Angriffe

simquadrat-Ausfälle: sipgate wurde Opfer eines Erpressungsversuchs

sipgate wurde Opfer eines Erpressungsversuchs. Dies erklärte der Anbieter auf seiner Internetseite. Am Freitag morgen fand ein weiterer Angriff auf die Systeme statt. Kunden müssen wohl weiterhin mit Störungen und Ausfällen rechnen.
Von Hans-Georg Kluge
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sipgate wurde Opfer eines Erpressungs-Versuchs. Das erklärte der Anbieter in seinem Blog. Die seit gestern laufenden DDoS-Attacken sollen demnach dem Zweck dienen, eine Geldforderung der Angreifer durchzusetzen. Über die Hintergründe und die Höhe der Forderungen informierte sipgate die Öffentlichkeit nicht. Auch ob eine Phishing-Welle wenige Tage vorher von den gleichen Tätern ausging, ist zur Stunde unklar.

sipgate: Weitere Angriffswelle am Freitag morgen

sipgate wurde Opfer eines Erpressungsversuchs.sipgate wurde Opfer eines Erpressungsversuchs. Erst in der Nacht zum Freitag konnten die Techniker des Anbieters die erste Angriffswelle unschädlich machen und die Funktionstüchtigkeit des Netzes wiederherstellen. Dennoch kam es am frühen Freitag Morgen zu einem weiteren, veränderten Angriff. Dieser führte zu weiteren Beeinträchtigungen am Vormittag.

Inzwischen sollten die Telefonie-Dienste von sipgate wieder zur Verfügung stehen, so der Anbieter auf einer Status-Seite. Auch beim Mobilfunkangebot simquadrat seien laut sipgate keine großen Einschränkungen mehr vorhanden. Nutzer müssen aber möglicherweise ihr Handy neustarten.

Eine Entwarnung möchte sipgate aber noch nicht geben. Es könnte also zu weiteren Ausfällen kommen, sollten sich die Angriffe der Kriminellen fortsetzen. Der Anbieter zeigt sich jedoch optimistisch, dass die getroffenen Gegenmaßnahmen wirken.

Die erste Angriffswelle, die sich offenbar über den gesamten Donnerstag hinzog, sorgte zeitweise für Ausfälle von sipgate-VoIP-Diensten und des Mobilfunk-Angebots simquadrat.

Das ist ein DDoS-Angriff

Angreifer nutzen eine Denial-of-Service-Attacke (DoS), um mit vielen gleichzeitigen Anfragen an einen Webserver diesen außer Gefecht zu setzen. Das Ziel ist dann erreicht, wenn der Webserver die Flut der Anfragen nicht mehr bewältigen kann. Oftmals kommen dafür Botnetze zum Einsatz - zusammengesetzt aus vielen tausend PCs, die über Malware ferngesteuert werden. In einem solchen Fall spricht man von einer Distributed-Denial-of-Service-Attacke (DDoS).

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