Kaufratgeber

Smartwatch-Ratgeber: So finden Sie das passende Modell

Wer vor der Entschei­dung für eine neue Smart­watch steht, hat die Qual der Wahl. Doch nicht jede Uhr ist für jeden Inter­essenten geeignet. Wir haben uns einige Handy-Uhren einmal ange­sehen.

Die Smart­watch mit dem größten Markt­anteil ist die Apple Watch. Gleich­zeitig ist diese Uhr aber am wenigsten flexibel, denn sie kann nur zusammen mit einem iPhone genutzt werden. Wer ein Android-Smart­phone besitzt, wird an der Uhr demnach keine Freude haben, zumal für die Einrich­tung immer noch ein Handy von Apple benö­tigt wird und nur ein Teil der verfüg­baren Features ohne Kopp­lung mit dem Handy zur Verfü­gung stehen.

Apple selbst bezeichnet die Handy-Uhr als Trai­nings­partner am Hand­gelenk. So wird dem Anwender seine tägliche Akti­vität ange­zeigt und es stehen verschie­dene Work­outs zur Verfü­gung. Mit dem aktu­ellen watchOS-Betriebs­system kann die Apple Watch auch als Schlaf-Tracker dienen, ein Ein-Kanal-EKG durch­führen und den Blut­sauer­stoff­gehalt messen.

Die Apple Watch ist nur mit dem iPhone kompatibel Die Apple Watch ist nur mit dem iPhone kompatibel
Fotos: Apple/teltarif.de, Montage: teltarif.de
Eine weitere wich­tige Funk­tion sind Benach­rich­tigungen - etwa über einge­hende WhatsApp-Nach­richten, das Tor der Lieb­lings­mann­schaft in der Bundes­liga und ähnli­ches. Läuft die Anwen­dung nicht nativ auf der Uhr, so wird sie vom iPhone zur Apple Watch weiter­geleitet. Dabei kann der Kunde selbst entscheiden, von welchen Apps die Mittei­lungen auch am Hand­gelenk empfangen werden sollen.

Mit der Apple Watch können Anwender auch Musik-Strea­ming nutzen. Das funk­tio­niert mit intakter Internet-Verbin­dung per WLAN oder - bei den Cellular-Modellen - über das Mobil­funk­netz. Apple Music war als erste Strea­ming-App nativ auf der Uhr verfügbar. Mitt­ler­weile gibt es auch Apple Podcasts und Hörbü­cher, Spotify und den Radioplayer.de für die Apple Watch. Dazu steht mit der Apple Watch die Nutzung von Apple Pay zur Verfü­gung.

Google und Samsung wagen Neustart mit WearOS 3

Google bietet mit WearOS ein eigenes Smart­watch-Betriebs­system an. Dieses wurde mehr­fach relauncht, konnte aber quali­tativ mit watchOS von Apple oder auch dem bislang von Samsung verwen­deten Tizen-System nicht konkur­rieren. Auf der Google I/O im Früh­jahr 2021 hat Google den Relaunch von WearOS ange­kün­digt und mit Samsung auch gleich einen promi­nenten Koope­rati­ons­partner vorge­stellt.

Im Sommer 2021 wurde die Samsung Galaxy Watch 4 (Classic) als erste Smart­watch vorge­stellt, die auf WearOS 3 basiert. Für andere Hersteller wird das neue Betriebs­system erst in der zweiten Jahres­hälfte 2022 geöffnet. Samsung-Nutzer müssen sich wiederum gegen­über früheren Smart­wat­ches des Herstel­lers kaum umge­wöhnen, denn dank der One-UI-Benut­zer­ober­fläche "fühlt" sich das neue WearOS kaum anders an als frühere Smart­wat­ches des glei­chen Herstel­lers.

Vorteil für Samsung-Nutzer: Auch Dienste wie Samsung Health und Samsung Pay sind an Bord. Zugleich ist aber auch Google Pay verfügbar, das bei den bishe­rigen Handy-Uhren des korea­nischen Herstel­lers nicht genutzt werden konnte. Noch ausbau­fähig ist das App-Angebot im Google Play Store. Aller­dings haben erste Entwickler bereits ange­kün­digt, künftig sogar nur noch das "neue" WearOS zu supporten und sich von den bishe­rigen Smart­watch-Soft­ware-Platt­formen von Google und Samsung zu verab­schieden.

Wann es WearOS-3-Smart­wat­ches von anderen Herstel­lern geben wird und wie diese in der Praxis funk­tio­nieren, bleibt abzu­warten. Samsung setzt eigene, sehr perfor­mante Prozes­soren aus der Exynos-Reihe ein. Andere Smart­watch-Produ­zenten wären wohl auf Qual­comm-Hard­ware ange­wiesen - und so gut diese auf Smart­phones arbeitet, so schlecht sind die bishe­rigen Erfah­rungen bei Handy-Uhren.

Auf der dritten und letzten Seite lesen Sie mehr zu den Tizen-Smart­wat­ches von Samsung und zu Produkten anderer Hersteller.

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