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Retro-Test: Musik-Handy Sony CMD-MZ5

Die Anfänge der Musik-Handys
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Vor etwa zehn Jahren begann der Übergang vom reinen Mobiltelefon zum Gerät mit Zusatzfunktionen. Handys sollten mehr können, dazu gehörten zum Beispiel Kalenderfunktionen, Internet-Zugang und, nicht zuletzt, die Musikwiedergabe. Klar, dass ein Hersteller wie Sony da mitmischen wollte. Zum Jahreswechsel 2001 auf 2002 kam das CMD-MZ5 auf den Markt, eines der ersten Musik-Handys, ausgestattet mit einer Memory-Stick-Speicherkarte. Wir haben das Handy aus heutiger Sicht und mit einigen kleinen Rückblicken getestet.

Musik wanderte per Aufnahmekabel von einer Stereoanlage, einem Walkman oder einem Minidisc-Player aufs MZ5.Musik wanderte per Aufnahmekabel von einer Stereoanlage, einem Walkman oder einem Minidisc-Player aufs MZ5. Das CMD-MZ5 gehörte zu Sony letzten Handys unter eigenem Namen, bevor der Zusammenschluss mit Ericsson erfolgte. Obwohl es sich um ein Musik-Handy handelte, brachte Sony es nicht unter dem hauseigenen Markennamen "Walkman" auf den Markt, sondern nannte das Gerät kryptisch "Music Cellular Phone". Seine Verwandtschaft zum Z5, dem erfolgreichsten Handy von Sony in dieser Zeit, kann das MZ5 nicht leugnen. Bis auf Gehäusedicke und einige Details hatte Sony kaum etwas am Design verändert.

Gehäuse: Dickes Pummelchen

Daher ist das MZ5 gerade einmal so groß wie eine Kreditkarte, trägt aber in der Dicke ordentlich auf: An der dicksten Stelle misst es satte drei Zentimeter. Durch die klassische Antenne wirkt das Handy aber deutlich größer, als es eigentlich ist. Die Tastatur versteckt Sony unter einer Klappe, so dass die Tastensperre durch zuklappen aktiviert wird. In den Menüs wird das MZ5 nicht mit einer Navigationstaste, sondern per Jog-Dial bedient. Dieses kleine Rädchen an der linken Gehäuseseite findet sich in den meisten Sony-Geräten der damaligen Generation. An der Oberseite sitzen Klinkenbuchse für die Kopfhörer und der Schacht zum Einschieben der Speicherkarte, rechts hat Sony die Line-In-Buchse zum Aufnehmen von Musik untergebracht. Im Lieferumfang des MZ5 befanden sich neben dem Gerät und dem Akku das Ladekabel, die Speicherkarte und ein Headset.

Nach dem Aufklappen kommen Tastatur und Bildschirm zum Vorschein. Das Display stellt vier Graustufen dar und misst 3,6 cm in der Diagonalen (umgerechnet 1,42 Zoll). Darunter sitzt die Tastatur, die recht ungewöhnlich angeordnet ist: In vier Reihen aufteilt finden sich Zifferntasten und in der rechten Reihe Abheben-, Sprachmemo-, Löschen- und Auflegen-Taste. Durch das Jog-Dial-Rad an der Seite lässt sich das MZ5 perfekt mit einer Hand bedienen. Eine gewisse Eingewöhnungszeit ist aber vonnöten. Gewöhnungsbedürftig sind auch die Tasten, die einen geringen Druckpunkt aufweisen und etwas schwammig reagieren.

Bedienung: Komfort dank Jog-Dial-Rad

Das Sony CMD MZ5 mit Graustufen-Display unterstützt Memory Sticks.Das Sony CMD MZ5 mit Graustufen-Display unterstützt Memory Sticks. Mit einem Druck auf das Jog-Dial startet das Hauptmenü mit den Einträgen Nachrichten, Rufton, Zeitplan, Telefonbuch, Uhr, Rufumleitung, Rechner, Rückrufliste, Details und Memo. Spannend ist die Navigation in den Menüs: Mit einem Druck auf das Jog-Dial wird der gerade ausgewählte Eintrag aufgerufen. Drückt man das Rädchen nach hinten, werden bei vielen Menüeinträgen kurze Hilfetexte eingeblendet, ein Druck nach vorne (also in Richtung des Nutzers) führt einen Schritt zurück - umgreifen zur Tastatur wird somit überflüssig. Sony sieht für das Jog-Dial noch einige "Shortcuts" vor. Aus dem Standby führt bei geöffneter Klappe das Drehen des Rädchens nach oben oder unten direkt ins Telefonbuch, ein Druck nach hinten öffnet das "Extra Menü" mit Musikplayer, Netzdiensten, Browser, E-Mail, Spielen und Dokumenten-Viewer für Bilder und Dokumente. Bei geschlossener Klappe aktiviert eine Drehung am Jog-Dial die Beleuchtung, so dass sich Datum, Uhrzeit, Empfang und Akkustand besser ablesen lassen.

Auf der nächsten Seite lesen Sie mehr über den Musikplayer und die vielen Zusatzfunktionen des Sony MZ5.

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