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Smartphones im Preisverfall: Nur Apple muss nicht mitmachen

Außerdem: Laut Studie ist die Handy-Nutzung stark rückläufig
Von Marleen Frontzeck-Hornke mit Material von dpa

Smartphones im Preisverfall Smartphones im Preisverfall
Bild: Apple, Google, Nokia, RIM, Samsung / Montage: teltarif.de
Das Interesse der Kunden an günstigeren Smartphones drückt die Preise in dem bisher hoch lukrativen Geschäft. Im dritten Quartal sank der durchschnittliche Gerätepreis nach Schätzung der Marktforschungsfirma IDC um 12,5 Prozent auf 317 Dollar.

Dabei hebt sich Apple vom Rest des Marktes ab. Die iPhones sind mit einem Durchschnittspreis von 635 Dollar die mit Abstand teuersten Geräte auf dem Markt, wie IDC am späten Dienstagabend berichtete. Vor einem Jahr hätten die Käufer allerdings im Schnitt noch 675 Dollar pro iPhone bezahlt. Beim dominierenden Smartphone-Betriebssystem Android sank der durchschnittliche Gerätepreis binnen eines Jahres von 313 auf 268 Dollar.

Android baut Spitzenposition aus

Smartphones im Preisverfall Smartphones im Preisverfall
Bild: Apple, Google, Nokia, RIM, Samsung / Montage: teltarif.de
Die Google-Plattform Android konnte ihre Spitzenposition mit einem Marktanteil von zuletzt 81 Prozent nochmals etwas ausbauen. Ein Jahr zuvor lag Android noch bei 75 Prozent. Der iPhone-Marktanteil sank im dritten Quartal auf 12,9 Prozent - allerdings waren die beiden neuen Modelle erst Ende September gestartet.

Windows Phone von Microsoft schaffte im Jahresvergleich einen deutlichen Sprung von 2,0 auf 3,6 Prozent Marktanteil. Unter anderem hatte der wichtigste Microsoft-Partner Nokia günstigere Modelle herausgebracht. Für den kanadischen Smartphone-Pionier Blackberry sah es im dritten Quartal hingegen düster aus: Der Marktanteil schrumpfte auf 1,7 Prozent von 4,1 Prozent ein Jahr zuvor. Das Unternehmen wollte in diesem Jahr mit einem neuen Betriebssystem und frischen Geräten die Wende schaffen, sie verkauften sich jedoch bisher schlecht.

Die Handy-Nutzung ist stark rückläufig

Die Handy-Nutzung ist laut einer Studie der Ipsos MediaCT Tracker stark rückläufig. Das Marktforschungsinstitut hat die Ergebnisse mit den Daten vom Januar verglichen. Dabei ist aufgefallen, dass im genannten Zeitraum die Nutzung von Smartphones um zehn Prozent auf aktuell 41 Prozent gestiegen ist. Die Mehrheit der Smartphone-Nutzer ist in der Altersgruppe unter 34 Jahren vorzufinden - diese haben auch entsprechend am meisten aufgerüstet.

Insgesamt konnte in der Umfrage festgestellt werden, dass 16 Prozent mehr als noch vor zehn Monaten heute ein Smartphone nutzen. Der Gebrauch normaler Handys ging entsprechend bei den Jüngeren um über 20 Prozent zurück. Befragt wurden 1 000 Personen ab einem Alter von 14 Jahren. Neben dem Anstieg der Smartphone-Nutzung konnte auch ein Zuwachs anderer mobiler Internet-fähiger Endgeräte verzeichnet werden.

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