Smartphone-Messaging

Post-Messenger SIMSme: WhatsApp nicht entthront - jetzt für Business

Der Smartphone-Messenger SIMSme der deutschen Post hat unter Privatkunden wohl kaum nennenswerte Marktanteile errungen - jetzt umwirbt die Post Geschäftskunden und verspricht eine sichere Kommunikation unter den Mitarbeitern.
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Der im Sommer 2014 gestartete Messenger der Deutschen Post, SIMSme, hat wahrscheinlich WhatsApp kaum Marktanteile abjagen können. In den vergangenen Monaten ist daher eine Neuausrichtung des Messengers zu beobachten - jetzt stehen Geschäftskunden im Fokus.

Die Deutsche Post betont, dass die Privatkunden-Variante von SIMSme natürlich weiterhin bestehen bleibt. Seit einiger Zeit gibt es aber zusätzlich SIMSme Business als eigenständige App mit zum Teil kostenpflichtigen Services. Einige dieser Dienste standen bislang nur für die iOS-Variante zur Verfügung, jetzt kommen sie auch für die Android-Version.

SIMSme der Deutschen Post für Business
SIMSme der Deutschen Post für Business

Diese Funktionen beherrscht SIMSme Business

Einzelne Nachrichten wie Präsentationen, Bilder oder Videos sollen von anderen Nutzern beispielsweise direkt kommentiert werden können. Visuell besonders hervorheben lassen sich zum Beispiel Terminerinnerungen, diese müssen hierfür als "wichtig" markiert werden. Der Business-Messenger bietet darüber hinaus ein Adressverzeichnis - darüber lassen sich andere Nutzer finden und kontaktieren, die dieselbe E-Mail-Endung verwenden. Damit soll es nicht mehr notwendig sein, die Handynummern der Kollegen im Telefonbuch speichern zu müssen, um überhaupt Kontakt herstellen zu können.

Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bot auch die private Variante des Messengers im Gegensatz zu WhatsApp schon seit Beginn, dieses Feature wurde selbstverständlich in die Business-Variante übernommen. Die Trennung zwischen geschäftlichem und privatem Messaging soll möglich sein und der Nutzer kann beliebige Dateien mit bis zu 20 MB pro Nachricht versenden. Die Dateien können auch aus der Cloud heraus versendet werden.

Vertrauliche Nachrichten wie Zugangsdaten oder PIN-Codes können mit einer Selbstzerstörungsfunktion versehen oder zu einem definierten Versandzeitpunkt verschickt werden. Hierzu kann der Business-Kunde entweder einen Countdown oder ein definitives Verfallsdatum setzen, sodass die Nachricht nur für eine bestimmte Zeit zu sehen ist.

Zur Einführung der Android-Version von SIMSme Business können interessierte Unternehmen den Messenger kostenlos testen. Mit dem Lizenzcode "SIMS-MEBI-ZAND-ROID" lässt sich die App in vollem Funktionsumfang 30 Tage lang ausprobieren. Nach der kostenlosen Testphase kostet SIMSme Business 3 Euro pro Nutzer und Monat. Größere Unternehmen können auch SIMSme Corporate mit weiteren Funktionen wie Backend-basiertes Nutzer-Management, Branding nach Corporate Design oder eigenem System-Chat buchen. Der Preis hierfür muss direkt mit der deutschen Post ausgehandelt werden.

Einen Feature-Vergleich der wichtigsten Smartphone-Messenger finden Sie auf unserer speziellen Ratgeberseite zu Messengern.

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