Spiele

Fürs Gaming: Playstation-Handy Sony Ericsson Xperia Play

Android-Smartphone kostet bei Base und o2 über 550 Euro ohne Vertrag
Von Björn Brodersen / Ulf Schneider

Seitdem teilt sich der Markt in wenige starke Ökosysteme wie iPhone/iTunes oder Android. Auch der Markt für Handy-Gaming hat sich durch den fortschreitenden Siegeszug der Apps zu einem lukrativen Milliardengeschäft entwickelt, in dem das Apple- und das Google-Betriebssystem für Smartphones dominieren. Andere Betriebssysteme wie beispielsweise Samsungs Bada oder Symbian sind auch im Gaming-Bereich keine attraktive Plattform für Entwickler und dürften daher auch zukünftig nur noch eine Randrolle spielen. Die Kooperation von Nokia und Microsoft könnte dagegen noch Windows Phone 7 neben iOS und Android als dritte interessante Plattform auch für Gamer etablieren. Seit dem Siegeszug des Apple iPhone ist auch ein großer und hochauflösender kapazitiver Touchscreen mit verbautem Neigungssensor, Gestensteuerung und neuerdings auch Kreiselsystemen (Gyroskop) zum hauptsächlichen Spiele-Steuerungselement geworden. Ein Umstand, auf den sich gestandene Spielhersteller erst einmal einstellen mussten, denn der Wegfall von physischen Steuertasten und des Joypads erforderte eine radikale, konzeptionelle Kehrtwendung bei der Entwicklung von Spielen. Die Konvertierung von Konsolen- und PC-Titeln auf den Smartphone-Touchscreen stellt für Entwickler immer noch eine Herausforderung dar. Die Kompromisslösung zurzeit sind digitale Steuertasten auf dem Display. Dadurch geht allerdings ein Teil der Bildschirmansicht verloren, und die Reaktionszeit ist länger als bei physischen Tasten.

Immer leistungsfähigere Prozessoren der Mobiltelefone gefordert

Playstation-Handy Sony Ericsson Xperia Play und mobiles Gaming LG Optimus Speed
Foto: LG
Aktuelle Games erreichen mittlerweile das grafische Niveau von PlayStation-2-Titeln, weswegen auch die Prozessorleistungen der Mobiltelefone wachsen müssen. Mit dem LG Optimus Speed kommt gerade das erste Smartphone mit Dual-Core-Prozessor in den Handel, und auch andere Hersteller haben Geräte mit vergleichbarer Leistung sowie Extra-Grafikchips angekündigt. Empfehlenswert bei der Wahl eines Gaming-geeigneten Smartphones sind auch eine lange Akku-Ausdauer und viel Speicherkapazität. Neben der guten Grafik ist auch eine ansprechende Soundkulisse wichtig.

Ein erfreulicher Nebeneffekt der App-Kultur sind die gesunkenen Preise für Handy-Games: Vorbei sind die Zeiten, in denen ein Java-Spiel mindestens 4,99 Euro kostete. Mittlerweile gibt es unzählige Spiele, die Plattform-übergreifend bereits für 79 Cent stundenlangen Spielspaß bieten – Stichwort Angry Birds zum Beispiel. Ebenfalls positiv: Wer jetzt einmal für ein Game bezahlt hat, erhält die Updates in der Regel kostenlos dazu. Verglichen mit Spielen für die Konsole oder PC sind Handy-Games somit echte Schnäppchen, wenngleich natürlich (noch) nicht deren Komplexität erreicht wird.

Fazit: Das Smartphone als Gaming-Plattform eignet sich vor allem für Gelegenheitsspieler. Das Gerät ist in der Regel immer dabei, und der Software-Nachschub ist genauso unkompliziert wie kostengünstig zu beziehen. Allerdings sind die Einstiegskosten hoch: Besonders leistungsfähige Smartphones kosten eben 400 Euro.

Spiele fürs Xperia Play sollen bis zu 12 Euro kosten

Sony Ericsson Xperia play

Auch das Sony Ericsson Xperia Play gibt es nicht zum Schnäppchenpreis. Die vom PlayStation-Joypad bekannten Steuerelemente, ein 16:9-Display, ein Extra-Grafikchip sowie eine Kompatibilität zum Android Market mit speziellen Games machen dieses Smartphone zum echten Zocker-Handheld. Allerdings zeichnet sich ab, dass Nutzer dieses Handys auch bei den einzelnen Spielen teilweise tiefer in die Tasche greifen müssen. Sony Ericsson hatte im Vorfeld Spiele-Preise von 1 bis 12 Euro in Aussicht gestellt.

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