Themenspezial Fußball Network Slicing

Sky & Vodafone: Fußball-Streaming via 5G-Echtzeit-Netz

Die Möglich­keiten des 5G-Stan­dards sollen am Mitt­woch von Sky und Voda­fone einge­setzt werden, um die Vor- und Nach­bericht­erstat­tung eines Fußball­spiels zu über­tragen.

Der Pay-TV-Sender Sky und Voda­fone werden in einer Koope­ration die Übertra­gung der Vor- und Nach­bericht­erstat­tung eines Fußball­spiels mithilfe der 5G-Mobil­funk­technik auspro­bieren. Das herkömm­liche Proze­dere sieht vor, dass die TV-Bilder von verka­belten Kameras zum Sky-Über­tra­gungs­wagen und von dort über Satellit oder Glas­faser ins Studio gesendet werden.

Die Nutzung des neuen Mobil­funk­stan­dards soll die Live-Bilder nun schneller ins TV bringen, in dem die Bilder ins virtu­elle Studio in der Cloud gespei­chert und dann auf den Bild­schirm oder das Smart­phone gesendet werden.

Echt­zeit-Netz durch Network Slicing

Übertragung von Live-Bildern Übertragung von Live-Bildern
Bild: Vodafone
Die Idee soll also Zeit sparen. Kameras oder Smart­phones, die über eine entspre­chende SIM-Karte mit dem 5G-Netz verbunden sind, können die Live-Bilder zu einer virtu­ellen Sende­zen­trale weiter­leiten. Der Weg über die Sky-SNG in die Sende­zen­trale wird so einge­spart, was die Live-Bilder der Sport­ereignis schneller auf den TV-Bild­schirm und das Smart­phone bringen soll. Wird die Sport-Übertra­gung mit einem (5G)-Smart­phone aufge­nommen, können Zuschauer die Live-Bilder auch im 16-9-Format streamen.

Damit das neue Vorhaben auch das halten kann, was es verspricht, nutzt Voda­fone die Netz-Technik "Network Slicing", also ein parallel arbei­tendes, virtu­elles Netz, das mit dem Partner Ericsson umge­setzt wird. Der Einsatz der Technik soll stabile Daten­raten über die Dauer der Bericht­erstat­tung ermög­lichen. Eine eigene einge­rich­tete Platt­form soll künftig dafür sorgen, dass beispiels­weise TV-Sender kurz­fristig über einen fest­gelegten Zeit­raum ein eigenes 5G-Netz buchen können.

Erster Test am Mitt­woch­abend

Am Mitt­woch, 16. Dezember, 18.30 Uhr, soll die 5G-Tech­nologie von Sky und Voda­fone während des Zweite-Bundes­liga-Spiels Fortuna Düssel­dorf/VFL Osna­brück im Rahmen der Vor- und Nach­bericht­erstat­tung auspro­biert werden. Voda­fone-Tech­niker haben dazu in der Merkur Spiel-Arena in Düssel­dorf 5G-Antennen akti­viert.

"Mit unserem Echt­zeit-Netz starten wir auch das Zeit­alter des Echt­zeit-Fern­sehens. 5G über­trägt Live-Bilder in Echt­zeit, ermög­licht den flexi­bleren Einsatz von Kameras und bringt Fans am TV noch näher ans Geschehen. Sogar das Smart­phone wird dann zur profes­sio­nellen Kamera für jede Perspek­tive. Gemeinsam mit Sky testen wir die Bild­über­tra­gung via Mobil­funk jetzt erst­mals bei einer Live-Übertra­gung im Umfeld der 2. Bundes­liga. Die Merkur Spiel-Arena haben wir dafür zu einem der ersten 5G-Stadien in Deutsch­land aufge­rüstet", sagt Voda­fone Deutsch­land CEO Hannes Amets­reiter.

Ein weiterer Vorteil neben der schnellen Übertra­gung liegt auf der Hand: Wenn die Über­tra­gungs­kameras nicht mehr an zig Kabel ange­schlossen sind - und/oder Smart­phones für die Übertra­gung genutzt werden -, sollen die Kamera-Leute in ihren Lauf­wegen flexi­bler sein.

Ein ähnli­ches Unter­fangen hatte Sky Anfang Dezember in Koope­ration mit o2 gestartet. Ziel: Die Übertra­gung der Aufnahmen von bis zu zwölf 5G-Smart­phones via 5G Broadcas im o2-Netz. Details dazu lesen Sie in einer weiteren Meldung.

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