Snapbot-Automaten

Snapchat Spectacles: Kamera-Brille aus dem Automaten in Deutschland

In den USA gibt es die Snapchat-Kamerabrille schon seit vergangenem Herbst zu kaufen, jetzt ist Deutschland an der Reihe. Auch hier wird sie statt in Läden aus wandernden Automaten verkauft. Online wird die Brille ebenfalls vermarktet.
Von Rita Deutschbein mit Material von dpa
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Die Kamera-Sonnenbrille zur populären Fotoapp Snapchat kommt nach Deutschland und Europa. Die Betreiberfirma Snap will das Gerät genauso wie im Heimatmarkt USA auch hier über gelbe Automaten verkaufen, die für kurze Zeit an verschiedenen Orten auftauchen. Wo genau die Automaten zu finden sind, verrät Snapchat erst 24 Stunden vorher über eine speziell eingerichtete Webseite [Link entfernt] . Alternativ zum Automaten-Kauf kann die Spectacles genannte Brille auch online erworben werden. Die Lieferzeit beträgt in diesem Fall drei bis fünf Tage.

Snapchats Spectacle-Brille
Snapchats Spectacle-Brille

Die Spectacles-Brille nimmt auf Knopfdruck bis zu zehn Sekunden lange Videos auf, die dann bei Snapchat hochgeladen werden können. Der Preis hierzulande liegt bei 149,99 Euro. Ein Ladeetui und Ladekabel sind im Preis bereits enthalten. Die Brille gibt es wahlweise in den Farben Schwarz, Koralle und Türkis.

Der Clou am Brillen-Konzept ist die Aufnahme-Perspektive. Denn anders als bei Aufnahmen mit einem Smartphone sitzt die Brille direkt vor den Augen und nimmt Videos dank 115-Grad Weitwinkel-Linse in der Ego-Perspektive auf - der Film zeigt somit genau die Ansicht, die auch der Nutzer mit seinen Augen wahrnimmt.

Erst heute tauchte ein Automat in Berlin am Kletterpark MountMitte auf. In Paris stand er an der Seine mit dem Eiffelturm im Rücken und in London vor dem Riesenrad London Eye. Außerdem stand ein Snapbot-Automat am Hafen von Barcelona und in Italien passenderweise in Venedig - Snap hat seinen Sitz in Venice Beach bei Los Angeles.

Snapbot-Automaten wandern jetzt auch durch Deutschland
Snapbot-Automaten wandern jetzt auch durch Deutschland

Snapchat-Brille: Von den USA nach Deutschland

In den USA sind die Kamera-Brillen seit Herbst für 129,99 Dollar auf dem Markt. Zusätzlich zu den wandernden Snapbot-Automaten gibt es auch drei langfristigere Pop-up-Stores in Kalifornien.

Snap nennt keine Absatzzahlen, aber die jüngsten Quartalsergebnisse legten nahe, dass im vergangenen Vierteljahr bis zu 60 000 davon verkauft wurden. Zugleich hieß es Anfang Mai, mit der Brille seien bisher fünf Millionen Snaps gemacht worden. Snap wurde mit seinen von allein verschwindenden Fotos in der Snapchat-App populär, will aber inzwischen als innovativer Kamera-Anbieter wahrgenommen werden.

Die Kamera der Brille nimmt die Umgebung in einem Winkel von 115 Grad auf, und das Format der Videos ist kreisrund, was das Sehfeld des menschlichen Auges nachahmen soll. Ein Licht an der Brille zeigt an, dass die Aufnahme läuft. Die Clips werden danach per Bluetooth-Funk oder WLAN ans Smartphone übermittelt. Datenschutz-Bedenken angesichts der Funktion wurden in den USA im Gegensatz zur inzwischen eingestellten Datenbrille Google Glass nicht laut.

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