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simquadrat führt für Neukunden Grundgebühr von 4,95 Euro ein

simquadrat hat für Neukunden eine Grundgebühr von 4,95 Euro im Monat eingeführt. Die Änderung gilt ab sofort. Wir berichten über die möglichen Hintergründe für die Änderung und über ein Feature, das im Gegenzug jetzt kostenlos ist.
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Vor eineinhalb Jahren ging sipgate mit einem Mobilfunk-Produkt für Privatkunden an den Start. simquadrat erfreut sich seitdem großer Beliebtheit, zumal der Prepaid-Tarif Features bietet, die viele Mitbewerber nicht im Angebot haben. Dazu gehören ein Parallelruf, die Möglichkeit der freien Absendernummer und einer Festnetznummer mit bundes- und europaweiter Erreichbarkeit ohne Weiterleitungsgebühren.

Den Winter nutzt simquadrat allerdings offenbar, um Kunden mit einer Verschlechterung seiner Konditionen zu verärgern. So wurde vor knapp einem Jahr der erst wenige Monate zuvor eingeführte VoIP-Account für Neukunden wieder eingestellt. Per VoIP haben Bestandskunden, bei denen das Feature noch aktiv ist, die Möglichkeit, ihre simquadrat-Rufnummer auch per SIP-Client zu nutzen - beispielsweise an einem Festnetztelefon am DSL-Router.

Für Bestandskunden ändert sich vorerst nichts

simquadrat jetzt mit Grundgebührsimquadrat jetzt mit Grundgebühr In diesem Jahr führt simquadrat nun - ungefähr zum gleichen Zeitpunkt - eine Grundgebühr für Neukunden ein. Wie der Prepaid-Anbieter auf seiner Webseite mitteilt, kostet der Zugang zum bislang kostenfreien Tarif ab sofort 4,95 Euro im Monat. Für Bestandskunden soll sich einem Newsletter von simquadrat zufolge nichts ändern.

Bereits vor einigen Monaten hatte simquadrat das zuvor übliche Startguthaben in Höhe von 5 Euro für Neukunden gestrichen. Der Anschaffungspreis von 4,95 Euro für das Starterset blieb unverändert.

Wie simquadrat im Newsletter weiter ankündigte, ist die freie Absendernummer, die bislang 95 Cent pro Monat kostete, ab sofort gratis zu bekommen. Damit haben Kunden die Möglichkeit, bei abgehenden Telefonaten eine beliebige deutsche Festnetz- oder Mobilfunk-Rufnummer zu übermittelt.

simquadrat muss Geld verdienen

Während es nach wie vor unverständlich ist, dass simquadrat den bei anderen deutschen Mobilfunk-Anbietern nicht üblichen VoIP-Account wieder eingestellt hat, sind die Streichung des Startguthabens und die Einführung einer Grundgebühr aus Anbietersicht nachvollziehbar. Nicht wenige Kunden äußerten auch gegenüber teltarif.de, dass sie nur die kostenlosen Bestandteile des Tarifs nutzen - beispielsweise die Erreichbarkeit auf einer Festnetznummer selbst im Ausland ohne Weiterleitungsgebühren.

Derartige Features rechnen sich für den Provider aber nur, wenn die Kunden ihre Prepaidkarte auch für kostenpflichtige Dienste einsetzen, mit denen simquadrat Geld verdient. Ist die Anzahl von Nutzern zu klein, die beim Anbieter auch Bezahl-Features buchen oder auch nur zum Standardpreis von 9 Cent pro Minute telefonieren, dann wird die Marke schnell zu einem Zuschussgeschäft.

Mindestumsatz statt Grundgebühr sinnvoll?

Dennoch stellt sich die Frage, ob der Weg der Einführung einer Grundgebühr bei einem Tarif, dessen Optionen im Vergleich mit den Mitbewerbern nicht unbedingt vom Kunden als günstig empfunden werden, richtig ist. Zum gleichen Preis bekommt der Kunde beispielsweise bei simplytel bereits den Tarif All-in 200 Plus. Hier sind monatlich je 50 Gesprächsminuten und SMS sowie 200 MB Highspeed-Datenvolumen enthalten. Angesichts der Konkurrenzsituation wäre ein Mindestumsatz anstelle der nun eingeführten Grundgebühr vielleicht die bessere Wahl gewesen.

In einer weiteren Meldung finden Sie eine Liste aller Features, die simquadrat auszeichnet und gegenüber den Mitbewerbern abhebt.

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