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Preiserhöhung bei Sky: Diese Kunden müssen mehr zahlen

Nur wenige Kunden müssen für ihr Sky-Abo nicht mehr zahlen. Wir sagen, welche Abos teurer werden. Und auch wenn Kunden kündigen - für Sky dürfte sich die Erhöhung dennoch lohnen.
Von Thorsten Neuhetzki
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Seit gestern informiert Sky einen Großteil seiner mehr als 4 Millionen Kunden darüber, dass ihr Abo beim Pay-TV-Sender teurer wird. Diese Verteuerung erfolgt während der vereinbarten Mindestlaufzeit des Abos und ohne dass der Kunde ein Recht zu einer außerordentlichen Kündigung hat. Sky begründet das damit, dass man sich in den eigenen AGB eine Preiserhöhung um 5 Prozent vorbehalten hat, die keine Kündigungsmöglichkeit durch die Kunden vorsieht. Sky erhöht die Preise - auch für und wegen der BundesligaSky erhöht die Preise - auch für und wegen der Bundesliga

Nun wird auch klar, welche Kunden mit zusätzlichen Kosten zur Kasse gebeten werden: Es sind alle, die noch Sky Welt als Basispaket nutzen. Kunden mit den Ende vergangenen Jahres eingeführten Paketen Sky Starter und Sky Entertainment mussten ohnehin schon mehr zahlen und werden nicht mit einer weiteren Preiserhöhung belastet.

Bei der Erhöhung geht es im schlechtesten Fall für den Kunden um bis zu 3 Euro monatlich. Das klingt zwar erst einmal vergleichsweise wenig angesichts von Sky-Abo-Preisen von 70 Euro und mehr monatlich, sind im Jahr aber immerhin 36 Euro, die vertraglich nicht vereinbart waren.

Diese Abos werden teurer

Konkret erhöht werden diese Abo-Kombinationen:

Sky Welt: 85 Cent teurer
Sky Welt mit 1 Premiumpaket: 1,50 Euro teurer
Sky Welt mit 2 Premiumpaketen: 2,00 Euro teurer
Sky Welt mit 3  Premiumpaketen: 2,50 Euro teurer
Premium HD: 50 Cent teurer

Auch Rabatt-Abos werden preislich angehoben, hier aber entsprechend der Sonderkonditionen geringer - zumindest bis zum Ende dieser Konditionen.

Kleine Erhöhung bringt viel Geld

In einschlägigen Foren schlägt die Erhöhung von Sky auch schon hohe Wellen - zahlreiche Kunden drohen dem Anbieter mit einer Kündigung zum Ende des Vertrages. Dieses Verhalten ist jedoch bei vielen Forumsnutzern gerade bei Sky ein regelrechter Reflex, sobald es Verschlechterungen gibt. Am Ende dürfte es für Sky ein Rechenspiel sein, ob sich eine Preiserhöhung auch dann noch lohnt, wenn Kunden sich deswegen abwenden. Bei nur einem Euro mehr pro Monat und Kunde und 4 Millionen Kunden nimmt Sky immerhin 48 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr ein. Da dürften ein paar verlorene Kunden zu verschmerzen sein - zumal die meisten Preiserhöhungen mehr als nur einen Euro pro Monat und Kunde in die Kasse bringen werden.

In der Vergangenheit hatten schon andere Unternehmen die Preise aufgrund ihrer AGB-Klausen erhöht. Im Beispiel von Kabel Deutschland (heute Vodafone) sagte ein Anwalt damals, dass eine solche Preiserhöhung unter Umständen rechtlich zulässig sei, wenn die Begründung stimmt.

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