Insolvenz

Prepaid-Discounter Snoog Mobile ist pleite

Befürchtungen vom September bestätigen sich damit
Von Marc Kessler
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teltarif.de hatte im September bereits über Schwierigkeiten und ein mögliches Aus beim vom ehemaligen o2-Chef Rudi Gröger gegründeten Prepaid-Discounter Snoog Mobile berichtet. Nun ist der worst case eingetreten: Snoog Mobile ist pleite.

Wie Snoog-Geschäftsführer Anton Zur gegenüber unserer Redaktion bestätigte, hat das Unternehmen Insolvenz angemeldet. Schon im September hatte Zur gegenüber unserer Redaktion zugegeben: "Die Kundenzahlen sind nicht so, wie wir uns das vorstellen".

Grund waren zu wenige Kunden

Snoog-Mobile-LogoSnoog Mobile ist pleite Gröger wollte laut des Portals W&V bis Ende 2010 ursprünglich rund 250 000 Kunden mit Snoog Mobile gewinnen. Diese Zahl, so Anton Zur uns gegenüber, sei jedoch "Unsinn". Richtig sei allerdings, dass man keine "kritische Masse" an Kunden habe erreichen können. Wie uns Anton Zur bestätigte, wollten die Gesellschafter - darunter auch Gröger - daher keine weiteren Finanzmittel investieren, da eben nicht genug Kunden akquiriert werden konnten.

Die Prepaid-Marke war im Oktober vergangenen Jahres an den Start gegangen und warb unter anderem mit kostenlosem Chatten beim Instant-Messaging-Dienst ICQ. Seit März bot Snoog Mobile einen 9-Cent-Einheitstarif, der im Vodafone-Netz realisiert wurde.

Zukunft der Bestandskunden unklar

Was mit Snoog-Mobile-Bestandskunden passiert, ist aktuell noch unklar. Anton Zur vermutet, dass die Kunden das Angebot zunächst einmal weiternutzen können, da das Vertragsverhältnis mit der ensercom GmbH geschlossen worden sei (teltarif.de berichtete).

Das Angebot des 7,7-Cent-Tarifs Snoog Seven - ebenfalls ein ensercom-Resale-Angebot - werde vorerst weiter angeboten, sagt Anton Zur. Ob der Vertrieb dieser Offerte erfolgreicher sei, wollte Zur aktuell nicht kommentieren.

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