Musik

Sonos Play:1 im Test: Erste Erfahrungen mit neuem Soundsystem

Hochklassige Abspielstation für Musik-Streaming-Flatrates
Von Thorsten Neuhetzki
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Seit heute verschickt Sonos das neues Model seines HiFi-Sound­systems, das vor allem für das Abspielen zahlreicher Musik-Streaming-Flatrates geeignet ist: Sonos Play:1. Der Lautsprecher, der per Smart­phone oder Computer gesteuert wird, eignet sich aufgrund des Preises und der Bauart be­sonders für die Räume in der Wohnung, die bisher nicht mit einer Sonos-Kom­ponente ausgerüstet wurden. Inbesondere das Bade­zimmer und die Küche aber auch andere kleinere Räume sind hier geeignet. teltarif.de konnte die Play:1 bereits einige Tage testen und einen ersten Eindruck gewinnen.

Erstaunlich schwer sind die Kartons des kleinen Lautsprechers, der 16 mal 12 mal 12 Zentimeter misst. 1,85 Kilogramm bringt einer der Lautsprecher auf die Waage. Angeschlossen ist das System schnell. In unserem Testpaket waren neben zwei Sonos Play:1 auch eine Sonos Bridge, über die wird das Sonos-System betrieben. Die Bridge hat vor allem einen Zweck: Sie ist die Schnittstelle zwischen den Boxen und dem Internet, braucht also einen LAN-Anschluss zur Verbindung mit dem DSL-Modem oder dem Router. Derzeit gibt es bei einer Bestellung auf der Sonos-Seite die Bridge kostenlos, daher sollte man sie auch nutzen. Das 50-Euro-Gerät ist aber nicht zwangsweise notwendig, wenn eine der verwendete Sonos-Konponenten in der Nähe eines LAN-Kabels stehen. Dann kann der hier angeschlossene Lautsprecher die Aufgaben der Bridge übernehmen.

Einfache Inbetriebnahme binnen weniger Minuten

Sonos Play:1 in schwarz im BadSonos Play:1 in schwarz im Bad Die Inbetriebnahme war vorbildlich und einfach erklärt. Die Bridge muss angeschlossen werden, danach werden die Lautsprecher verbunden und per Knopfdruck in Betrieb genommen. Wesentlich ist dann noch, die Steuerung, also eine Smartphone-App oder einen Computer, in das System zu integrieren. Die Apps gibt es kostenlos in den jeweiligen App Stores, die Software liegt als CD bei oder lässt sich über die Sonos-Webseite herunterladen. Eine Registrierung des Systems ist dringend zu empfehlen, da ansonsten einige Streaming-Dienste nicht zur Verfügung stehen. Die Registrierung erfolgt einfach und per App.

Im Test verwendeten wir verschiedene Soundquellen, darunter Internet-Radio (Streams und Podcasts werden über TuneIn zur Verfügung gestellt), simfy und WiMP. Alle Dienste funktionierten - wie zu erwarten war - ohne Probleme. Da wir uns mit den Funktionen der Sonos-Anlage bereits in einem früheren Test ausführlich beschäftigt haben, wollen wir an dieser Stelle vor allem auf den Play:1 und seinen möglichen Einsatz eingehen. Wir haben ihn in verschiedenen Räumen aufgebaut. Dabei wurde schnell klar: Mit der Power einer Play:3 oder gar der Play:5 kann Play:1 nicht mithalten. Wer also sein (großes) Wohnzimmer beschallen will, sollte doch lieber zu den schon länger erhältlichen Modellen greifen.

Guter Sound vor allem in kleinen Räumen, dauerhafter Stromverbrauch

Play:1 unauffällig im Lebensmittelregal in der KüchePlay:1 unauffällig im Lebensmittelregal in der Küche In kleinen Badezimmern oder Küchen macht der Lautsprecher aber eine gute Figur. Das liegt auch an seiner Größe. Unauffällig wie eine größere Konservendose kann der Lautsprecher im Schrank stehen oder seinen Platz im Badezimmer finden. Auch Luftfeuchtigkeit soll bei Play:1 kein Problem sein, verspricht der Hersteller - ein Versprechen, das wir auf Dauer nicht testen konnten. Kurzfristig gab es keine Beeinträchtigungen. Im Wohnzimmer kann Play:1 ebenfalls eine gute Figur machen, wenn beide Lautsprecher im Stereo-Mode gekoppelt werden und so zusammen den Raum mit Sound ausfüllen. Angesichts des Preises von dann 398 Euro kann sich der Nutzer allerdings auch die Anschaffung des Play:5 überlegen - dann jedoch ohne Stereo-Effekte.

Doch es gibt auch Kritik an den Lautsprechern: Wie beim gesamten Sonos-System wird rund um die Uhr Strom verbraucht. Beim Play:1 sind es nach unseren Messerungen mit einem handelsüblichen Messgerät 3 Watt - auch im Standby. Die Boxen sollten jedoch nicht vom Stromnetz getrennt werden, damit sie (über ein eigenes WiFi-Netz) in Kontakt zum Sonos-Netz bleiben und bequem per Handy in Betrieb genommen werden können. Eine einzige Box verbraucht so im Jahr 26 kWh, was bei einem Strompreis von angenommenen 25 Cent pro kWh 6,57 Euro sind. Immerhin: Auch im aktiven Betrieb verbraucht Sonos kaum mehr als im Standby und somit deutlich weniger als eine Stereo-Anlage.

Fazit: Play:1 ist eine sinnvolle Sonos-Ergänzung

Mit der Play:1 hat Sonos dafür gesorgt, dass Nutzer von Sonos-Anlagen auch in Räumen Musik über das Sonos-System hören können, die sie bisher aufgrund des höreren Preises von Play:3 oder Play:5 nicht mit einer Komponente versorgen wollten. Zwar sind die geforderten 199 Euro für eine einzelne Play:1-Box auch nicht wenig, die Qualität des Systems den Preis aber durchaus wert - auch beim Play:1. Wer noch kein Sonos-System hat, für den könnte Play:1 auch ein Einstieg in das Sonos-System sein, wenn er berücksichtigt, dass für größere Räume eigentlich die größeren und teureren Bausteine aus dem Sonos-System benötigt werden.

Um einen weiteren Eindruck von Sonos zu bekommen, empfehlen wir Ihnen unseren Sonos-Testbericht aus dem vergangenen Jahr. Einen Überblick über die Anbieter von Musik-Streaming-Flatrates für 10 Euro, die fast alle mit Sonos kompatibel sind, finden Sie auf einer Übersichtsseite.

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