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Im Selbst-Versuch: Ernährungs-Apps im Test

Mit Ernährungs-Apps können Smartphone-Nutzer ihre Mahlzeiten per App festhalten und sehen, wie viele Kalorien, Fett, Zucker, Salz und Co. sie täglich zu sich nehmen. Ich habe die vier Apps Yazio, Kalorien, Fett und Eiweiß, Lifesum und FatSecret getestet.
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Ich esse gerne. Ich esse auch gerne, was mir schmeckt. Ich versuche aber auch auf die Ernährung zu achten, aber ein Ernährungsexperte bin ich noch lange nicht. Ich wollte gerne Kalorien, Fett-, Salz- und Zuckergehalt in Speisen herausfinden und habe nach einer einfachen Lösung gesucht, Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln zu filtern. Im AppStore bin ich auf Ernährungs-Apps gestoßen, mit denen ich genau das machen kann, in dem ich aufschreibe, was ich täglich esse. Mir geht es letztlich nicht um die Bestimmung jedes einzelnen Gramms, sondern ich möchte einen Überblick erhalten, was ich und wie viel ich täglich zu mir nehme.

Damit es nicht zu kompliziert wird und sich die Idee der Ernährungs-Aufzeichnung auch leicht in den Alltag integrieren lässt, sollten die Apps komfortabel zu bedienen und übersichtlich sein. Ein guter Grund, verschiedene Apps jeweils einem Kurztest zu unterziehen.

Yazio

Für die Nutzung mit persönlichem Profil ist entsprechend eine Registrierung erforderlich. Dann lässt sich eine bevorzugte Ernährungsweise auswählen, zum Beispiel Gewichtsreduktion. Daneben sind noch Low Carb, High Protein und Low Fat möglich. "Yazio Ernährung" definiert einen Ernährungsplan, der beispielsweise für Anfänger geeignet ist. Je nach Auswahl wird die Anzahl der Kalorien und das Nährwertverhältnis von Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett festgelegt. Die Angaben können aber auch manuell eingestellt werden.

Im Ernährungs-Tagebuch können die Nährwerte der Mahlzeiten eingesehen werden.
Im Ernährungs-Tagebuch können die Nährwerte der Mahlzeiten eingesehen werden.
Im Test-Beispiel habe ich ein Zielgewicht festgelegt. Es wird errechnet, wie viele Kalorien ich zu mir nehmen darf, um das Ziel in einer bestimmten Zeit zu erreichen. Es werden auch die Angaben von Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett mit einer Obergrenze festgelegt. Lasse ich eine Aktivität einfließen, in dem ich meinen Tracker, in Test über die Health-App von iOS, mit der App verbinde, werden die verbleibenden Kalorien, die ich zur mir nehmen darf, als "übrig" angezeigt. Darauf sollten sich Nutzer aber nicht zu sehr fixieren. Ich habe nämlich mehrmals festgestellt, dass ich laut übriger Kalorienangabe noch einiges hätte essen dürfen, die Obergrenze des vorher festgelegten Fettanteils aber bereits deutlich überschritten hatte.

Möchte ich Zugriff auf die umfangreiche Rezeptdatenbank, spezielle Ernährungs-Challenges und die Community haben, benötige ich Zugriff auf die Pro-Version. Kostenpunkt im Testzeitraum: 22,49 Euro pro Jahr. Das hat durchaus seinen Reiz, auch um Zugriff auf die Rezeptdatenbank zu erhalten. Die Mahlzeiten daraus lassen sich direkt in den täglichen Kalorien- und Nährwertzähler aufnehmen. Das ist praktisch und erspart die separate Eingabe.

Ansonsten funktioniert die Eingabe für Frühstück, Mittag, Abendessen und Snacks manuell. Die Datenbank für Nahrungsmittel ist sehr umfangreich und die Menge ist leicht zu bestimmen. Die meisten sind in ihrem Gewicht bereits vorgestellt. Über einen integrierten Barcode-Scanner lassen sich aber auch gleich Lebensmittel per Smartphone-Kamera in mein Ernährungs-Tagebuch speisen. Neben dem Brennwert werden auch Fett, Kohlenhydrate, Eiweiß und Ballaststoffe in Gramm angezeigt. Außerdem gibt es eine Lebensmittelbewertung, durch die beispielsweise festgestellt werden, dass ein Lebensmittel zwar fettarm sein kann, dafür aber sehr reich an Kalorien und Kohlenhydraten ist. Das sind gute Informationen, um einen Blick dafür zu bekommen, welche Inhaltsstoffe in einem Lebensmittel enthalten sind.

Im Tagebuch kann ich detailliert meine Mahlzeiten eintragen.
Im Tagebuch kann ich detailliert meine Mahlzeiten eintragen.
Kurz-Fazit: Die App hat meinen Blick dafür geschärft, wie hoch der Energiegehalt von den Lebensmitteln ist, den ich täglich zu mir nehme. Ein guter Anreiz ist es, an den Challenges wie "21 Tage keine Schokolade essen" oder "21 Tage keinen Kaffee" teilzunehmen. Das habe ich zwar nicht immer durchgehalten, aber selbst wenn es nur drei Tage waren, so ist es für mich trotzdem ein Erfolg gewesen. Wer allerdings gesundheitliche Probleme hat und sich nicht sicher ist, sollte besser mit einem Arzt Rücksprache halten, bevor er sich an eine Diät wagt, die unter Umständen eine komplette Ernährungsumstellung erfordert.

Download-Link für Android und iOS.

Auf der nächsten Seite lesen Sie einen Kurztest der App Kalorien, Fett & Eiweißzähler

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