Lautsprecher

Sonos rudert zurück: Lautsprecher funktionieren weiter

Sonos musste nach der Ankün­digung, ältere Produkte bald nicht mehr zu unter­stützen, massive Kritik einste­cken. Nun rudert der Hersteller von WLAN-Laut­spre­chern zurück.
AAA
Teilen (12)

Vor wenigen Tagen hatte Sonos das Support-Ende für ältere WLAN-Laut­spre­cher und andere Kompo­nenten ange­kündigt. Dabei hatte der Hersteller wohl die Reak­tion enttäuschter Nutzer einkal­kuliert. Die Ankün­digung hatte aber einen wahren Shit­storm ausge­löst, zumal die Maßnahme sogar bedeuten sollte, dass auch neuere Sonos-Geräte keine Funk­tions-Updates mehr bekommen, wenn sie im glei­chen Netz­werk wie die älteren Kompo­nenten betrieben werden.

In einem Blog­post rudert Sonos-Chef Patrick Spence jetzt zurück. Er garan­tierte, dass die eigent­lich nicht weiter unter­stützten Geräte auch nach dem für Mai ange­kündigte Support-Ende funk­tions­tüchtig bleiben. Auch Wartungs-Updates sollen die Laut­spre­cher, Connect-Boxen etc. weiter erhalten - etwa um Fehler zu berei­nigen oder für mehr Sicher­heit zu sorgen. Nur neue Features werden - wie ange­kündigt - nicht mehr hinzu­gefügt.

Neue Geräte erhalten alle Funk­tionen

Alte Sonos-Lautsprecher leben weiterAlte Sonos-Lautsprecher leben weiter Spence ging auch auf das Problem ein, dass die Maßnahme auch neuere Sonos-Laut­spre­cher betreffen sollte, wenn sie zusammen mit den abge­kündigten Geräten betrieben werden. Nun sagte der Sonos-Chef zu, dass neue Geräte auch in Zukunft alle Updates erhalten. Auch neue Features werden hinzu­gefügt. Dazu will Sonos in den kommenden Monaten eine Lösung vorstellen.

Ältere und aktu­elle Sonos-Produkte sollen sich demnach weiterhin gemeinsam nutzen lassen, wobei das Netz­werk wohl irgendwie aufge­teilt wird, sodass aktu­elle Laut­spre­cher alle Funk­tionen erhalten, während der Leis­tungs­umfang der älteren Sonos-Geräte auf den Stand vom Mai 2020 einge­froren wird.

Neue Produkte in Arbeit

Der Sonos-Chef kündigte - fast schon in Apple-Manier - "tolle neue Produkte und Funk­tionen an", die bereits in Arbeit seien. Dabei sei es das Ziel des Unter­nehmens, Kunden auf die neuesten Geräte zu migrieren. Daher biete Sonos auch das Trade-Up-Programm an, mit dem Kunden 30 Prozent Rabatt auf den Neukauf erhalten, wenn sie ein bishe­riges, künftig nicht weiter unter­stütztes Gerät in den Recy­cling-Modus versetzen lassen.

Vor einigen Wochen geriet Sonos wegen dieses Trade-Up-Programms in die Kritik, zumal so noch funk­tions­tüch­tige Laut­spre­cher bewusst zu Elek­tronik­schrott gemacht werden. Auf der anderen Seite ist es nach­voll­ziehbar, dass es tech­nisch schwierig ist, zum Teil mehr als zehn Jahre alte Laut­spre­cher bei der Weiter­entwick­lung des Ökosys­tems zu berück­sich­tigen.

In einer weiteren Meldung haben wir darüber berichtet, wie man Spotify kostenlos auf Sonos nutzen kann.

Teilen (12)

Mehr zum Thema Sonos