Short-Message-Service

Mobilfunkunternehmen verzeichnen sinkenden Umsatz mit SMS

SMS-Pakete und Flatrates drücken Preise
Von Jennifer Buchholz
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Trotz weiterhin steigenden SMS-Zahlen, sinkt der Umsatz für die Mobilfunkanbieter mit SMS und MMS in Deutschland. Für das Jahr 2013 wird nach einer Bitkom-Umfrage der Umsatz in dem Bereich um 12,7 Prozent auf 2,75 Milliarden Euro zurückgehen.

Im Gegensatz zum Umsatz steigt allerdings weiter­hin die Zahl der - auch über das Internet - versendeten SMS und MMS dieses Jahr auf 63 Milliarden. Dies ist ein Zuwachs von 6 Prozent.

„Der Umsatz mit Kurz­nachrichten leidet unter dem zunehmenden Trend zu Flatrates, dem günstigen SMS-Versand über das Internet und der Substitution der SMS durch internetbasierte Dienste wie WhatsApp, iMessage oder Facebook“, sagt Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf.

Der Preis für eine einzeln abgerechnete SMS liegt bei den meisten Mobilfunkanbietern in Deutschland zwischen 6 und 19 Cent. Bei den SMS-Paketen oder Flatrates dagegen können die Stückpreise deutlich niedriger liegen. Der Trend dieser SMS-Angebote spiegelt auch die Unter­suchung der BNetzA wieder. Demnach wurden 2012 bereits etwa 60 Prozent der versendeten Kurz­nachrichten über eine ent­sprechende Flatrate verschickt. Die Agentur erwartet für dieses Jahr eine Fort­setzung der Entwicklung. Infolge­dessen wird der Gesamtumsatz mit den Kurznachrichtendiensten wie in den Vor­jahren weiterhin sinken. So betrug dieser 2010 etwa 45 Prozent, 2012 waren es nur noch 35 Prozent und für dieses Jahr werden unter 30 Prozent erwartet.

SMS werden häufig geschäftlich genutzt

SMS ist bei geschäftlichen Anwendungen im TrendSMS ist bei geschäftlichen Anwendungen im Trend Zwar ist die Konkurrenz für den Kurz­nachrichten­dienst durch das Auf­kommen immer neuerer Apps groß. Dennoch werden SMS besonders im geschäftlichen Bereichen weiterhin gerne und häufig versendet. So nutzen zum Beispiel Airlines den Service zum Versand von Bord­karten für den Check-In am Flughafen, die Deutsche Bahn zum Mitteilen von Zug­verspätungen oder die Bank für die Mobile-TAN beim Online-Banking.

Auch dieser Service wird für die meisten Groß­konzerne von ihren Mobil­funk­anbietern kostengünstig angeboten. Demnach sind auch hier keine großen Um­satz­einnahmen für die Telefon­konzerne zu erwarten.

Erfolgsgeschichte mit drei Buchstaben

Seit 1994 funktioniert der SMS-Versand und -Empfang auf beinahe jedem Handy. Der Vorteil des Service ist die von Zeit und Ort unabhängige Über­mittlung von Nachrichten und Informationen. Ein weiterer Vorteil ist, dass SMS weder eine Internet­verbindung benötigen und der Ver­braucher sich auch nicht gesondert für die Nutzung des Dienstes anmelden muss. Der Kurz­nach­richten­dienst war daher eine gern genutzte Alter­native zum E-Mail-Versand.

Seit den 90er Jahren nimmt der SMS-Versand stark zu. Dies hing besonders mit der Einführung von Prepaid-Karten sowie günstigeren Mobil­funk­preisen zusammen.

Mit dem teltarif.de-Ratgeber finden Sie Möglichkeiten, kostenlose SMS über das Internet zu versenden.

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