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Mobiles Satellitenradio Sirius XM prä­sen­tiert sich auf der CES

Sirius XM Satellite Radio präsentiert sich im zehnten Jahr seines Bestehens auf der CES in Las Vegas. Der Veranstalter strahlt rund 140 Radiokanäle flächendeckend in den USA und in Kanada aus.
Aus Las Vegas berichtet
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Sirius-XM-Werbung vor dem Las Vegas Convention CenterSirius-XM-Werbung vor dem Las Vegas Convention Center In den Weiten von Nordamerika gibt es abseits der Ballungsräume oft nur wenige Hörfunkprogramme, die klassisch auf UKW oder Mittelwelle zu empfangen sind. Befindet man sich in dünn besiedelten Regionen, so ist oft nicht mehr als der örtliche Country- und der lokale religiöse Sender zu empfangen. Weitere Programme würden sich für die wenigen potenziellen Hörer in dünn besiedelten Regionen und für die Autofahrer, die auf dem Freeway vorbeifahren, kaum rechnen.

Sendeleistung und technische Reichweite auf UKW und Mittelwelle sind begrenzt, sodass es auch nicht möglich ist, weite Teile der USA oder von Kanada mit nur wenigen Senderstandorten abzudecken. Die Alternative sind Sendungen über Satellit. Diese Idee hatten mit Sirius Satellite Radio und XM Satellite Radio gleich zwei Unternehmen. Es handelte sich um Pay-Radio-Angebote, die allerdings nur mäßig erfolgreich waren. Für zwei Programmveranstalter war der Markt offenbar doch zu klein.

Sirius und XM schlossen sich 2008 zusammen

Vor zehn Jahren schlossen sich die beiden Anbieter zu Sirius XM Satellite Radio zusammen. Heute betreibt das Unternehmen fünf Satelliten im Orbit, die im S-Band, also im Frequenzbereich um 2,3 GHz, arbeiten. Mehr als 25 Millionen Abonnenten hat das Gemeinschaftsunternehmen heute und noch immer ist der Empfang im Auto einer der wichtigsten Verbreitungswege.

Mehr als 140 Audiokanäle sind so in weiten Teilen von Nordamerika zu empfangen. Viele moderne Auto-HiFi-Anlagen bringen den Empfänger für Sirius XM bereits mit. Ältere Fahrzeuge lassen sich mit kleinen Adaptern nachrüsten. Diese Adapter können auch zuhause eingesetzt werden und nicht zuletzt gibt es Sirius XM auch als Streaming-Service, der per App für Android und iOS zur Verfügung steht.

Der Satellitenempfang im Auto ist auch über lange Strecken erstaunlich gut. Die Durchfahrt unter Brücken oder kurzen Unterführungen führen zu keinen Aussetzern, denn das Signal wird ähnlich wie beim Webradio-Empfang kurz zwischengepuffert, bevor es wiedergegeben wird. So ist es unproblematisch, wenn das Signal kurzzeitig nicht zur Verfügung steht.

Das bietet Sirius XM Satellite seinen Hörern

Sirius XM gibt es auch per AppSirius XM gibt es auch per App Rund um das zurzeit für die Consumer Electronics Show (CES) genutzte Messegelände in Las Vegas wirbt Sirius XM sehr intensiv für seine Angebote. Dabei werden in den Werbebotschaften auch die verschiedenen Inhalte angesprochen, die Sirius XM zu bieten hat. Dazu gehören unzählige Musik-Spartenkanäle, die sogar moderiert werden, aber auch Sportprogramme, Nachrichten, Talk, Comedy usw. Dazu kommen Programme in spanischer Sprache und Stationen speziell für Hörer in Kanada.

Herkömmliche Radioprogramme, die auch auf anderen Verbreitungswegen zu finden sind, sind auf Sirius XM eher die Ausnahme. KIIS FM Los Angeles und WHTZ (Z100) New York sind beispielsweise auch über Satellit und die Sirius-XM-App zu empfangen. Probe-Abonnements sind vier Wochen lang kostenlos. Danach kostet das gesamte Programmpaket 15,99 Dollar (13,30 Euro) im Monat. Rabatte gibt es für Kunden, die sich gleich für drei Monate oder für ein Jahr an Sirius XM binden.

Kein Geoblocking beim Streaming

Während der Empfang der Satelliten in Europa nicht möglich ist, gibt es beim Streaming-Service von Sirius XM kein Geoblocking. Dafür sind die Apps nur im Google Play Store bzw. Apple AppStore in den USA und in Kanada zu finden. Auch die Registrierung - selbst für den kostenlosen Probe-Account - gelingt nur mit nordamerikanischer IP-Adresse.

In Europa gab es mehrfach Bestrebungen, ebenfalls ein mobiles, digitales Satellitenradio zu etablieren. Diese sind bislang allerdings stets gescheitert. In Europa sind die UKW- und oft auch die DAB+-Sendernetze auch in ländlichen Regionen gut ausgebaut. Zudem spricht die Sprachenvielfalt in der "alten Welt" gegen europaweite Sat-Radioprogramme.

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