Handy-Test

In Bausch und Bogen: Das Sony Ericsson Xperia arc im Test

Das Smartphone mit Android Gingerbread meistert Pflicht und Kür
Von Björn Brodersen
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Wenn ein Smartphone nicht nur technisch auf dem neuesten Stand ist, sondern dabei auch noch gut aussieht - umso besser. Das Sony Ericsson Xperia arc (LT15i) beherrscht die beiden Disziplinen Pflicht und Kür: Es läuft unter dem aktuellen Google-Betriebssystem Android 2.3.2 (Gingerbread), bietet ein großes kapazitives Display, schnelle Daten-Schnittstellen sowie eine hochauflösende Kamera und hebt sich durch sein geschwungenes Gehäuse von anderen Android-Smartphones ab. Ob das Gerät hält, was die Verpackung verspricht, haben wir im Test des Sony Ericsson Xperia arc herausgefunden.

Die Leichtigkeit des Seins

Das Sony Ericsson Xperia arc im TestDesign-Konzept "Human Curvature by Tension" Bei diesem Gerät lohnt sich ein längerer Blick aufs Äußere: Von lebendigen Materialien und einer leicht verständlichen und einfach zu nutzenden Oberfläche als "Herzschlag des Geräts" spricht Sony Ericsson in einem Werbeprospekt zum Xperia arc. Das Smartphone ist 8,7 Millimeter flach, das sauber verarbeitete Gehäuse besteht aus Kunststoff und einem Chrom-Rahmen, und die Front des Geräts wird fast vollständig von dem 4,2 Zoll (10,7 Zentimeter) großen Reality-Display eingenommen, während die Unterseite konkav gewölbt ist. "Human Curvature by Tension" nennt Sony Ericsson sein Designkonzept, das eine Mischung aus "fließenden Bewegungen und höchster Präzision" darstelle. Die Silhouette des Xperia arc soll der Form des menschlichen Körpes nachempfunden sein, das Handy dadurch angenehm in der Hand liegen.

Dass das Xperia arc wie vom Hersteller suggeriert angenehmer in der Hand liegt als andere Handys, mag pure Einbildung des Nutzers sein. Ansonsten entfaltet das Design des Xperia arc aber durchaus seine Wirkung: Das Smartphone wirkt extrem schnittig und strahlt gleichzeitig eine ungeheure Leichtigkeit aus, die beispielsweise dem Nokia N8 - einem anderen Smartphone mit extravagantem Design - abgeht. Für Enttäuschung beim ersten Einlegen der SIM-Karte sorgt lediglich der Akku-Deckel: Der sieht durch den metallisch glänzenden Anstrich hochwertig aus, besteht aber nur aus dünnem Plastik. Dadurch wiegt das Xperia arc allerdings auch nur 117 Gramm.

Farben und Rauschen satt

Das Sony Ericsson Xperia arc im TestKamera-Menü des Xperia arc Die Anspielung auf das Nokia N8 erfolgt nicht willkürlich: Das Symbian-Smartphone von Nokia ist wie das Xperia arc von Sony Ericsson mit einer hochauflösenden Kamera ausgerüstet. Während sich jedoch die 12-Megapixel-Kamera beim Nokia N8 etwas von der restlichen rückseitigen Oberfläche des Aluminium-Gehäuses abhebt, fehlt dem Bildsensor der 8,1-Megapixel-Kamera des Xperia arc der notwendige Raum, um gute Bildergebnisse zu erzielen - dabei sitzt die Kamera schon am seitlichen Rand - der dicksten Stelle - des gewölbten Gehäuses. Unser Testfoto (Bild 13 in der Fotogalerie) weist selbst bei Sonnenlicht starkes Bildrauschen und unscharfe Konturen auf.

Dabei hat Sony Ericsson die Kamera des Xperia arc mit Sonys Exmor-R-Sensor für bessere Bildergebnisse auch unter schlechten Lichtverhältnissen sowie Autofokus, Bildstabilisator, Touch-Auslöser, Motiv-Erkennung, LED-Blitz und Geotagging-Funktion ausgerüstet. Im Foto-Test gefielen lediglich die satten Farben der Aufnahmen der Kamera, die auch Videos in HD-Qualität (720p) mit 30 Bildern pro Sekunde aufnimmt.

Gut so: Timescape-Anwendung rückt in den Hintergrund

Das Designkonzept von Sony Ericsson bezieht sich aber nicht nur auf die Hardware, auch an die Benutzeroberfläche des unter der aktuellen Android-Version 2.3.3 (Gingerbread) laufenden Smartphones haben die Entwickler Hand angelegt. Dass die Timescape-Funktion, die Mitteilungen im SMS-Postfach sowie aus sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter in einer Ansicht bündelt, in den Hintergrund gerückt ist und hier jetzt als App über ein Widget auf dem Homescreen oder über das Hauptmenü erreichbar ist, tut dem User Interface gut. So wirkt die Anwendung mit ihrem gewölbtem 3D-Design weniger aufdringlich.

Das Sony Ericsson Xperia arc im TestBedientasten und Shortcut-Buttons Dem Nutzer des Sony Ericsson Xperia arc stehen fünf Homescreens zur Verfügung, auf denen er Widgets, Verknüpfungen oder Ordner für den Schnellzugriff ablegen kann. Per Pinch-to-Zoom-Bewegung erhält der Nutzer einen Überblick über alle auf den fünf Homescreens hinterlegten Anwendungen, am unteren Rand des Startbildschirms sitzt eine Schnellstartleiste für fünf festgelegte Anwendungen. Das Hauptmenü des Xperia arc umfasst neben den Android-typischen Google-Diensten noch den Zugang zur Downloadplattform Play Now! von Sony Ericsson, eine Office-Suite zum Lesen von Word-, Excel- und Powerpoint-Dateien sowie einige Social-Networking-Clients.

Bedient wird das Xperia arc über das auf der Dünnschicht-Technologie basierende sogenannte Reality-Display mit Mobile-Bravia-Engine für eine Kontrast- und Farboptimierung sowie über lediglich drei echte Tasten unterhalb des Bildschirms. Für den Schnellzugriff auf bestimmte Anwendungen wie das Hauptmenü, das Adressbuch, die Telefontastatur, Mitteilungen oder Bildergalerie, Mediaplayer und UKW-Radio steht am unteren Homescreen-Rand noch eine Shortcut-Leiste bereit.

Auf der folgenden Seite unseres Testberichts zum Sony Ericsson Xperia arc lesen Sie mehr über den Bedienkomfort des Smartphones.

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