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Tipps zur Heimvernetzung: So bleibt das smarte Zuhause sicher

Ein smartes Zuhause bringt nicht nur Vorteile, sondern birgt auch Gefahren in puncto Sicherheit. Bei vernetzen Geräten sollten sich Nutzer nie darauf verlassen, dass Sicherheitsfunktionen aktiviert oder installiert sind. Wir geben Ihnen Tipps, damit das Smart Home sicher bleibt.
Von Marleen Frontzeck-Hornke mit Material von dpa

Im Smart Home auf die Sicherheit achten Im Smart Home auf die Sicherheit achten
Bild: LKA
Im modernen Haushalt sind viele Geräte miteinander vernetzt - Bewohner dürfen aber nicht an der Sicherheit sparen. Intelligente Überwachungskameras, Schließsysteme oder fernsteuerbare Rolladen-Motoren im sogenannten Smart Home bergen nämlich das Risiko, von Dritten missbraucht zu werden. Darauf weist das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen hin. Wenn sich Unbefugte über ungesicherte digitale Steuerungssysteme Zugriff auf das vernetzte Haus verschaffen, könnten sie etwa die Bewohner ausspionieren oder deren Abwesenheit für einen Einbruch ausnutzen.

Damit der Komfort eines smarten Zuhauses nicht zum Risiko wird, sollten sich Nutzer gut über die Eigenschaften ihrer Geräte informieren und regelmäßig im Internet nach bereits bekannten Sicherheits-Problemen recherchieren. Um ungebetenen Zugriff zu verhindern, muss die Betriebssoftware der Geräte stets auf dem neuesten Stand gehalten werden. Natürlich muss auch der Hersteller eine entsprechende Aktualisierung in Form von Sicherheits-Updates anbieten.

Schnelle Sicherheits-Tipps für das smarte Zuhause

Im Smart Home auf die Sicherheit achten Im Smart Home auf die Sicherheit achten
Bild: LKA
Bei vernetzen Geräten sollten sich Nutzer nie darauf verlassen, dass Sicherheitsfunktionen aktiviert oder installiert sind, rät das LKA. Viele Geräte seien nämlich ab Werk nur mit sehr schlechten Passwörtern vor Zugriff von außen geschützt. Ohne ein neues und sicheres Passwort sollten man daher die WLAN-fähigen Geräte nicht mit dem Internet verbinden. Ohnehin raten die Beamten davon ab, jedes Gerät mit dem Netz zu verbinden. Das sollte nur geschehen, wenn es unbedingt nötig ist.

Damit Unbefugte nicht den Datenverkehr zwischen den Endgeräten und der Steuerungszentrale mitlesen können, muss das Heimnetzwerk, in dem die Geräte eingebunden sind, geschützt werden. Daher sollte auf jeden Fall eine aktuelle Firewall bzw. ein Viren-Schutzprogramm zum Einsatz kommen, Verschlüsselung per WPA2 und ein sicheres Passwort halten ungebetene Gäste draußen. In der Regel lassen sich die Geräte innerhalb eines Netzwerkes über eine Benutzeroberfläche verwalten, in der auch der Punkt Sicherheit vorkommt.

Der Fernzugriff über das Internet oder Smartphone-Apps sollte nur von vertrauenswürdigen Computern oder Netzwerken aus erfolgen, damit niemand die Eingabe von Daten ausspionieren kann.

Das Thema Heimvernetzung und auch damit die Sicherheit des gesamten Systems wird immer wichtiger. So lassen sich zum Beispiel Lampen, Rauchmelder, Fenster, Türen und Bewegungssensoren über eine zentrale Schnittstelle regeln: Eine App fürs Smartphone oder Tablet. Derartige Möglichkeiten bieten unter anderem die Netzwerkausrüster devolo und D-Link. Während devolo auf das kürzlich vorgestellte Smart Home Control für die heimische Verwaltung setzt, bietet D-Link mit der gezeigten mydlink-Home-App eine mobile Zentrale für die Heimvernetzung an. Wie Sie einfach Ihren Haushalte von unterwegs steuern können, zeigen wir Ihnen in diesem Hintergrundbericht zu Smart Home.

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