Mobile Payment

Bezahlen mit der Smartwatch: So geht's

In immer mehr Geschäften können Sie an der Kasse auch mit Ihrer Uhr am Handgelenk bezahlen. Wir berichten darüber, welche Lösungen es in Deutschland bereits gibt und welche Angebote bereits geplant sind.

Über den Start von Apple Pay auf dem deutschen Markt ist in den vergangenen Jahren immer wieder spekuliert worden, aber erst nach dem Vorpreschen des Mitbewerbers Google hat Apple den Schritt tatsächlich angekündigt. Noch in diesem Jahr soll das Angebot starten - wie bei Google und Garmin zunächst mit wenigen Banken als Partner, was aber in Nachbarländern wie der Schweiz auch nicht anders war.

Neben dem iPhone ist Apple Pay auch mit der Apple Watch nutzbar. Dabei spielt es keine Rolle, welche Version der Smartwatch vom Kunden genutzt wird. Selbst die Original Apple Watch, die im Herbst kein Update auf watchOS 5 mehr bekommt, ist mit Apple Pay kompatibel. Es handelt sich anders als Google Pay und Garmin Pay um eine geschlossene Lösung, die nur im Apple-Ökosystem funktioniert. Es ist also beispielsweise nicht möglich, eine Apple Watch mit einem Android-Smartphone zu koppeln und so Apple Pay zu nutzen.

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Apple Pay startet noch 2018 in Deutschland Apple Pay startet noch 2018 in Deutschland
Foto: teltarif.de
Ende Juli haben die Sparkassen ihre zuvor angekündigte Mobile-Payment-App für Android-Smartphones gestartet. Derzeit sind keine Pläne für eine Erweiterung auf Smartwatches bekannt. Anders sieht es bei den Volksbanken und Raiffeisenbanken aus, die am kommenden Montag, 13. August, zunächst ebenfalls ausschließlich für Android-Smartphones eine eigene Lösung anbieten, auf Anfrage von teltarif.de aber mitteilten, ein Angebot für die Nutzung auf Handy-Uhren sei eine logische Weiterentwicklung.

Für Smartwatches und andere Wearables gibt es international noch Dienste wie Samsung Pay und Fitbit Pay. Beide Angebote sind auf dem deutschen Markt bislang aber nicht vertreten. Nachdem mit Apple und Google zwei große Mitbewerber in Deutschland starten, erscheint es aber zumindest nicht ausgeschlossen, dass auch weitere Dienstleister in den kommenden Monaten nachziehen.

Sicherheit beim Bezahlen mit der Smartwatch

Egal ob Garmin Pay, Google Pay oder Apple Pay: Sobald der Nutzer seine Smartwatch vom Handgelenk nimmt, wird die Mobile-Payment-Funktion automatisch gesperrt. Der jeweilige Dienst funktioniert dann erst wieder, wenn die zuvor festgelegte PIN erneut eingegeben wurde. Garmin Pay fordert zudem einmal täglich aus Sicherheitsgründen die Eingabe der PIN.

Bei Google Pay und Apple Pay ist die NFC-Funktion standardmäßig inaktiv. Sie wird durch einen Doppelklick durch die rechts unten befindliche Taste auf der Smartwatch eingeschaltet. Sobald der Nutzer das erledigt hat, wird auf dem Display der Uhr auch eine angedeutete Kreditkarte angezeigt. Erst dann kann der Anwender die Smartwatch zum Terminal bewegen, um den Zahlungsprozess einzuläuten.

Immer mehr Akzeptanzstellen verfügbar

Abschließend stellt sich natürlich die Frage, wo man überhaupt mit seiner Smartwatch bezahlen kann. Das klappt in der Regel überall dort, wo auch mit einer "herkömmlichen" Kreditkarte kontaktlos bezahlt werden kann. Dazu muss nicht zwingend das Logo von Garmin Pay, Google Pay oder Apple Pay an der Kasse zu sehen sein. Immer mehr Supermärkte und Tankstellen, aber auch Hotels oder Restaurants ermöglichen mittlerweile kontaktlose Zahlungen, was dann jeweils auch mit der Uhr am Handgelenk funktioniert.

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