Rückblick
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Vom Backstein zum Brett: Smartphones von 1992 bis heute

Wie hat sich die Handlichkeit der Smartphones von den Anfängen 2000 bis heute verändert? Welcher Hersteller hatte zuerst ein Gerät nach der Definition eines Smartphones? Wir wagen einen Rückblick - vom großen Klotz zur Flunder der Neuzeit.
Von / Dominik Haag
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1992: Ein Smartphone seiner Zeit weit voraus

Es kam mehrfach vor, dass technische Errungen­schaften einfach ihrer Zeit voraus waren. Was wir heute unter einem Smartphone verstehen - Touchscreen, Mobilfunk und Apps - zeigte IBM erstmals im November 1992 auf der Computex. Zwar noch als Prototyp, aber das IBM Simon Personal Communicator, kurz IBM Simon, ist das erste Gerät gemäß der Definition eines Smartphones gewesen. Zwischen 1994 und 1995 wurde das Gerät über 50 000 Mal in den USA verkauft zu einem Preis von 1099 US-Dollar ohne Vertrag. Nur handlich war es mit 200 mal 64 mal 38 Millimeter Größe und 510 Gramm Gewicht keinesfalls.

Zu den herausragenden und - für damalige Zeiten - revolutionären Fähigkeiten gehörten das Empfangen und Tätigen von Anrufen, Senden und Empfangen von Fax-Nachrichten, E-Mails und die Unterstützung von kleinen Dienst­programmen. Vorinstalliert waren besagte Programme für Kontakte, Notizen, ein einfacher E-Mail-Client, ein Faxprogramm, Kalender, Taschen­rechner, Weltzeituhr und sogar ein Programm für handschriftliche Notizen. Das IBM Simon war schon damals mit einem Touchscreen ausgestattet, welcher sogar die prädiktive Stylus-Eingabe unterstützte. Als Betriebs­system kam eine abgewandelte Form von Datalight ROM-DOS zum Einsatz, dessen Oberfläche komplett ohne Kommandozeile auskam. Auch das war für damalige Verhältnisse eine Revolution.

IBM Simon
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