Handy-Chat

Neuer Prepaid-Anbieter Snoog Mobile: ICQ am Handy kostenlos

Angebot von Ex-o2-Chef Rudi Gröger wird im Vodafone-Netz realisiert
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Mit Snoog Mobile [Link entfernt] ist heute Prepaid-Discounter an den Start gegangen, der die Funkmasten von Vodafone mitnutzt, sich selbst aber auch als virtueller Mobilfunk-Netzbetreiber bezeichnet. Hinter Snoog Mobile steht der ehemalige o2-Chef Rudolf Gröger. Wie Gröger dem Fachmagazin w&w in einem Interview erklärte, will er bis Ende 2010 rund 250 000 Kunden für seinen neuen Handy-Tarif gewinnen.

Mit dem Prepaid-Angebot, das ab sofort über die Homepage des Unternehmens erhältlich ist, können die Kunden am Handy kostenlos den Instant Messenger ICQ nutzen. Dabei ist sowohl der Download der erforderlichen Software als auch deren Nutzung kostenfrei. Auch für den anfallenden Datenverkehr über GPRS bzw. UMTS fallen keinen Kosten an. Somit haben die Kunden die Möglichkeit, mit anderen Freunden und Bekannten, die ebenfalls ICQ oder den AOL Instant Messenger nutzen, vom Handy aus kostenlos zu kommunizieren.

Laut Snoog Mobile derzeit mehr als 100 Handy-Modelle für Gratis-ICQ geeignet

ICQICQ mit Snoog Mobile Auf seiner Homepage [Link entfernt] verrät der Discounter, welche Handy-Modelle derzeit für den angebotenen ICQ-Client kompatibel sind. Mehr als 100 verschiedene Mobiltelefone von Nokia, Sony Ericsson und Samsung sollen bereits nutzbar sein. Weitere Geräte kommen nach Angaben des Anbieters sukzessive dazu kommen. Dabei können die Interessenten auch ihr Handy-Modell hinterlassen und auf Feedback von Snoog Mobile hoffen, ob das eigene Telefon für den kostenlosen ICQ-Chat geeignet ist.

Der Telefon-Tarif von Snoog Mobile ist wenig spektakulär: Untereinander telefonieren die Kunden für 5 Cent pro Minute. In alle anderen deutschen Fest- und Mobilfunknetze beträgt der Minutenpreis 15 Cent und die Mailbox-Abfrage kostet ebenfalls minütlich 15 Cent. Der Versand einer SMS schlägt mit 15 Cent zu Buche, eine MMS kann für 35 Cent verschickt werden. Für den mobilen WAP- und Internet-Zugang berechnet die neue Mobilfunk-Marke 39 Cent je übertragenem Megabyte.

Die Abrechnung aller Gespräche erfolgt im Minutentakt. Datenverbindungen werden in 10-kB-Schritten abgerechnet. Es fallen keine Grundgebühren oder Mindestumsätze an und Snoog Mobile verzichtet auf eine Vertragslaufzeit. Auch die Mitnahme einer bestehenden Handynummer wird angeboten. Dafür fallen bei Snoog Mobile keine Kosten an, wobei beim bisherigen Anbieter des Kunden rund 25 bis 30 Euro für die Portierung zu zahlen sind. Wer seine Snoog-Mobile-Nummer später zu einem anderen Anbieter portiert, zahlt hierfür 25 Euro.

Starterset für 15 Euro mit 5 Euro Guthaben

Das Startpaket für Snoog Mobile kostet 15 Euro. Darin sind 5 Euro Startguthaben enthalten. Die Bezahlung des Startersets erfolgt per Lastschrift. Eine Bonitätsprüfung findet nicht statt, wie der Anbieter auf Anfrage von teltarif.de mitteilte. Die Bezahlung der anfallenden Kosten ist derzeit aber nur per Überweisung und im Lastschriftverfahren möglich.

Trotz Prepaid keine 100-prozentige Kostenkontrolle

Wie die Pressestelle von Snoog Mobile auf Anfrage mitteilte, erfolgt die Abrechnung zwar im Prepaid-Verfahren. Allerdings könne es vorkommen, dass Telefonate noch bis zu einer Stunde, nachdem der Guthabenstand 0 Euro erreicht hat, möglich sind. Eine hundertprozentige Kostenkontrolle gibt es demnach nicht, zumal es theoretisch denkbar ist, dass innerhalb dieses Zeitfensters auch teure Sonderrufnummern angerufen werden oder International Roaming genutzt wird.

Im Vergleich zu anderen Discountern fair ist der Preis für einen Anruf bei der Kundenbetreuung: Hierfür fallen vom Handy aus minütlich 5 Cent an. Im EU-Ausland wird der Standard-Tarif von 51 Cent pro Minute für abgehende Telefonate und 22 Cent pro Minute für eingehende Anrufe berechnet.

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