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Solar-Panel mit USB-C und Lightning

Der Outdoor-Ausrüster SunnyBAG hat auf der IFA live die Kickstart-Kampagne für sein neues Solar-Panel mit Hybrid-Stecker für mobile Geräte gestartet. Die Kampagne erreichte innerhalb weniger Stunden 50 Prozent der Finanzierungssumme und knackte heute das Ziel.
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SunnyBAG ist bei einigen Kletterern und Wanderfreunden ein Begriff. Passend zum Namen stellt das 5 Jahre junge Unternehmen Taschen mit Solarpanels her. Auch zwei alleinstehende Solar-Ladegeräte sind im Angebot. Damit richtet sich das Unternehmen an Outdoor-Sportler, die auch auf mehrtägigen Touren Smartphones und (Action-)Kameras aufladen wollen.

Der Solar-Spezialist aus Österreich hat zudem nicht nur die Berge vor der Tür, sondern nach eigener Aussage auch einen guten Draht zur Community derer, die sich gerne im Freien bewegen. Anklang hat hier dem Unternehmen zufolge das Solar-Ladegerät SunnyBAG Leaf gefunden.

Aufgrund von Kunden-Anregungen hat SunnyBAG die Entwicklung eines Solar-Hybridpanels angestoßen: Das SunnyBAG Leaf+. Der Nachfolger des Leaf basiert auf zwei verschiedenen Solartechnologien und verfügt über ein USB-Kabel mit hybridem Stecker. Sowohl Apple-Geräte mit Lightning-Anschluss als auch Devices mit Mikro-USB-C-Anschluss können mobil aufgeladen werden.

Spezifikationen des Leaf+

Das Solarpanel Leaf+ soll eine Leistung von 6,2 Watt erzielen und angeschlossene Endgeräte mit bis zu 1,24 Ampère aufladen könne. Der hybride Aufbau und der Einsatz von zwei verschiedenen Sorten von Solar-Zellen versprechen einen hohen Wirkungsgrad sowohl bei starkem Sonneneinfall als auch bei Bewölkung. Das Packmaß ist dabei überschaubar: Der Durchmesser beträgt 26 cm, 230 g bringt das Panel auf die Waage. Umwelteinflüsse wie Regen und Schnee sollen dem Ladegerät ebenso wenig ausmachen wie Stürze.

Closeup des Befestigungs-Systems des Leaf+.Closeup des Befestigungs-Systems des Leaf+. Unser erster Eindruck im Hands-On zeigte: Das Panel ist tatsächlich sehr flexibel und biegsam, ohne Schäden zu hinterlassen. Das Befestigungssystem wirkte stabil. Dank der Flexibilität passt sich das Panel der Form des Untergrunds an. Auch bei künstlichem Licht registrierte ein angestecktes Smartphone eingehenden Ladestrom.

Im Rahmen der IFA konnten wir zwar erste äußerliche Eindrücke zum Panel sammeln. Ausgestellt waren jedoch hauptsächlich Vorserienmodelle. Ein redaktioneller Test des serienreifen Produkts ist geplant. Hier werden wir sehen, ob die ausgelobten Werte auch im Alltag bestehen können.

Doppelt hybrid

SunnyBAG hat sich für ein fest installiertes Ladekabel mit hybridem Lightning-/MikroUSB-C-Stecker entschieden und dies mit Effizienzeinbußen bei weiteren Konnektoren begründet.

Effizienz war bei der Präsentation des Panels ein wichtiges Stichwort: So sind Solarzellen mit 22,4 Prozent Wirkungsgrad verbaut, was beim derzeitigem Stand der Technik deutlich am oberen Rand für Verbraucherprodukte liegt. Möglich wird dies durch den Einsatz von hybriden Tandem-Solarzellen, die unterschiedliche Wellenbereiche des Sonnenlichts resorbieren. Die Leistungsfähigkeit soll auch bei schwächerem Sonnenlicht erhalten sein, was das Panel auch für urbane Smartphone-Nutzer interessant macht.

Kickstart-Kampagne auf der IFA live gestartet

SunnyBAG-CEO Stefan Ponsold präsentiert den Hybrid-Stecker des Leaf+.SunnyBAG-CEO Stefan Ponsold präsentiert den Hybrid-Stecker des Leaf+. Noch während der Präsentation des neuen Produkts startete SunnyBAG-Gründer Stefan Ponsold auf der IFA am 6. September die Kickstarter-Kampagne zum Leaf+. Innerhalb von Stunden war die 50-Prozent-Marke erreicht und bereits drei Tage später das Finanzierungsziel von 22 000 Euro erreicht. In den verbleibenden Tagen der Kampagne bis einschließlich zum 23. Oktober möchte SunnyBag mit Hilfe weiterer Unterstützung den Lieferumfang ausbauen. Derzeit sind das Panel sowie ein externer Akku mit bescheidenen 4 Ah enthalten. So könnte das Paket für Early Adopter ein stärkeres Powerpack, Karabiner und Befestigungsmaterial enthalten - je nach Ausgang der laufenden Kampagne.

Ein Prototyp des SunnyBAG Leaf+ auf der IFA 2016.
Ein Prototyp des SunnyBAG Leaf+ auf der IFA 2016.

Verfügbarkeit und Preise

Das Leaf+ ist noch während der Kampagne zu Sonderpreisen auf Kickstarter.de bestellbar. Derzeit sind noch Panels ab 74 Euro verfügbar. Für den Versand nach Deutschland fallen mindestens 10 Euro Portokosten an. Weitere Vertriebswege sollen zukünftig der hauseigene Shop sowie Amazon sein. Die Auslieferung erfolgt nach Ansage von SunnyBAG ab November, der Dezember wird zugesichert, wobei das Unternehmen in seiner Präsentation sichtlich auf das Weihnachtsgeschäft schielte. Der Versand soll aus Österreich erfolgen, so dass keine weiteren Kosten für Zoll oder Steuern anfallen.

In unserer Kategorien-Liste für Solar-Produkte finden Sie einige Tests von Solar-Ladegeräten.

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