Nachgebessert

SIMSme: Mit mehr Server-Kapazität und App-Update Startprobleme behoben

SIMSme hat einen denkbar schlechten Start hingelegt. Nutzer kämpften zunächst mit Verbindungsproblemen. Inzwischen hat die Deutsche Post weitere Server für den Messenger bereitgestellt. Gegenüber teltarif.de hat sich ein Post-Sprecher zu den selbst­zerstörenden Nachrichten geäußert, die für Verwirrung sorgten.
Von Hans-Georg Kluge
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Die Deutsche Post hat den Start des Messengers SIMSme verpatzt. In den ersten Stunden waren die Server überlastet und einige Funktionen liefen nicht rund. Seither haben die Entwickler aber nachgelegt: Ein Sprecher der Post bestätigte uns, dass der Anbieter die Kapazität der Server verzehnfacht habe, um dem unerwartet hohen Ansturm der Kunden Herr zu werden. Auch die App selbst hat ein Update erhalten, um einige Probleme in den Griff zu bekommen.

Nachrichtenversand jetzt problemlos

SIMSme hat die ersten Startprobleme behoben.SIMSme hat die ersten Startprobleme behoben. Wir haben den Messenger weiter in Betrieb gehalten. Unseren Erfahrungen nach sind die Probleme beim Nachrichtenversand inzwischen behoben. Der Versand klappte jetzt reibungslos. Die App zeigt nun auch den aktuellen Stand des Versandprozesses an: Aufgeteilt in "Gesendet", "Empfangen" und "Gelesen" erhalten Nutzer ein funktionierendes Feedback, ob die Nachricht angekommen ist.

In unseren Tests erhielten wir außerdem keine Fehlermeldungen beim Versand mehr. Bei unseren ersten Tests erhielten wir eine Fehlermeldung, dass Nachrichten nicht zugestellt wurden - sie kamen beim Empfänger dennoch an. Ob diese unrichtige Fehlermeldung künftig widerrufen wird, wenn der Versand doch geklappt hat, lässt sich aktuell nicht nachvollziehen.

Selbstzerstörende Nachrichten kostenlos für die erste Million Kunden

Auf einer Hilfeseite von SIMSme sind die farbigen Icons erklärt.Auf einer Hilfeseite von SIMSme sind die farbigen Icons erklärt. Ein Sprecher der Deutschen Post bestätigte uns, dass die Freischaltung für den Versand selbstzerstörender Nachrichten automatisch erfolge. Die zunächst angedachte Eingabe eines Gutschein-Codes sei nicht mehr erforderlich. Der entsprechende Menü-Punkt ist aus der App entfernt worden.

Tatsächlich gelang uns der Versand einer selbst zerstörenden Nachricht auch mit dem Account, der in unserem ersten Test diese Nachrichten nicht verschicken konnte. Allerdings mussten wir das Smart­phone zwischenzeitlich zurück­setzen - dies hing nicht mit SIMSme zusammen. Denkbar ist, dass wegen der Neuinstallation von SIMSme die Funktion freigeschaltet wurde.

Zweites Fazit: Nachrichtenversand klappt, Nutzerbasis nach wie vor klein

SIMSme kann jetzt tatsächlich zeigen, was der Messenger-Dienst leisten kann. Denn nun funktioniert der Nachrichtenversand zuverlässig. Ein echtes Alleinstellungsmerkmal hat SIMSme damit natürlich noch nicht. Stattdessen muss die Deutsche Post weiter mit den Platzhirschen der sicheren Kommunikation wie Threema und TextSecure um die Nutzer buhlen. Viele Chatter bleiben aber dort, wo ihre Gesprächspartner sind: Bei WhatsApp.

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