Themenspecial Reise und Roaming Unterwegs

Mit dem Smartphone in London - ein Erfahrungsbericht

London ist eine der wichtigsten Städte Europas und ein beliebtes Reiseziel. Wir waren mit mehreren Smartphones in der Metropole unterwegs und berichten über das Abenteuer einer SIM-Kartenbestellung, zeitverzögerte GPS-Navigation und U-Bahn-Tunnel ganz ohne Empfang.
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Mit über 8 Millionen Einwohnern und unzähligen Pendlern sowie Touristen gehört London zu den am dichtesten bevölkerten Metropolen Europas. Eine Reise in die britische Hauptstadt ist jederzeit lohnend, und auf unserer letzten Reise in der vergangenen Wochen haben wir einmal explizit ausprobiert, wie man als Reisender mit dem Smartphone am besten durch die britische Hauptstadt kommt und welche Hindernisse auftreten können.

In unserem Gepäck befanden sich zwei Smartphones: Das Dual-SIM-Handy Samsung Galaxy S Duos, in dem eine deutsche Vodafone-CallYa-SIM sowie eine Karte von netzclub (im o2-Netz) steckten. Dank überschaubarer Roaming-Kosten im Rahmen der Roaming-Vorgaben der EU ist Telefonieren und das Versenden von SMS mit einer deutschen SIM-Karte in Großbritannien preislich gut kontrollierbar. Für die mobile Datennutzung wollten wir uns aber eine britische SIM-Karte zur Nutzung im Samsung Galaxy Note zulegen.

Erste Hürden bei der SIM-Kartenbestellung

Das dicht bebaute Zentrum von LondonDas dicht bebaute Zentrum von London Bei der Auswahl einer britischen SIM-Karte gibt es - wie in Deutschland - die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Netzen und Providern, die die Netze der fünf Betreiber nutzen. Bei den fünf vorhandenen Netzen handelt es sich um Vodafone, Orange, T-Mobile UK, o2 UK und 3 UK. Wir entschieden uns dazu, von Deutschland aus eine britische T-Mobile-SIM zu bestellen - damit begann das Abenteuer.

T-Mobile UK ist mittlerweile kein selbständiges Unternehmen mehr, sondern wurde mit Wirkung ab April 2010 mit Orange fusioniert. Das neue Unternehmen bekam schlicht und ergreifend den Namen EE. Da diese Marke allerdings bis dato völlig unbekannt war, entschloss man sich, die beiden Marken T-Mobile und Orange bei der Vermarktung in Großbritannien vorerst beizubehalten. Ab September 2012 begann das Gemeinschaftsunternehmen damit, seine Shops auf die neue Marke EE im grünen Design umzustellen. Und just während unserer Reiseplanung im April dieses Jahres wurde die Webseite auf die neue Marke umgestellt.

Die SIM von T-Mobile UK zusammen mit der AufladekarteDie SIM von T-Mobile UK zusammen mit der Aufladekarte Unsere ersten Tarifrecherchen erledigten wir noch auf der magentafarbenen T-Mobile-UK-Seite. Bei der Bestellung mussten wir uns dann allerdings mit der unfertigen Seite ee.co.uk herumschlagen. Grundsätzlich gilt: Wer dort eine SIM-Karte bestellen will, muss über einen Wohnsitz und eine Telefonnummer in Großbritannien verfügen. Glücklicherweise haben wir einen Verwandten in London, über dessen Wohnsitz wir die Bestellung abwickeln konnten. Innerhalb von zwei Tagen lag die kostenlose T-Mobile-UK-SIM im Briefkasten unseres Verwandten, allerdings ohne Guthaben.

Zickige EE-Webseite will unsere Guthabenaufladung nicht

EE bietet die Möglichkeit, für die versendete SIM-Karte einen Online-Account zu registrieren, um weitere Service-Leistungen in Anspruch zu nehmen. Diese Möglichkeit wollten wir nutzen, um Guthaben auf die Karte zu laden. Denn T-Mobile UK spendiert jedem Nutzer, der 10 Pfund (rund 12 Euro) auflädt und anschließend per SMS ein Smartphone-Paket bucht, 100 Gesprächsminuten, 400 SMS und 1 GB Datenvolumen für 30 Tage.

Von T-Mobile UK zu EE - eine schwierige UmstellungVon T-Mobile UK zu EE - eine schwierige Umstellung Schon bei der Registrierung tauchten die ersten Fehler auf der Webseite auf: Felder konnten nicht ausgefüllt werden, beim Abschicken stürzte die Seite ab, und das in mehreren Browsern. Auf eine Mail an den Kundenservice erhielten wir erst nach mehreren Tagen eine verschämte Antwort. Als wir in einer nächtlichen Sitzung die Registrierung beenden wollten, für die wiederum die Angabe einer britischen Adresse notwendig war, sandte das System eine Bestätigungs-PIN an die T-Mobile-UK-SIM. Doch die war noch nicht ins Netz eingebucht und so konnten wir die Registrierung nicht abschließen.

Ständige Ausfälle bei der neuen Webseite von EEStändige Ausfälle bei der neuen Webseite von EE Letztendlich mussten wir das Guthaben dann direkt in Großbritannien in einem Geschäft aufladen. Glücklicherweise kann das nicht nur in den typischen EE-Shops, sondern auch in vielen Supermärkten und Kiosken erfolgen, die auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet haben. EE verschickt dazu zusammen mit der SIM eine Top-up-Card, mit der der Nutzer am Terminal des Händlers die Aufladung vornehmen kann. Nach dem Versand der SMS konnten wir dann endlich im britischen T-Mobile-Netz surfen. Die Account-Registrierung für zukünftige Aufladungen konnten wir aufgrund der widerspenstigen Webseite erst nach Beendigung der Reise abschließen - erst jetzt akzeptierte das System eine neu zugesendete Freischaltungs-PIN.

Auf der folgenden Seite schildern wir unsere Erfahrungen mit dem mobilen Internet in London. Doch nicht nur dieses ist manchmal nur schwer nutzbar, auch beim GPS-Empfang erlebten wir Überraschungen.

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