das Smartphone nicht vor Sand und Schlamm geschützt und auch mit Chemikalien (z.B. Putzmittel) angereichertes Wasser sollte nicht für den Tauchgang verwendet werden. In unserem Test haben wir uns daher für einen durchsichtigen Wasserkrug aus Glas entschieden, den wir mit herkömmlichem Berliner Leitungswasser (Zimmertemperatur) etwa 20 Zentimeter befüllt haben.

Sony Xperia Z1 bekommt ein WasserbadSony Xperia Z1 bekommt ein Wasserbad Als wir das Gerät mit dem unteren Bauteil ins Wasser hielten, spielte das Display völlig verrückt und das Smartphone verselbstständigte sich - tätigte sogar eigenständig einen Anruf unter Wasser. Damit klappt die Menüführung unter also Wasser definitiv nicht. Aber immerhin ist uns das Sony Xperia Z1 nicht im Test abgesoffen, wie es beim Samsung Galaxy S4 Active der Fall war. Positiv hervorheben können wir - zumindest gegenüber dem Samsung-Gerät - die zusätzliche Auslöser-Taste für die Kamera bei Unterwasserfotos. Diese hatte uns beim Galaxy S4 Active definitiv gefehlt und vereinfacht die Fotografie unter Wasser ungemein. Beim Punkt Outdoor müssen also Abstriche hingenommen werden, aber es ist wasserdicht und hat keine bleibenden Schäden davon getragen. Schon beim Sony Xperia Z Ultra (ebenfalls mit ein paar Outdoor-Fähigkeiten gespickt) spielte das Display verrückt und konnte nicht unter laufendem Wasser aus einem Hahn betätigt werden - allerdings war das Gerät auch nicht für Unterwasseraufnahmen ausgelegt, sondern eher für Regentropfen bei einem Spaziergang. Wichtiger Hinweis: Die genannten Outdoor-Grenzen des Sony Xperia Z1 sollten nicht überschritten werden, ansonsten erlischt die Hersteller-Garantie.

Wie sich das Display, der Prozessor und die Benutzeroberfläche des Sony Xperia Z1 in unserem Smartphone-Test schlagen, erfahren Sie auf der zweiten Seite des Berichts.

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